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Woody Allen ist wieder neurotisch:

Woody Allen ist wieder neurotisch: "Whatever Works"

Liebeswirrwarr ohne Punkt und Komma

Nach seinem Meisterwerk „Match Point“ (2005) und den eher mittelmäßigen „Cassandra’s Dream“ (2007) und „Vicky Christina Barcelona“ (2008) ist nun Woody Allens cineastische Europa-Reise vorbei. Der Stadtneurotiker ist nun wieder zu Hause in New York. An seinem Stil hat sich nichts geändert, Allen bleibt, ob in Europa oder nicht, seinen Studien menschlicher Wunderlichkeiten treu. Mit den gleichen Zutaten wie immer mixt der Regisseur in „Whatever Works - Liebe sich wer kann“ einen Liebes-Wirrwarr zusammen, in dem ein Vater schwul wird, eine Mutter in einer Dreier-Beziehung lebt und deren Tochter sich in einen Greis verliebt. Das ist wie immer zu viel, zu unüberzeugend und zu nervös erzählt. Woody Allen eben.

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"(Traum)Job gesucht" setzt auf müde Stereotypen

Nette, aber vorhersehbare Komödie

Alexis Bledel, das süße Mädchen, das wir aus "Gilmore Girls" kennen, ist bereits eine junge Frau geworden. Und bislang hat sie in Bezug auf ihre Karriere keinen Grund zu klagen. Ganz anders verhält es sich mit Ryden, in deren Haut die Schauspielerin in der Komödie „(Traum)Job gesucht“ schlüpft. Das College-Diplom in der Tasche, ist sie endlich bereit für den Arbeitsmarkt. Da kann eigentlich wenig schief laufen, denkt sie. Aber sie irrt: Schon in den ersten Tagen ihrer Arbeitssuche wird sie lernen müssen, was das Wort Wirtschaftskrise bedeutet. Trotz aktueller Idee, sympathischer Darsteller und einiger guten Witze bleibt die Komödie von "Shrek"-Macherin Vicky Jenson streckenweise banal und vorhersehbar.

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Mads Mikkelsen öffnet

Mads Mikkelsen öffnet "Die Tür" zu seiner Vergangenheit

Der deutsche Fantasy-Thriller verspielt zum Teil sein Potenzial

Zeitreisen in die Vergangenheit haben den Vorteil, dass man einst begangene Fehler wiedergutmachen kann. Das denkt David Andernach, ein egozentrischer Maler, der überragend vom Star des dänischen Kinos Mads Mikkelsen („Nach der Hochzeit“, „Adams Äpfel“) verkörpert wird. Und er hat es nötig, denn in seiner Vergangenheit ist so einiges schief gelaufen. Im Fantasy-Thriller „Die Tür“ (Regisseur: „Kebab-Connection“-Macher Anno Saul) bekommt der Mann diese zweite Chance. Umsonst. Vergebens versucht er, die Ruinen seines Lebens zu sanieren. Eine sehr gute Idee, die jedoch in der zweiten Hälfte des Films nicht wirklich trägt. Schade eigentlich, denn zumindest in seinem ersten Drittel legt „Die Tür“ den Grundstein für ein Meisterwerk, das dann aber doch nicht aufgebaut wird.

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"Nokan" gewann den Auslands-Oscar

Sentimentales Mainstream-Drama aus Japan

Entgegen allen Erwartungen setzte sich der stille japanische Film „Departure“ (dt. Titel „Nokan – Die Kunst des Ausklangs“) bei den Oscars 2009 gegen den Favoriten "Waltz with Bashir" sowie gegen den Cannes-Gewinner „Die Klasse“, „Der Baader Meinhof Komplex und „Revanche“ in der Kategorie Bester fremdsprachiger Film durch. Wenn man ihn schaut, überrascht das kaum. Denn „Nokan – Die Kunst des Ausklangs“ ist ein typischer Oscar-Film. Das heißt: sentimental, vorhersehbar und massentauglich. Unmotivierte symbolträchtige Landschaftsaufnahmen wechseln sich ab mit rührender Zwischenmenschlichkeit. Das Ganze wird von penetrant eingesetzter Musik untermalt. Dadurch wirkt das stille Drama zuweilen arg aufgesetzt und kitschig.

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"Helen" (Ashley Judd) leidet an Depression

Beeindruckendes Drama über die fatale Gemütskrankheit

Seit dem Freitod des Nationaltorhüters Robert Enke hat das Thema Depression Konjunktur in den deutschen Medien. Zur richtigen Zeit kommt nun auch ein Film, der sich mit der Gemütskrankheit auseinandersetzt. „Helen“ (sehr realistisch gespielt von Ashley Judd, „Heat“) hat eigentlich alles, was man sich nur wünschen kann: Sie ist Professorin an der Musikakademie, hat eine glückliche Ehe, eine süße Tochter. Doch irgendwann schleicht sich die tückische Krankheit in ihr perfektes Leben ein und zurück bleiben nur Trümmer. Das Unglück heißt heutzutage Stoffwechselstörung im Gehirn. Statistiken zufolge leiden allein in Deutschland mehr als vier Millionen Menschen an der fatalen Gemütstrübung. Und das Schlimme ist, dass man dieser hilflos ausgeliefert ist. So auch „Helen“, der die gebürtige Deutsche Filmemacherin Sandra Nettelbeck ("Bella Martha", 2002) ein beeindruckendes Drama widmete.

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