Ob Bushido in "Zeiten ändern dich" überzeugen kann?
Keine Wertung, da die Presse den Film nicht sehen durfte
Wir durften „Zeiten ändern dich“ nicht sehen. Kein gutes Zeichen. Doch der Trailer läuft bereits und was man da sieht, verspricht leider keinen zweiten „8 Mile“. Ob
Bushidos Musik nun gut ist oder nicht, sei unter Geschmackssache verbucht. Ob er aber auch eine gute Schauspielleistung abliefert, darf ruhig jetzt schon bezweifelt werden. Denn wenn man sieht, wie er im Trailer seinem Vater sagt, er habe keinen Vater mehr, muss man an „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ denken. Doch
Bushidos Biografie ließ die Kassen klingeln und das wird wahrscheinlich auch deren Verfilmung tun. Zumal Bernd Eichinger dahinter steckt und für das Projekt hochkaratige Schauspieler wie
Moritz Bleibtreu und Hannelore Elsner gewinnen konnte.
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Guter Verschwörungsthriller: Stieg Larssons "Verdammnis"
Der zweite Teil der "Millenium"-Krimireihe
Stieg Larsson starb, nachdem er nur drei von ursprünglich zehn geplanten Krimis vollendete. Doch diese drei schrieben Geschichte: Allein in Deutschland wurden 3,7 Millionen Exemplare verkauft. Nach der erfolgreichen Verfilmung des ersten Teils „Verblendung“ war nun „Verdammnis“ an der Reihe. Ähnlich originalgetreu und geradlinig wie im ersten Teil geht es auch hier zu. Aber es wird immer mysteriöser und verschwörerischer und vor allem gefährlicher für die junge Computerhackerin Lisbeth Salander (herausragend: Noomie Rapace). Auch Regisseur Daniel Alfredson, der den „Verblendung“-Macher Niels Arden Oplev ablöste, wagt recht wenig und handelt das Buch Kapitel für Kapitel ab, was jedoch nicht heißen soll, dass ihm ein spannender Thriller gelungen wäre. Doch der zweite Teil der Reihe leidet unter seiner Zwischenposition. Denn der große Showdown wird für „Vergebung“, dem letzten Teil der Reihe, aufgespart. Dieser wird ab dem 3. Juni die weltweite Larsson-Fangemeinde begeistern.
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"Armored" zeigt, wie langweilig Raubüberfälle sein können
Gute Action und nichts weiter
Natürlich sind nicht alle Kriminellen schlechte Menschen. Manchmal haben sie einfach nur Probleme und sehen sich gezwungen, vom rechten Weg abzukommen. So ergeht es einem aus dem Irak heimgekehrten Soldaten: Er rutscht da einfach irgendwie hinein. Doch in einem Film wie „Armored“ bleibt der Gute tatsächlich gut und kämpft gegen seine eigene dunkle Seite, um im Endeffekt eine recht profillose Figur darzustellen. Das klingt ziemlich langweilig, und das ist es auch. Und das trotz der erstklassigen Besetzung, zu der Größen wie
Matt Dillon, Laurence Fishburne und Jean Reno gehören. „Armored“ erzählt die leidlich spannende Geschichte eines Raubüberfalls und schildert die innere Zerrissenheit eines Menschen, der nichts zu verlieren hat. Weder das eine noch das andere vermag den Zuschauer zu begeistern.
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Verbissener Gerichtskrieg in "Gegen jeden Zweifel"
Lauwarmes Remake von "Jenseits allen Zweifels" (1956)
„Jenseits allen Zweifels“ (1956), der letzte große Hollywood-Film des Deutschen Fritz Lang, hatte alles, was ein gelungener Thriller braucht: gute Darsteller, eine spannende Story und viele überraschende Wendungen. All das hat auch das Remake „Gegen jeden Zweifel“ (Regie: Peter Hyams, „End of Days“). Doch was hier fehlt, ist die Tiefe. Denn während das Original heftige Kritik an das amerikanische Rechtssystem und die Todesstrafe ausübte, verkommt die Neuauflage zu einem lauwarmen Gerichtsthriller, der vom verbissenen und tragischen Kampf zwischen einem aalglatten Rechtanwalt (
Michael Douglas) und einem ambitionierten Enthüllungsjournalisten (Jesse Metcalfe aus „Desperate Housewives“) erzählt.
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Guy Ritchies "Sherlock Holmes" ist ein Bad Boy
Tempo, Opium und Schlägereien statt britischen Humors und Rätseln
Dem Geiste Arthur Conan Doyles entspricht Guy Ritchies „Sherlock Holmes“ nicht. Doch mal ehrlich, hat das jemand wirklich erwartet? Ein leises Genie mit trockenem Humor und unversiegbarer Lust am logischen Schlussfolgern ist Robert Downey Jr. natürlich nicht. Es musste eine Sherlock-Holmes-Figur her, die besser zum Bad-Boy-Image des wilden Schauspielers passt. Und zur Lust an Dynamik Ritchies. Also holte der Regisseur die dunkle Seite des Detektiv-Genies hervor: Frauen, Opium und Schlägereien nehmen in seinem Leben einen nicht zu unterschätzenden Raum ein. Und das Konzept geht auf: Für seine Rolle wurde Downey Jr. mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Doch auch das Drumherum ist gelungen: Die computergenerierte Stimmung in London gegen Ende des 19. Jahrhunderts ist stimmig, die Geschichte spannend und Jude Law gibt einen überzeugenden Dr. Watson ab. Beste Voraussetzungen für eine rasante Krimi-Komödie in typischem Guy-Ritchie-Tempo.
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