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Filmstarts - Neu im Kino

"Adam" ist autistisch, aber das macht nichts

(Zu) versöhnliche Romanze

Können sich Autisten verlieben? „Lars und die Frauen“ sagte ja, auch wenn die Angebetete eine Sex-Puppe war. Nun geht es um „Adam“, der sich in seine schöne Nachbarin verguckt. Obwohl nicht autistisch wie er, ist sie doch ziemlich weltfremd, und das bedeutet: Weg frei für eine Romanze zwischen den beiden. Die kleine Indie-Produktion „Adam“ ist nett und schmerzfrei. Zu nett und schmerzfrei, wenn man bedenkt, um welch ernsthaften Probleme es da eigentlich geht. Nicht, dass man mit dem Thema nicht spielerisch umgehen könnte: „Benny und Joon“ (1993) etwa zeigte, wie das geht. „Adam“ schafft es jedoch nicht, das Geschehen auf eine ästhetische Ebene zu übertragen und so wirkt er oft zu oberflächlich.

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"Zombieland" ist wie Disneyland

Coole und witzige Zombie-Komödie

Das „Zombieland“ ist nicht einfach irgendwo auf der Welt, es ist Amerika. Tatsächlich rechnet der Film mit amerikanischem Kulturgut ab, allem voran der US-Esskultur. Doch man darf nicht glauben, dass der Horror-Komödie tiefgründige Sozialkritik im Stil eines „Dawn of the Dead“ zugrunde liegt. Vielmehr ähnelt „Zombieland“ Rodruguez’ „Planet Terror“ (2007). Und er hat vor allem ein Ziel: das Publikum zum Lachen zu bringen. Das meistert der coole Mix aus Zombiefilm, Komödie und Road-Movie mit Bravour dank frischen Bildern, originellen Einfällen, schwarzem Humor und nicht zuletzt dem sympathischen Cast (allen voran "Natural Born Killer" Woody Harrelson, hier als Waffennarr und Zombiejäger unterwegs).

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Jamie Foxx ist

Jamie Foxx ist "Der Solist"

Das Musiker-Drama schielt auf den Oscar

Jamie Foxx, der für sein hervorragendes Schauspiel im kitschigen „Ray“ den Oscar bekam, verkörpert nun in „Der Solist“ zum zweiten Mal einen genialen Musiker. Nathanial Anthony Ayers, ein herausragendes Cello-Talent, vegetierte in den Tunnels in L.A. vor sich hin, bis ihn der „Los Angeles Times“-Journalist Steve Lopez (im Film von Robert Downey Jr. gespielt) entdeckte und nicht nur sein guter Freund wurde, sondern ihn auch der Welt bekannt machte, indem er unaufhörlich Kolumnen und schlieβlich sogar ein ganzes Buch über ihn schrieb. Doch ein ernsthaftes Problem stand dem Weltruhm im Weg: Ayers’ Schizophrenie. Diese Geschichte schreit ja geradezu nach einem Oscar, dachte wahrscheinlich Drehbuchautorin Susannah Grant und machte sich ans Werk. Sie muss es wissen: Mit „Erin Brokovich“ lag sie ja richtig. Doch das Schielen auf den Oscar macht das Musiker-Drama „Der Solist“ zu Mainstream-Kino, das zuweilen auf Kitsch in Groβaufnahme setzt, was es eigentlich gar nicht nötig hätte.

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Der

Der "Ninja Assassin" metzelt gekonnt alles nieder

Das wäre dann auch alles

Rain, Pop-Held und Chart-Stürmer der koreanischen Hitliste, mutiert in dem jüngsten Werk des Wachowski-Protégés James McTeigue ("V wie Vendetta") zu einem „Ninja Assassin“. Als Kampf- und Killermaschine liefern sich er und seine ehemalige Adoptivfamilie ein beeindruckendes CGI-Gemetzel, das Fans von durch die Gegend fliegenden abgetrennten Körperteilen sicher zufrieden stellen wird. Doch dabei bleibt es auch. So etwas wie Tiefe, Inhalt und Originalität sucht man in „Ninja Assassin“ vergebens.

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Mit

Mit "Saw VI" geht es geradlinig weiter

Gute Folterszenen, wenig Sinn

665 Millionen Dollar spielte die „Saw“-Reihe bislang weltweit ein: ein beachtlicher Erfolg, zumal die Produktionskosten der Horrorfilme verhältnismäßig niedrig ausfallen. Seit 2004, als der erste, tatsächlich großartige „Saw“-Film mit seiner innovativen Idee die Horror-Fans weltweit begeisterte, kommt nun jedes Jahr ein neues Sequel heraus. Man bekommt immer dasselbe serviert: pervers-geniale Spiele um Leben und Tod, Angst-verzerrte Gesichter und viel Blut. Das ist auch in „Saw VI“ nicht anders. Die inhaltliche Qualität ist längst auf der Strecke geblieben. Doch immer noch scheint der Schauwert der Reihe in Sachen Horror die Fans zu befriedigen. Nur so als Vorgeschmack: Gleich zu Beginn spielt sich folgendes Duell ab: Ein Mann, eine Frau, ein Messer, ein Beil, eine Fleischwaage. Wer sich binnen 60 Sekunden mehr vom eigenen Leib absäbelt, hat gewonnen und bleibt am Leben.

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