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Filmstarts - Neu im Kino
Merry Christmas

Merry Christmas

Trügerische Ruhe während einem absurden Krieg - Christian Carion mit dem knapp misslungenen Versuch, ein Meisterwerk zu schaffen

Das wirklich Erschreckende passiert in "Merry Christmas" zu Beginn. Nacheinander stellen sich drei Kinder vor ihre Klassenkameraden und rezitieren jeweils ein Gedicht. Im besten Fall könnte man den Hassversen eine "Pro Vaterland"-Gesinnung zubilligen, aber das geht nicht, wenn es heißt, dass die Gegner ausgerottet werden müssen. Kinder, das ist das Perfide, sind eigentlich das Glück und die Unschuld, die Liebe und das Leben - bei Regisseur Christian Carion aber sind sie die Windsaat, aus denen ein Sturm entwächst, der 20 Millionen Menschen das Leben kostet. Wenn aus Kindern Erwachsene werden, verbinden sich fanatische Begeisterung, grenzenloser Hass und der tief verwurzelte Glaube, als Einzige das Richtige zu tun zu einem explosiven Gemisch. Und das wird von Generation zu Generation weitergegeben. Das ist bitter, das ist wahr. Wenn bereits die Kinder hassen müssen, was wird dann aus der Welt?

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Ein ungezähmtes Leben

Ein ungezähmtes Leben

Massentaugliches Familiendrama mit Jennifer Lopez

Wenn Eltern ihre Kinder überleben, bleibt eine große Trauer zurück. Manch einer zerbricht daran. Der Rancher Einar (Robert Redford) drohte, als verbitterter, alter Mann auf seiner Farm in Wyoming zu enden. Doch da wird die alte Wunde noch einmal schmerzhaft aufgerissen, und es bietet sich die Chance einer Versöhnung mit Schicksal und Schwiegertochter. Von den großen Themen Schuld und Sühne handelt Lasse Hallströms Familiendrama "Ein ungezähmtes Leben".

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In den Schuhen meiner Schwester

In den Schuhen meiner Schwester

Cameron Diaz und ihre Schwester verbindet nur eines: die Schuhgröße - Recht gelungene Komödie mit rätselhaftem Aufhänger

Wer es von diesen beiden Frauen am schlimmsten getroffen hat, ist schwer zu sagen: Die eine sieht zwar umwerfend aus, hat jedoch ein nicht therapiertes Legasthenie-Problem und folglich keinen Job. Dafür aber Zuverlässigkeitsprobleme und einen ausgeprägten Hang zum Geldklau. Die andere ist zwar eine erfolgreiche Anwältin, aber in Liebesdingen tief frustriert und leidet Höllenqualen an jedem Pfund, das sie an sich für überflüssig hält. Nun sind die beiden Schwestern, die allein eines verbindet: Die gleiche Schuhgröße. "8 Mile"-Regisseur Curtis Hanson hat aus dieser ungleichen Beziehung einen Film über Geschwisterliebe, Lebensentwürfe und die wahren Erfüllungen im Leben gedreht.

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Corpse Bride

Corpse Bride

Kinomagier Tim Burton mit einem aufregenden Märchen für Erwachsene

Im Grunde sieht das Dorf aus Tim Burtons Puppentrickfilm "Corpse Bride" aus wie ein Friedhof. Düster und verkniffen tummeln sich dort grimmig dreinblickende Menschen. Keiner findet, dass er das Beste, das er doch verdient hätte, bekommt. So echauffiert sich ein verarmtes Adel-Ehepaar mit Namen Everglot über das gemeine Volk, vorwiegend über solche, die mit einfachem Arbeiten an Geld gekommen sind, so wie die Nachbarsleute Nell und William Van Dort. Aber immerhin, durch die stete Produktion von Fischkonserven wurden die reich, während sich die Everglots in Bescheidenheit grämen müssen. Man projiziert, was man selbst nicht geschafft hat, auf die Kinder und beschließt, dass Tochter Victoria, im Original zuckersüß von Emily Watson gesprochen, den Sohn der Van Dorts heiraten solle.

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Elizabethtown

Elizabethtown

Netter Film zum guten Soundtrack - Cameron Crowe sollte ein "Independent" bleiben

In Tagen, in denen Regisseure oft nicht einmal Halbwertszeiten von Bio-Joghurts erreichen, sind solche, die mehr als zwei Filme inszenieren (dürfen), ehe sie sich ins Nirwana der Filmgeschichte verabschieden (müssen), schon Ausnahmeerscheinungen. Gelingt es diesen Filmemachern dann auch noch, ihre Arbeiten mit einer unverwechselbaren Handschrift zu versehen, werden sie postwendend in Hollywoods Oberliga hochgejubelt. Steven Soderbergh gehört beispielsweise diesem elitären Club an, Richard Linklater und natürlich auch Cameron Crowe. Letztgenannter, "ewiger" Wunderknabe der Branche debütierte 1981 als Drehbuchautor der Teen-Komödie "Ich glaub' ich steh' im Wald", deren Romanvorlage er schon geschrieben hatte. Als Teenager war er bereits als Journalist zu frühem Ruhm gekommen, als Verfasser - inzwischen - legendärer Porträts von Musikgrößen wie Bob Dylan, Eric Clapton oder David Bowie, die unter anderem im "Playboy", dem Underground-Magazin "Cream" und dem damaligen Trendsetter "Rolling Stone" erschienen.

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