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Filmstarts - Neu im Kino
Lady Vengeance

Lady Vengeance

Harter Rachethriller aus Südkorea

Das Ende ist elegant: Park Chan-wook beschließt mit "Lady Vengeance" (2005) seine Rachetrilogie. Der südkoreanische Regisseur zeigte erneut eine andere Facette seines Lieblingsthemas. Nach dem expliziten "Sympathy For Mr. Vengeance" (2002) und dem kafkaesken "Oldboy" (2003) stellt er nun eine Frau in den Mittelpunkt seines optisch ausgefeilten Dramas und lässt sie mit sanfter Anmut Rache an ihrem Peiniger nehmen. Starke Nerven und eine gesunde Unempfindlichkeit gegen Schmerzen sind trotzdem empfehlenswert, wenn man sich den stilvoll gefilmten Rachefeldzug ansehen will.

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Vitus

Vitus

Schöner Film über ein Klavier-Wunderkind, das lieber fliegen will

Einer wie Mozart soll er werden. Ein Klaviervirtuose, der alle Zuhörer verzaubert. Vitus' Mutter (Julika Jenkins) will aus ihrem Sprössling, einem begnadeten Jung-Pianisten, ein Wunderkind machen. Der aufmüpfige, hochintelligente Vitus (als Sechsjähriger: Fabrizio Borsani, als Zwölfjähriger: Teo Gheorghiu) aber denkt gar nicht daran. Er wünscht sich eine normale Kindheit. Mit fast 200.000 Besuchern wurde die Coming-of-Age-Geschichte "Vitus" ein kleiner Sensationserfolg in der Schweiz. Nun kommt das eigenwillige Drama von Fredi M. Murer - der Schweizer Vorschlag für die Oscar-Nominierung 2007 als bester nicht-englischsprachiger Film - auch hierzulande in die Kinos.

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Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler

Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler

Mal witzig, meist banal: Hitler-Satire mit Helge Schneider

Man sollte keine Zeit mit der Frage verschwenden, ob man diesen Film machen darf. Natürlich darf man das. Über 60 Jahre nach dem Ende des Dritten Reichs ist gegen eine Komödie zu diesem Thema grundsätzlich nichts einzuwenden, sofern sie sich Banalem verweigert und nicht nur auf einfachen Slapstick setzt. Dem Film mit dem spröden Titel "Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler" ist in dieser Hinsicht ohnehin nichts vorzuwerfen. Also: Natürlich darf man diese Komödie machen. Nur: Muss man es auch?

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Das Spiel der Macht

Das Spiel der Macht

Unausgegorener Polit-Thriller

Drei Oscars, darunter auch den als Bester Film, gewann 1949 "Der Mann, der herrschen wollte", Robert Rossens Adaption von Robert Penn Warrens mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Tatsachenroman "All the King's Men". Als bester Hauptdarsteller reüssierte damals Broderick Crawford, und auch für Sean Penn, der in der Neuverfilmung den (Anti-)Helden "Boss" Willie Stark spielt, stehen die Chancen für einen zweiten Goldjungen (nach "Mystic River") nicht schlecht. Sollte die bekannt konservative Academy "Das Spiel der Macht" nicht "zufällig" links liegen lassen, sind doch Parallelen zur heutigen US-Politik - siehe Vetternwirtschaft, die Verteufelung Andersdenkender oder schamloses Lügen - nicht zu übersehen. Andererseits zeichnet Steven Zaillian, preisgekrönter Autor von "Schindlers Liste", für Buch und Regie verantwortlich, was wiederum für eine Berücksichtigung spricht - genauso wie das schillernde All-Star-Ensemble, dem unter anderem Jude Law, Kate Winslet, Sir Anthony Hopkins, Mark Ruffalo und Patricia Clarkson angehören.

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Princesas

Princesas

Starkes Hurendrama

Fernando León de Aranoa ist ein bewundernswerter Mann. Der Regisseur schafft es immer wieder, dem tristen spanischen Alltag mit all seinen modernen Problemen, mit den real existierenden Sorgen und Nöten, mit der Perspektivlosigkeit und den aussichtslosen Kämpfen gegen das soziale Elend ein Fünkchen Hoffnung zu entlocken. Ein Fünkchen, dass schon den entlassenen Werftarbeitern in "Montags in der Sonne" (2002) der Arbeitslosigkeit zum Trotz ein Lächeln auf die eigentlich wütenden Gesichter zauberte. Nun sind es "Princesas", Prinzessinnen, denen der Spanier einen melancholischen Optimismus gönnt, der jedes Herz erwärmt.

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