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Filmstarts - Neu im Kino
Huhn mit PflaumenOptisches FeuerwerkDie Geschichte ist traurig, aber die Inszenierung ist eine Hommage an das Leben, die Kunst und die Fantasie: Ein Mann beschließt zu sterben und lässt in den letzten acht Tagen sein Schicksal Revue passieren – in einer überbordenden Opulenz an lustigen, verspielten Szenen, die alle Register filmischer Stilmittel ziehen. Schon in ihrem Debüt „Persepolis“ hatte das Regieduo Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud die realistische Erzählung mit romantisch-poetischen Einstellungen verknüpft, die dem Animationsfilm über das autobiografische Schicksal der Exil-Iranerin Satrapi eine bewundernswerte Leichtigkeit verliehen. Ihr zweiter Film „Huhn mit Pflaumen“ reicht zwar nicht an den großen Wurf von „Persepolis“ heran. Trotzdem ist es ein sehenswerter Film mit einer deutlichen Verbeugung vor Federico Fellini, dem Altmeister des barock-fantastischen Bilderfeuerwerks.» weiter lesen Anzeige
Eine dunkle BegierdeLehrreiches Drama über die Frau zwischen Jung und FreudIhr Name war lange unbekannt. Doch als 1980 ihre Tagebücher und Briefe erstmals veröffentlicht wurden, warfen sie ein ganz neues Licht auf die Frühphase der Psychoanalyse. Sabina Spielrein, erst Patientin, dann selbst Analytikerin, erschien nun als die Frau zwischen den beiden Urvätern der „Redekur“, Sigmund Freud und Carl Gustav Jung. Über den dunklen Kontinent von Eifersucht, Tabubruch und geistigem Vatermord hat Horror- und Thrillerspezialist David Cronenberg einen Film gedreht, der sich hervorragend dafür eignet, das Leben und Denken der „russischen Patientin“ einem breiten Publikum nahezubringen. Cronenberg-Fans müssen sich allerdings darauf einstellen, dass sich der Meister diesmal mit Angst- und Spannungseffekten sehr zurückhält.» weiter lesen
Die Reise des PersonalmanagersZauberhaftes RoadmovieWer könnte eine Reise nach Absurdistan besser inszenieren als der israelische Regisseur Eran Riklis? Hat der 57jährige doch mit „Die syrische Braut“ (2004) und „Lemon Tree“ (2008) die Verflechtung von Bürokratenwahn und persönlichem Schicksal zur tragikomischen Meisterschaft entwickelt. In seinem neuen Film nimmt Eran Riklis den skurrilen Faden absonderlicher Verhältnisse wieder auf. Noch stärker als in seinen Vorgängerfilmen spinnt er ihn weiter zu einer zutiefst menschlichen Botschaft.» weiter lesen
Der Gott des GemetzelsGrandiose Komödie über die Abgründe der WohlanständigkeitEigentlich hatte Altmeister Roman Polanski in den vergangenen Jahren wenig zu lachen, wenn man etwa an seine Verhaftung im Jahr 2009 wegen eines mehr als 30 Jahre zurückliegenden Vergewaltigungsvorwurfs denkt. Aber nun hat der in Paris lebende Pole eine Komödie hingelegt, die alle Register zieht. Überragende Schauspieler, glänzende Dialoge und eine irrwitzige, wendungsreiche Story – was will man mehr. Nicht zu vergessen: der Hintersinn, der darin liegt, dass gerade Polanski diesen gnadenlosen Blick auf die dunklen Seiten der menschlichen Existenz inszeniert, also ein Regisseur, dessen Mutter die Nazis umbrachten und dessen Ehefrau Sharon Tate Opfer eines bestialischen Sektenmordes wurde. Am besten, man hat „Der Gott des Gemetzels“ noch nicht im Theater gesehen, denn so bleibt die Spannung für diesen Parforceritt in die Abgründe zivilisierter Wohlanständigkeit erhalten. Aber selbst wer das Stück von Yasmina Reza kennt, dürfte von der Kino-Adaption hingerissen sein.» weiter lesen
Nachtmeerfahrten – Die Psychologie des C. G. JungFaszinierende Reise ins Dunkle der SeeleEr war der Mystiker unter den Psychoanalytikern - weniger populär und weniger einflussreich als Sigmund Freud, mit dem er zunächst befreundet und dann verfeindet war. Aber Carl Gustav Jung nahm die Kraft des Unbewussten vielleicht sogar noch ernster als der Urvater der Psychoanalyse. Zumindest lieferte er sich dessen dunklen Mächten vorbehaltloser aus. Vor 50 Jahren ist Jung gestorben – ein guter Anlass, sich mit seinem ganzheitlichen Denken neu zu beschäftigen. Das können Kinogänger gleich zweifach tun: in David Cronenbergs „A dangerous Method“ und in „Nachtmeerfahrten“, einer ebenso einfühlsamen wie faktenreichen Dokumentation von Rüdiger Sünner.» weiter lesen Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten:
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