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Filmstarts - Neu im Kino
Das Musical

Das Musical "Nine" bietet Schein statt Sein

Pompös, aber belanglos wie "Chicago"

Aus Federico Fellinis “Achteinhalb”, von dem das gleichnamige Broadway-Musical inspiriert ist, wurde “Neun“. Es ist ja auch ganz und gar nicht dasselbe. Denn während das autobiographische Werk des Meisterregisseurs sich durch psychologische Tiefe auszeichnete, bietet die Verfilmung nicht viel mehr als bloß schönen Schein. Nicole Kidman, Sophia Loren, Penélope Cruz und Kate Hudson sorgen für glanzvolle und gut choreographierte Auftritte, in denen viel Haut gezeigt wird. Jenseits der Schönheit findet man jedoch recht wenig. Insgesamt erinnert „Nine“ an das mit sechs Oscars prämierte und völlig überschätzte Musical "Chicago", das vorige Werk von Regisseur und Choreograf Rob Marshall.

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DiCaprio begibt sich auf einen Psychotrip nach

DiCaprio begibt sich auf einen Psychotrip nach "Shutter Island"

Scorseses neuer Film ist ein solider, aber gewöhnlicher Thriller

Sehr gut ausgestattet und beeindruckend fotographiert ist „Shutter Island“. Alles darin ist groß: die Kameraeinstellungen, die bombastische Musikuntermalung, die Besetzung. Das wundert auch kaum jemanden, es geht ja schließlich um den neuen Film von Martin Scorsese. Doch das alles ist zu groß im Verhältnis zur vergleichsweise dünnen und leider ab der Hälfte des Geschehens auch ziemlich vorhersehbaren Story. Der Psychotrip nach „Shutter Island“, der oft auf altbewährte Motive des Genres setzt, beginnt als spannender, dynamischer und solide inszenierter Thriller, doch im Laufe der Zeit verliert er an Tempo und wirkt viel zu verworren und surreal. Alles in allem ist „Shutter Island“ ein durchaus sehenswerter Thriller, mehr aber auch nicht.

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Peter Jackson versucht sich mit

Peter Jackson versucht sich mit "In meinem Himmel" im Drama

Er sollte doch lieber beim Popcorn-Movie bleiben

Ein Kind wird ermordet. Und dann? Wie verarbeitet man das als Eltern? Ist Vergeltung wichtig für die Bewältigung des Unumkehrbaren? Und was, wenn die Wahrheit nie ans Licht kommt? Diese Fragen stellt sich Regisseur Peter Jackson in seinem jüngsten Werk “In meinem Himmel”. Die Wahl dieses Themas ist sehr ungewöhnlich für den Ex-Horrormeister und “Herr der Ringe”-Macher, der in letzter Zeit auf bombastische Szenerien und modernste Special-Effects spezialisiert war. Offenbar will er es nun mit einem Drama versuchen. Doch darin ist Jackson nicht gut. Das wird ziemlich schnell klar in diesem Film, der nach langem emotionalem Wirrwarr letztendlich doch ins Leere läuft und den Zuschauer ohne klare Aussage aus dem Kino entlässt.

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"An Education" kämpft um drei der wichtigsten Oscars

Sympathisches, aber klischeehaftes Coming-of-Age-60er-Kostümdrama

Jenny ist 16 und wohnt in Twickenham, dem Arbeiterstadtteil Londons. Stockkonservativ und trist ist das Leben dort in den 60ern. Eine Chance für das sympathische Mädchen, aus dem Nachkriegs-Puritanismus auszubrechen, wäre “An Education”, eine Ausbildung, und zwar nicht irgendwelche, sondern eine in der renommierten Uni in Oxford. Dieses Ziel verfolgt die ehrgeizige Jenny unentwegt, bis ihr ein gut situierter und gut aussehender älterer Mann (Peter Sarsgaard) eine neue Welt zeigen und eine ganz andere “Ausbildung” ermöglicht. Mit “An Education” hat die dänische Regisseurin Lone Scherfig ("Italienisch für Anfänger", "Wilbur Wants to Kill Himself") ein sympathisches und warmherziges, aber auch klischeehaftes Coming-of-Age-Drama geschaffen, das um drei der wichtigsten Oscars kämpfen darf.

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Morgan Freeman ist Nelson Mandela in

Morgan Freeman ist Nelson Mandela in "Invictus"

Eastwood wählt ein dankbares Thema und setzt es konventionell um

Sport verbindet, das wusste auch der erste schwarze Präsident Südafrikas Nelson Mandela. Als er sein Amt antritt, übernahm er die Führung über ein tief gespaltenes Land. Und so nutzte er die Rugby-Weltmeisterschaft, die 1995 in Südafrika stattfand, für sein utopisches und nobles Ziel: die Überwindung der riesigen Kluft zwischen Schwarz und Weiß. Es ist ein ziemlich dankbares Thema, das sich Clint Eastwood für seinen Film „Invictus“ ausgesucht hat, ein Thema, in dem große Emotionen und viele Oscars bereits vorprogrammiert scheinen (Morgan Freeman und Matt Damon wurden für ihre Rollen nominiert). Und er setzt es wie gewohnt konservativ und konventionell in Szene. Das Resultat ist ein ähnlich massentauglicher und leicht kitschiger Film wie das letzte Werk Eastwoods „Gran Torino“.

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