Ob er sich von seinem vermutlich recht komfortablem Salär schon etwas gekauft habe? Ian Peres, Neu-Bassist und Keyboarder der australischen Wolfmother, denkt nach. "Nein, eigentlich nicht. Man bekommt ja alles bezahlt." Er schaut auf seine Hose, lässt den Blick zu Shirt und Jacket wandern. "Das habe ich alles behalten dürfen. Einfach so!" Dass Andrew Stockdale sich an jenem Nachmittag vorm Konzert in der Berliner Columbia Halle gegen Interviews entschieden hat - er muss, so munkelt man, die Stimme schonen - und die harte Arbeit dem etwas ahnungslosen Youngster von der australischen Goldküste überließ, geht schon in Ordnung. Peres kann einem zwar über Wolfmother nicht sehr viel erzählen. Fragt man ihn nach den Songs, nach dem Entstehungsprozess, ist er eher ratlos. Aber er gibt hübsche Einblicke in dieses Jugendtraum-Ding: Vom Nobody zum Superstar - denn zumindest in Australien sind Wolfmother ganz oben. Jetzt veröffentlicht die Band mit "Cosmic Egg" ihr zweites Album.
"Mein Verlobungsring hat sein Haltbarkeitsdatum schon längst überschritten."
Die Frau ist ein Erfolgsmodell. Shakira hat etwa 50 Millionen Alben weltweit verkauft, mit ihrer letzten Tour nahm sie rund 100 Millionen US-Dollar ein, und auch die Zukunft sieht rosig aus: Ihre Single "She Wolf", die erste Auskopplung aus ihrem gleichnamigen neuen Album, wurde von der US-Kritik ziemlich wohlwollend empfangen; in Deutschland stieg sie auf Platz zwei in die Charts ein. Und das alles nur dank eines gekonnten Hüftschwungs? Schwer zu glauben.
Xavier Naidoo erklärt sein Dreifachalbum "Alles kann besser werden"
"Es ist in zwei helle und eine dunkle Seite aufgeteilt."
Xavier Naidoo ist in Plauderlaune. Er steht vor dem eigens gemieteten Bus, in dem er gleich sein neues Dreifachalbum "Alles kann besser werden" präsentieren wird. Und erklärt den angereisten Journalisten, dass er, der passionierte Autofahrer, selbst nur noch mit vergleichsweise langsamen "Oldtimern und Wohnmobilen" unterwegs wäre. Schließlich sei er einmal knapp davor gewesen, wegen diverser Geschwindigkeitsüberschreitungen den Führerschein zu verlieren. Auch später, während einer über zweistündigen Busfahrt, in der Naidoo sein neues Epos vorstellt und Fragen beantwortet, wird man das Gefühl nicht los, dass der 38-Jährige darauf bedacht ist, nicht mehr ganz so kontrovers zu wirken. Denn seine Gläubigkeit und die offenen Worte zu Politik und Gesellschaft schätzt schließlich nicht jeder. Und so plaudert er aus dem Nähkästchen, spricht viel über Entstehungsprozesse seiner Musik und zeigt eine überraschende Liebe zu Kindern und deren naiver Kraft.
Nelly Furtado über ihre zweijährige Pause vor "Mi Plan"
"Ich hatte danach das Gefühl, von vorn anzufangen, und ich mochte das."
"Ich finde es großartig, dass es sich auch einfach nur um die Musik drehen kann, ihren Rhythmus, ihre Melodien", lobt Nelly Furtado die Loyalität ihrer deutschen Fans. Denn die haben fleißig ihre aktuelle Single gekauft, obwohl sie vom Text diesmal noch weniger verstehen dürften als sonst: Wie ihr komplettes Album "Mi Plan" wurde auch "Manos Al Aire" von der 30-Jährigen in Spanisch abgefasst. Aber: "Musik ist so viel mehr als die Interpretation von Texten" stellt die Kanadierin zusammenfassend fest. Und das, obwohl die Suche nach den richtigen Worten für sie wohl noch nie so aufwendig war.
Gabriele Susanne Kerner aus Hagen, das ist unsere Nena. Das Fräuleinwunder, seit 1982 und ihrem ersten Hit "Nur geträumt" der Deutschen liebstes Energiebündel, das nie stillsitzen kann. Schon Udo Lindenberg nannte sie während seiner Romanze mir ihr zärtlich "Hannelore von Hüpf". 1984 gelang Nena und ihrer Band mit "99 Luftballons" der weltweite Durchbruch. Und das mit unrasierten Achselhaaren und in gestreiften Hosen! Tja, die Achtziger eben. Aber Nena ist eben kein reines Phänomen der Vergangenheit, was ihre Präsenz in den Charts und ihre anhaltende Jugendlichkeit beweisen.