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Filmstarts - Neu im Kino
Married Life

Married Life

Hommage an die Melodramen der 40er Jahre: Angenehme Krimi-Romanze mit Chris Cooper und Pierce Brosnan

“It's funny, what we do for love”, heißt es im neuen Film Ira Sachs' “Married Life”. Das könnte als Motto der Krimi-Romanze dienen. Denn trotz der schweren Thematik, der er sich verschreibt, wirkt der Film keineswegs erdrückend. Es ist die Geschichte eines alternden Mannes, der das Unglück hat, in den USA der 40er Jahre zu leben. Denn er will um jeden Preis seine Frau loswerden, da er es auf seine neue, wesentlich jüngere Geliebte abgesehen hat. Das ist im zu jener Zeit bekanntlich sehr konservativen Amerika nicht so einfach, wie es sich anhört. Das bisweilen etwas langatmige und zu harmlose Melodram überzeugt durch seine herausragenden Schauspieler, viel Zeitkolorit und clevere Dialoge, die sich mit der Problematik des Ehelebens auseinandersetzen.

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Happy-Go-Lucky

Happy-Go-Lucky

Interessanter Gute-Laune-Film des Regisseurs Mike Leigh, der sonst für seine tristen Dramen bekannt ist

Schon das Filmplakat irritiert: eine sympathische junge Frau, die unbeschwert auf sehr buntem Hintergrund lächelt, neben dem gute Laune suggerierenden Titel „Happy-Go-Lucky“, der mit dieser roten Kirsche daneben auch noch wie ein Lollypop aussieht. Irritieren tut das alles, wenn man den Namen des Regisseurs liest: Es ist kein Anderer als Mike Leigh, der für dieses bunte Gute-Laune-Stück verantwortlich ist. Der britische Regisseur ist für seine äußerst tristen und trostlosen Dramen bekannt. 1971 drehte Leigh seinen ersten Film. Er trug den für das gesamte Schaffen des Regisseurs programmatischen Namen „Bleak Moments - Freudlose Augenblicke“. Bis zu seinem für drei Oscars nominierten düsteren Drama „Vera Drake“ im Jahr 2004 schien sich an Leighs Vorliebe für schwer verdauliche Tristessen wenig geändert zu haben. Aus diesem Grund schlägt seine neueste Arbeit „Happy-Go-Lucky“ wie eine Bombe ein.

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Kung Fu Panda

Kung Fu Panda

Liebevoll gestalteter Animationsfilm mit Martial-Arts-Szenen und viel Action

Martial Arts im Animationsfilm? Warum nicht? Genau das ist das Neue, was „Kung Fu Panda“ bietet. Niedliche gemalte Tierchen bewegen sich zum Teil wie Uma Thurman in Tatantinos „Kill Bill“ oder wie Keanu Reeves in „Matrix“. Ein animierter Kampffilm mit einer Menge Situationskomik, purer Action und Spannung: „Kung Fu Panda“ ist ein wilder, unterhaltsamer Mix aus alldem. Die liebevoll entworfenen Figuren, atemberaubenden Landschaftsbilder und die aufwendige Gestaltung der Kampfszenen machen den Animationsfilm über den sympathischen, äußerst schwerfälligen Panda, der zum schlagkräftigen Kung-Fu-Kämpfer werden soll, zu einem visuellen Highlight.

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Hancock

Hancock

Kurzweilige, aber banale Parodie auf Superhelden-Klischees mit Will Smith in der Titelrolle

Will Smith ist der ultimative Endzeit-Held. In Roland Emmerichs Kassenschlager „Independence Day“ von 1996 rettete er die Welt vor Außerirdischen, ein Jahr später kämpfte er in der Action-Komödie „Men in Black“ erneut gegen Ekel erregende Aliens, und letztens setzte er sich als letzter Überlebender in „I am Legend“ für die Wiederauferstehung der menschlichen Rasse ein. Nun ist er „Hancock“: ein gefallener (Comic-)Held, der keine Lust mehr hat, Superman zu spielen. Er hat Alkoholprobleme, wohnt in einem Wohnwagen und ist permanent schlecht drauf. Die Idee, das ewige Comic-Klischee des großen Helden zu durchbrechen, wäre auf jeden Fall besser gelungen, würde sich Hancock nicht im Endeffekt doch auf die wahren Werte besinnen und dadurch für solch ein banales Finale der Geschichte sorgen.

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Water Lilies

Water Lilies

Frischer und origineller Jugendfilm über das sexuelle Erwachen dreier Mädchen aus Paris

Die Probleme Heranwachsender boten den Stoff für viele Jugenddramen. Im französischen Film „Water Lilies“ geht es einmal mehr darum, wie Jugendliche mit dem plötzlichen Erwachen ihrer Sexualität und der Suche nach sich selbst, nach etwas Eigenem, umgehen. Das Filmdebüt der nur 28-jährigen französischen Regisseurin Céline Sciamma verführt mit seiner Frische, seinem großartigen atmosphärischen Erzählstil und der klischeelosen Darstellung der Figuren. Die absolut treffsichere Besetzung trägt ebenfalls dazu bei, dass das Jugenddrama „Water Lilies“ eine seriöse und sehr überzeugende Auseinandersetzung mit dem schwierigen Thema Erwachsenwerden bietet.

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