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Bewegende Vater-Tochter-Geschichte:

Bewegende Vater-Tochter-Geschichte: "35 Rum"

Erstklassiges Alltagsdrama

Die Grundkonstellation im kleinen französischen Drama „35 Rum“ ist einfach: Ein alleinerziehender Vater und seine Tochter, die sich schon so gut an die Zweisamkeit gewöhnt haben, dass sie niemand anderen in ihr Leben reinlassen. Doch eigentlich wäre das Mädchen alt genug, um ein eigenes Leben anzufangen, und genau damit kommt ihr verwitweter Vater, der seit seiner Pensionierung keinen Halt mehr im Leben hat, nicht klar. Das beschäftigt ihn so sehr, dass er sogar seine eigene Chance auf Glück nicht ergreift. „35 Rum“ ist ein leises Drama über den normalen Alltag normaler Menschen, erzählt in starken Bildern.

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"Joy Division" liefert den Nachschlag zum Biopic "Control"

Überwältigende Musik-Doku

Joy Division, die Band aus Manchester, die Ende der 70er die Postpunk-Ära begründete, existierte nur kurz, denn 1980, drei Jahre nach ihrem ersten Auftritt, beging Sänger und Frontmann Ian Curtis Selbstmord. Und doch haben es die vier jungen Musiker in dieser kurzen Zeit geschafft, die Musiklandschaft für immer zu verändern. In Michael Winterbottoms Musikfilm „24 Hour Party People“ (2002) spielte Joy Division eine groβe Rolle und im Ian-Curtis-Biopic “Control” (2007) setzte Musik-Fotograph Anton Corbijn der legendären Band ein herausragendes filmisches Denkmal. Einmal mehr geht es nun in der Doku mit dem schlichten Namen „Joy Division“ um dieselbe düstere Musik-Ära und ihren tragischen Helden Ian Curtis. Als eine Art dokumentarischen Nachschlag zu Corbijns Spielfilm kann man das authentische Zeitdokument „Joy Division“ betrachten, in dem unzählige Zeitzeugen zu Wort kommen und die Atmosphäre in England Ende der 70er zum Greifen nah machen.

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"Watchmen" ist besser als alle Comic-Verfilmungen bisher

Überwältigende Superhelden-Saga

Hier ist es, das neue Werk des „300“-Regisseurs Zack Snyder. „Watchmen – Die Wächter“ ist eine sehr eigenartige und mutige Comic-Verfilmung. Beinahe zweieinhalb Stunden dauert dieses Epos mit Drama-Elementen, in dem die Welt als ein hoffnungsloser, düsterer Ort gezeigt wird, an dem es, anders als in klassischen Comic-Geschichten, kein Gut und kein Böse gibt. Mittendrin fünf Superhelden, die "Watchmen - Die Wächter", die sich nach einem Anti-Helden-Gesetz aus der Öffentlichkeit zurückgezogen haben und wie völlig normale Menschen leben müssen – mit all den Problemen und Sorgen, die dazu gehören. Anders als bei Frank Millers überstilisierter Comic-Verfilmung „The Spirit“ spielt Optik in der pessimistischen Anti-Utopie "Watchmen - Die Wächter" eher eine sekundäre Rolle, obwohl der Film auch formal beeindruckend ist.

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Clint Eastwoods

Clint Eastwoods "Gran Torino" plädiert für mehr Toleranz

Erstklassige Charakterstudie

Nach seinem Triumph mit „Million Dollar Baby“ (2004, vier Oscars) hätte sich Clint Eastwood ausnahmsweise mal eine Pause gönnen können. Doch die Hollywood-Legende denkt nicht daran. Stattdessen dreht er sogar zwei Filme pro Jahr. 2008 entstanden das 20er-Jahre-Drama "Der fremde Sohn" mit der für ihre Rolle darin oscarnominierten Angelina Jolie und die tragikomische Charakterstudie „Gran Torino“, in der Eastwood auch noch die Hauptrolle übernahm. „Gran Torino“ erzählt unaufgeregt, aber rührend die Geschichte eines griesgrämigen, rassistischen, konservativen und notorisch schlecht gelaunten Kriegsveterans, der in seiner Einwanderer-Nachbarschaft langsam Toleranz und Menschlichkeit lernt.

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Schön, aber platt:

Schön, aber platt: "Underworld - Aufstand der Lykaner"

Mittelmäβiger Gothic-Fantasyfilm

Sonja (Rhona Mitra) ist eine wunderschöne Vampirprinzessin und Lucian (Michael Sheen) ein Werwolf. Eigentlich scheint das zusammenzupassen, doch nicht in der düsteren Welt von „Underworld - Aufstand der Lykaner". Denn in der Fantasie-Unterwelt sind die zwei Rassen ungleich. Die Liebe der beiden ist also unmöglich, eine Art Romeo und Julia in Gothic. Doch wie schon der Titel der gelungenen Underworld-Fortsetzung verrät, bleibt es nicht bloβ bei einer Liebesgeschichte. Temporeiche Aktion und spektakuläre Fight-Szenen tragen den düsterromantischen Fantasy-Plot und die schaurig-schönen Bilder von "Underworld - Aufstand der Lykaner". Was jedoch beim sonst gut inszenierten Gothic-Märchen negativ überrascht, ist die Tatsache, dass sich die Filmemacher wenig Mühe bei der Story und den Dialogen gegeben haben. Das Resultat: Diese sind des öfteren unfreiwillig komisch.

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