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Lord of War

Lord of War

Nicolas Cage spielt als skrupelloser Waffenschieber Katz und Maus mit Interpol

Nach dem vertrackten Sci-Fi-Ausflug "Gattaca" und der Mediensatire "Simone" folgte die dritte, nach eigenem Drehbuch umgesetzte Regiearbeit von Andrew Niccol: "Lord of War - Händler des Todes" (2005). Furios geht's los, Erinnerungen an "Three Kings" werden wach. Im Vorspann wird die Herstellung einer Kugel gezeigt, die, nachdem sie die Fabrik verlassen hat, in einem Gewehrlauf landet, abgeschossen wird und im Kopf eines afrikanischen Kindsoldaten explodiert. Dass sich Hollywood nicht zu einer Finanzierung des bitterbösen Films hinreißen ließ, ist nicht erstaunlich. Erstaunlich hingegen ist, dass es trotzdem ein Budget gab, mit dem Niccol arbeiten konnte. Der Regisseur war selbst überrascht, wie er im Audiokommentar der gut ausgestatteten DVD zu Protokoll gab.

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Last Goodybye

Last Goodybye

Vertracktes Schicksalsdrama nach dem Vorbild von "L.A. Crash"

Ihr seid alle Sklaven", brüllt Roland Lilack (Chris Rydell) seinen Chef und die umstehenden Kollegen an. Er kann die Gleichgültigkeit seiner Mitmenschen nicht ertragen. Während er nach dem Sinn des Lebens sucht, scheinen alle anderen wie Marionetten im Alltag zu funktionieren. In einer ähnlichen Krise befindet sich Schauspielerin Agnes (Clementine Ford), die sich frisch von ihrem Rockerfreund Peter (Liam O'Neill) getrennt hat. In "Last Goodbye" (2004) muss viel passieren, bis sich die beiden geschundenen Seelen treffen. Der Episodenfilm ist das Erstlingswerk des 29-jährigen Regisseurs Jacob Gentry. Dem deutschen Kinopublikum wurde das Werk vorenthalten, aber nun ist die DVD erhältlich.

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München

München

Steven Spielbergs atemloser Balanceakt zwischen Mördern und Menschen

Der große Mann des Hollywood-Kinos ist keiner, der sich festlegt. Eine Entscheidung zwischen Anspruch und Popcorn hat er nie getroffen. Oft spürt Steven Spielberg den Geschmack der Massen auf, doch immer wieder hat er auch ein Anliegen. Mit "Schindlers Liste" brachte er die Menschen zum Weinen. In seinem mit gemischten Kritiken aufgenommenen Film "München" (2005) bringt er sie dazu, Fragen zu stellen und Feststehendes in Frage zu stellen. Das zweieinhalbstündige Drama, das gut 900.000 Zuschauer in den deutschen Kinos sahen, erscheint nun auf DVD.

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Medea

Medea

Maria Callas in einem sehenswerten Epos mit farbgewaltigen Bildern

Wenn es einen Film gibt, der Pier Paolo Pasolini überlebte, dann zweifellos sein Meisterwerk "Das 1. Evangelium - Matthäus" von 1964. Pasolini hatte darin Jesus als einen dieseitigen Menschen geschildert, angeblich ohne Drehbuch, nur mit der Bibel in der Hand. Sein mitreißendes Schwarzweiß-Poem ist bis heute neu geblieben wie am ersten Tag. Wer nun das leuchtende Farb-Epos "Medea" (1969) sieht, wird entdecken, dass es Pasolini auch in diesem, fünf Jahre später gedrehten Film, um die Entdeckung eines Mythos ging - und wieder um die Liebe. Man könnte sagen, Pasolini habe sie geradezu in der Gestalt des Lichts symbolisiert und visualisiert.

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Sex in Brno

Sex in Brno

Liebevolle Komödie aus Tschechien über den Versuch zweier Menchen, sich gegenseitig die Unschuld zu nehmen

Der Standa und die Olinka sind etwas langsam im Kopf. Aber das macht nichts, denn worauf es ankommt im Leben, ist sowieso das Herz. Also setzt sich der junge Mann in einen Überlandbus und fährt zu seiner Geliebten. Beide haben nur ein Ziel: Heute Nacht wollen sie die körperliche Unschuld verlieren. Doch mit dem "Sex in Brno" (2003) ist das keine so einfache Sache, wie der tschechische Regisseur Vladimir Morávek in seinem äußerst sympathischen Spielfilmdebüt zeigt. Die schwarz-weiße Lakonie, in der sich unter dem verschmitzten Humor auch ein klein wenig Tragik versteckt hat, wurde im Kino weit unter Wert verkauft und ist jetzt ein echter Geheimtipp auf DVD.

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