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Wie ein Gedicht:

Wie ein Gedicht: "Bright Star - Meine Liebe. Ewig."

Angenehme Kostümromanze der Regisseurin von "Das Piano"

Wie inszeniert man eine große, tragische Liebe, ohne dass sie kitschig wirkt, zumal die verliebte Frau in langem Kleid und großem Hut gekleidet ist und es sich beim männlichen Part um John Keats, den größten Romantiker der englischen Literatur handelt, der auch noch im Alter von nur 25 Jahren verstarb? Regisseurin Jane Campion (Oscarpreisträgerin für „Das Piano“) entschied sich für eine Inszenierung, die wie ein Liebesgedicht daherkommt: Wildblumenfelder, bunte Schmetterlinge und zwei Verliebte dazwischen. Und trotz aller Schönheit, die zu sehen ist, erzählt das Historiendrama "Bright Star - Meine Liebe. Ewig." eine Liebesgeschichte mit unglücklichem Ende. Doch weder das Glück noch das Unglück werden dramaturgisch gesteigert: Nach einem Spannungsbogen sucht man in der Kostümromanze vergebens. Der ganze Film ist eher wie ein Bild und gerade das macht ihn so angenehm und unaufgeregt.

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Tragikomische Heimatidylle: Fatih Akins

Tragikomische Heimatidylle: Fatih Akins "Soul Kitchen"

Kleiner Gute-Laune-Film mit Herz

Nein, der dritte Teil der Fatih-Akin-Trilogie zum Thema "Liebe, Tod und Teufel" ist dieser Film nicht. „Soul Kitchen“ hat gar nichts mit Akins preisgekrönten Dramen „Gegen die Wand“ und „Auf der anderen Seite“ gemeinsam. Bis auf die „üblichen Verdächtigen“ wie Moritz Bleibtreu und Birol Ünel, die wieder mal ein glänzendes Schauspiel liefern. Hart am Rand der Klamotte inszeniert der türkischstämmige Hamburger eine schmuddlige kleine Tragikomödie, die sich da abspielt, wo heutzutage viele eine Ersatzfamilie finden: in einer Kneipe. Existentielle Problematik mischt der Filmemacher so liebevoll mit Klamauk und vorhersehbarem Nonsense, dass man sich dem leichten Charme dieser Mischung nicht entziehen kann. Und schon während der ersten Szenen, in denen auf mehreren Sprachen geschimpft, gestritten und geliebt wird, wird einem klar, dass dieser Film aufs Herz und nicht auf den Kopf zielt.

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"Fame": ein Remake, das die Welt nicht braucht

Banale Neuverfilmung von Allan Parkers Kulttanzfilm von 1980

Ein bisschen Liebe, ein bisschen Coolness, ein bisschen New York und ganz viel Musik und Tanz: Das war Alan Parkers „Fame“ 1980 und das ist auch sein Remake 30 Jahre später. Doch während das Original in einer Zeit ohne Musikvideos entstand und deshalb auch ohne tiefe Story echt spannend und anarchistisch wirkte, hat es die Neuverfilmung schwer. In beinahe zwei Stunden Spielzeit werden sämtliche Tanzfilm-Stereotype aneinandergereiht, die man bereits aus „Flashdance" (1983), "Dirty Dancing" (1987) und dem „Fame“-Original kennt. Offenbar hielt man es nicht für nötig, an der mittlerweile abgelutschten Dramaturgie etwas zu ändern. Dann stellt sich aber die Frage: Wozu dann überhaupt ein Remake?

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James Camerons

James Camerons "Avatar" ist ein visuelles Wunderwerk

Atemberaubende Ästhetik, aber banale Story

Für sein Monumentalwerk „Avatar“ ließ sich James Cameron Zeit, seit seinem letzten großen Film „Titanic“ sind 12 Jahre vergangen. Und dieses Mal ist es genau wie damals: Er schuf etwas, was die Filmlandschaft für immer verändern sollte. Und dieses Mal kommt es genauso wenig auf den Inhalt an, sondern auf die Erscheinung. Visuell ist „Avatar - Aufbruch nach Pandora“ ein wahres Wunder, anders kann man das nicht beschreiben. So atemberaubend waren CGI-Landschaften noch nie. Man sitzt da und staunt über so viel Fantasie und Schönheit. Doch so bahnbrechend die Ästhetik dieses 3D-Wunderwerks ist, so konventionell, banal und langweilig fällt seine Story aus, die ziemlich an „Pocahontas“ und „Der mit dem Wolf tanzt“ erinnert.

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Keine Romantik, kein Witz: die romantische Komödie

Keine Romantik, kein Witz: die romantische Komödie "Lila Lila"

Klischeehaft, Theaterstück-ähnlich und total langweilig

Ein netter Kellner verliebt sich in ein nettes Mädchen, das Literatur liebt. Er gibt sich als Poet aus, um sie beeindrucken, und verheddert sich in einem Netz aus Lügen. Die Story von „Lila Lila“ klingt eher wie eine romantische Komödie aus Hollywood als ein deutscher Film. Und in Hollywood hätte so eine Produktion in ähnlicher Weise amüsiert wie etwa ein Meg-Ryan-Film: klischeehaft und etwas albern, aber irgendwie angenehm. Doch im Fall von „Lila Lila“, einer leider stark abgewandelten Adaption des gleichnamigen Martin-Suter-Romans, ist so eine Geschichte langweilig. Das Ganze ähnelt einem uninteressanten Theaterstück, nein, eher einem Fernsehfilm für 13-Jährige, dessen Charaktere und Schauspieler so blass sind, dass man sie schon fünf Minuten nach dem Film-Abspann vergessen hat.

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