"Ich überlege nicht, wie etwas, das ich tue, wirken könnte."
Das, was man in den letzten Tagen über Sido so lesen konnte, war vielleicht schon recht bezeichnend: Der Mann, der früher gerne im Ordner Gangsterrapper abgeheftet wurde, stand vor Gericht - wegen eines ganz normalen Nachbarschaftsstreits. Es ging darum, dass Sido dort parkte, wo er parken durfte und irgendjemanden das nicht passte (sagt Sido ). Und dann kam's zum Showdown in einem Café, in dessen Verlauf unter anderem Kieselsteine flogen (sagt Sido ). Er musste ein bisschen was zahlen und ist als Konsequenz erst mal umgezogen. In eine ruhige Wohngegend, gehobene Familienlage, vermutlich mit Garage. Sido wird erwachsen - zumindest ein bisschen.
Nach dem Best-Of "Smashes and Trashes" soll nun bald ein neues Album folgen
Skin hat einen ziemlich großen Mund. Wenn sie lacht, nimmt dieses Lachen ihr ganzes Gesicht ein, unübersehbar - und unüberhörbar. Skin lacht viel. Die Sängerin der Band Skunk Anansie, die mit bürgerlichem Namen Deborah Dyer heißt, hat auch jeden Grund dazu: Skunk Anansie haben sich wieder zusammengefunden. In den 90er-Jahren hatten Skin, Ace, Cass und Mark Richardson dank ihres harten, ungewöhnlichen Sounds, ihrer kahlrasierten Frontfrau und einiger kritischer Texte ordentlich Furore gemacht, sich aber 2001 fast von einem Tag auf den anderen aufgelöst. Jetzt kehren sie zurück - zunächst einmal mit der Best-Of-Platte "Smashes and Trashes", ein weiteres Album soll bald folgen.
...Und immer noch dabei: Bon Jovi und ihr neues Album "The Circle"
Sie werden ihren ersten Song beim Mauerfall-Jubiläum am 09. November in Berlin spielen
Bon Jovi werden geliebt, gehasst, belächelt und vergöttert. Müsste man sich auf ein Wort beschränken, um die Band zu beschreiben, dann wäre es wohl schlicht: groß. "The Circle" nennt sich ihr neues Studioalbum, das elfte in ihrer Karriere ist es. Ins große Rund blicken sie auf ihren Tourneen, in volle Arenen und Stadien. Und sie machen den Eindruck, als ob es für sie rund laufen würde.
Da muss doch noch eine kleine Lücke sein zwischen Gabriela Cilmi, Melanie Fiona und Taylor Swift. Platz für ein weiteres junges, stimmgewaltiges Talent. Ein Mädchen namens Pixie Lott, das in England bereits mit beiden Singles auf Platz eins landete, das jetzt sein Debüt "Turn It Up" herausbringt und bis Januar noch 18 Jahre alt ist. Auch im Gespräch wirkt sie keinen Tag älter.
Mit erst 22 Jahren ist Joss Stone aus dem englischen Devon beinahe schon eine Soul-Legende. Mit R'n'B- und Soul-Musik aufgewachsen, begann sie ihre Karriere mit 16 Jahren. Nach der Veröffentlichung des Debüts "The Soul Sessions" wurde sie oft in den Rang einer Aretha Franklin oder Janis Joplin erhoben. Acht Millionen verkaufte Platten und vier Grammy-Nominierungen später hat sie nicht mehr nur eine großartige Stimme, sondern ist auch eine erfahrene Künstlerin geworden, die so ihre Schlüsse aus dem harten Showgeschäft gezogen hat. Ihr viertes Studioalbum "Colour Me Free" präsentiert Stone derweil als gereifte und souveräne Sängerin und Songwriterin, die aber höchstens altmodisch und nicht erwachsen klingen will.