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Filmstarts - Neu im Kino
Halloween

Halloween

Potenzierte Gewalt, die Fragen aufwirft

Was braucht es für einen vollblütigen Horrorfilm? Große, blitzende Messer, lautes Geschrei, verzweifelt auf allen Vieren fliehende Opfer und vor Schrecken weit aufgerissene Augen? Rob Zombie reicht das bekanntlich nicht. Bei ihm muss das Blut wenn nicht in Sturzbächen, dann doch zumindest dickflüssig über die Leinwand wabern, die Gejagten müssen nicht nur kriechen, sondern dies auch noch nackt, und jene in verzweifelter Todesahnung geweiteten Pupillen mitsamt Augapfel wollen gerne auch einmal eigenhändig vom Bösewicht ausgedrückt werden. So gesehen in der "Halloween"-Verfilmung des Horror-Provokateurs, die nun in den deutschen Kinos anläuft.

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Der Sternwanderer

Der Sternwanderer

Konfuser Fantasyfilm, der Altbekanntes neu vermischt

Um in andere, zauberhafte Welten vordringen zu können, kommen Fantasy-Autoren zuweilen auf die verrücktesten Ideen. Man denke nur an C.S. Lewis, der die vier kindlichen Helden seiner "Chroniken von Narnia" durch einen alten Wandschrank in ein Land voller mythischer Kreaturen gleiten lässt. Oder an die unübertroffene Joanne K. Rowling, die ihren Zauberlehrling Harry Potter an Londons Bahnhof King's Cross über das für Muggel (Menschen) unsichtbare Gleis Neundreiviertel in die Hogwarts-Welt einschleust.

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Gefahr und Begierde

Gefahr und Begierde

Melancholischer Spionagethriller

"Gefahr und Begierde" - das wirkt nach "Sinn und Sinnlichkeit" wie eine drastische Steigerung. In der Tat inszenierte Regisseur Ang Lee, der 1995 auch den Roman von Jane Austen verfilmte, in seinem neuesten Werk ein Drama um Spionage und sexuelle Obsession. Mit "Gefahr und Begierde" ist es diesmal eine Kurzgeschichte der Autorin Eileen Chang, die der Kino-Midas auf der Leinwand höchst atmosphärisch zum Leben erweckt: mit asiatischen Superstars und einer ergreifenden Newcomerin in den Hauptrollen. Nach "Brokeback Mountain" und "Hulk" kehrte Oscar-Preisträger Ang Lee zu seinen Wurzeln zurück.

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Postal

Postal

Radikales B-Movie von Uwe Boll

Wer über Uwe Boll schreibt, sollte ihn mögen. Nicht nur, weil seine Filme so kontrovers sind, sondern weil er auf negative Kritik gerne mit körperlichem Entgegenkommen reagiert und Journalisten zu einem fairen Kampf Mann gegen Mann bittet. Boll schreibt Drehbücher, führt Regie, produziert und tut noch so einige andere Dinge im internationalen Entertainment-Business. Vorzugsweise verfremdet er Videospiele für die Leinwand, und weil ihm diesbezüglich immer wieder seine Qualität als Filmemacher abgesprochen wurde, zeigte er diesmal seine Produktion vorab nur ganz wenigen. Dabei muss er "Postal" nicht verstecken, die bitterböse Satire liegt nicht mehr wirklich in der Tradition von Ed Wood und hat sogar ob ihrer politischen Konsenskritik Chance auf ein größeres Publikum.

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Trade

Trade

Harter Thriller über Zwangsprostitution

Um den deutschen, genauer gesagt den bayerischen Filmemachernachwuchs steht's nicht schlecht. Siehe Marcus H. Rosenmüller ("Beste Zeit"), Hans Steinbichler ("Winterreise") und natürlich Marco Kreuzpaintner, der mit seiner einfühlsamen Coming-of-Age-Studie "Sommersturm" 2004 internationales Aufsehen erregte - und die wohl auch Roland Emmerich gut gefiel. Der, längst in Hollywood zu Hause, firmiert nämlich beim US-Debüt des 1977 geborenen Rosenheimers als Produzent und warf sich bei der aufwendigen PR-Tournee für "Trade - Willkommen in Amerika" mächtig ins Zeug. So ist jetzt der seltene Fall eingetreten, dass diese Woche gleich zwei amerikanische Erstlinge deutscher Hoffnungsträger - der zweite ist Oliver Hirschbiegels "Invasion" - in den heimischen Kinos anlaufen.

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