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Filmstarts - Neu im Kino

"The Unborn" erzeugt nur Langeweile statt Gänsehaut

Schlechter Horrorfilm

Nicht einmal 90 Minuten braucht Drehbuchautor und Regisseur David S. Goyer („The Invisible“), um die Horror-Geschichte um eine junge Frau zu erzählen, die gegen einen Geist kämpft, der langsam Macht über sie gewinnt. Und wenn man sich „The Unborn“ anschaut, kommt einem selbst diese kurze Zeit zu lang vor. Die alten Horror-Klischees, vor denen der Film strotzt, die dünne Handlung und die schleppend erzählte Geschichte langweilen oder amüsieren bestenfalls, anstatt Gänsehaut zu erzeugen.

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"The Pervert's Guide to Cinema" interpretiert bekannte Filme neu

Guter Dokumentarfilm

"The Pervert's Guide to Cinema" lautet der Titel des zweieinhalbstündigen Dokumentarfilms von Sophie Fiennes, der Schwester der Schauspieler Ralph und Joseph. Der ‚Perverse‘, der hier den Zuschauer durch die Kinogeschichte ‚führt‘, ist Slavoj Žižek, der slowenische Psychoanalytiker, Philosoph und Kulturkritiker, Nachfolger Jacques Lacans und Freuds. Durch insgesamt 43 Filme, darunter Klassiker wie Hitchcocks „Die Vögel“ oder Kubricks „Dr. Seltsam“, aber auch neuere wie etwa David Finchers „Fight Club“ und David Lynchs „Lost Highway“, analysiert der berühmte Wissenschaftler ein groβes Stück Kinogeschichte auf eine ganz und gar nicht trockene, sondern amüsante Weise, und verführt den Zuschauer, egal, ob dieser Žižeks Sichtweise teilt oder nicht, zu einer völlig neuen, originellen und ausgefallenen Sichtweise auf so manchen angestaubten Filmklassiker.

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Ein Fest für die Sinne:

Ein Fest für die Sinne: "The Fall"

Gutes Kunstmärchen

„The Fall“ ist ein ein audiovisueller Schmaus. Vier Jahre brauchte der indischstämmige Regisseur und Werbefilmer Tarsem Singh („The Cell“), um sein opulentes Märchen fertigzustellen. Gedreht wurde in über zwanzig Ländern und ganz ohne computergenerierte Effekte, was angesichts der atemberaubenden Bilder beinahe unmöglich scheint. Schon Singhs Horrorfilm „The Cell“ von 2000 war exzellent auf der visuellen Ebene, doch inhaltlich war er leider weniger überzeugend. Bei aller Schönheit von „The Fall“ muss man leider feststellen, dass auch hier Inhalt und Figurenausbau etwas zu kurz gekommen sind. „The Fall“ ist ein klassischer Fall von ‚style over substance‘, doch so poetisch und visuell überwältigend, dass es einem die Sprache verschlägt.

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In der Knef-Hommage

In der Knef-Hommage "Hilde" beweist nur die Makatsch Klasse

Mittelmäβiges Biopic

1943 bis 1966: In diesem zeitlichen Rahmen bewegt sich das Hildegard-Knef-Biopic „Hilde“ mit Heike Makatsch in der Titelrolle. Das ist ein bewegender Zeitausschnitt, denn alles fängt in den Trümmern des Nachkriegs-Deutschland an und endet in einer neu entdeckten Normalität und Lebensfreude, ähnlich wie der Karriereablauf der deutschen Sängerin und Schauspielerin Hildegard Knef, die es bis nach Hollywood schaffte. "Für mich soll's rote Rosen regnen", sang die deutsche Grande Dame, und das tat es. Doch was genau den Zauber dieser Kultfigur der deutschen Vergangenheit ausmachte, wird im Film nicht klar. „Hilde“ bietet ein unvollständiges Bild der Hildegard Knef. Doch Heike Makatsch ist hier ein Ereignis, sie macht dieses mittelmäβige Biopic sehenswert. Makatsch spielt die Ikone der 50er und 60er Jahre mit einer so bemerkenswerten Intensität und Hingabe, dass sie buchstäblich mit ihr verschmilzt.

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In

In "Hinter Kaifeck" reiht sich ein plumpes Klischee ans nächste

Schlechter Mystery-Thriller

Dem Fotografen Marc (Benno Fürmann) geht es im düsteren bayerischen Kaff Hinterkaifeck ein bisschen wie K. in Kafkas „Das Schloss“ oder wie Johnny Depp in „Sleepy Hollow“: Es ist grau und regnerisch, die Dorfbewohner benehmen sich merkwürdig, sehen bedrohlich aus und scheinen ein Geheimnis zu hüten. 1922 ereignete sich in Hinterkaifeck ein spektakulärer und myseriöser Mord an einer ganzen Bauernfamilie, der bis heute ungeklärt ist. Die Ereignisse von damals inspirierten gleich zwei deutsche Filmemacher: Ende des Jahres erwartet man die gleichnamige Verfilmung von Andrea Maria Schenkels Bestseller "Tannöd", und jetzt schon startet Esther Gronenborns "Hinter Kaifeck“ mit Benno Fürmann und Alexandra Maria Lara in den Kinos, eine Mischung aus Mystery-Thriller und Drama, als ein kleiner Vorgeschmack auf „Tannöd“. Das Drehbuch von „Hinter Kaifeck“ verzettelt sich fatal und lässt den Film belanglos erscheinen.

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