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Fernsehprogramm

Ein

Ein "Motel" wird zur Horror-Bühne

Außergewöhnlicher Psycho-Horrorfilm

Eine Autopanne nachts im Nirgendwo, ein leeres Haus und seltsame Gestalten, die ihre Hilfe anbieten - jeder halbwegs erfahrene Kinogänger ist bei dieser Konstellation vorgewarnt. Nur die Menschen auf der Leinwand erkennen die Gefahr meist erst, wenn bereits jemand abgeschlachtet wurde. Keine Sorge, der US-Thriller "Motel" (2007), der am ersten Weihnachtstag als Free-TV-Premiere bei ProSieben für eine gar nicht stille Nacht sorgt, ist dann doch ein wenig anders. Allerdings wollten ihn hierzulande nur knapp 100.000 Kinogänger sehen.

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"Harry Potter und die Kammer des Schreckens"

Teil 2 der Kinderfilm-Reihe

Wie ein stolzer Vater beobachte er noch immer seine drei jungen "Harry Potter"-Stars, verriet Chris Columbus, Regisseur der beiden ersten Teile der Reihe, unlängst der "Los Angeles Times". Daniel Radcliffe, Emma Watson und Rupert Grint hätten sich zu tollen Schauspielern entwickelt. Als er 2001 "Harry Potter und der Stein der Weisen" mit ihnen drehte, waren sie zwischen 11 und 13 Jahre alt und völlig unerfahren vor der Kamera. "Sie kamen kaum über die erste Textzeile hinaus, ohne entweder in die Kamera zu schauen, in Lachen auszubrechen oder die Beleuchtung anzusehen." Doch bereits bei der Fortsetzung "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" (2002), die das Erste nun als Familienprogramm zu Weihnachten wiederholt, begann die Produktion damit, Radcliffe zum Mädchenschwarm aufzubauen. Ein Trend, der sich bis zum heutigen Tag fortsetzt und von Film zu Film an Bedeutung gewinnt.

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Back-to-nature-Kitsch:

Back-to-nature-Kitsch: "Der Pferdeflüsterer"

Robert Redfords schlechtester Film

Scarlett Johansson begeistert seit ihrem Independent-Welterfolg "Lost in Translation" (2003) nicht nur die Kinofans, sondern wickelt mit ihrem natürlichen Charme regelmäßig auch ihre Regisseure um den Finger. Altmeister Woody Allen hat ihr mit "Match Point" (GB 2005), "Scoop - Der Knüller" (2006) und "Vicky Cristina Barcelona" (2008) bereits drei Filme auf die atemberaubenden Rundungen geschrieben. In einer ihrer ersten großen Rollen schon zog die New Yorkerin, die zuletzt auch Achtungserfolge als Sängerin verbuchen konnte, alle Blicke auf sich: In der Bestseller-Verfilmung "Der Pferdeflüsterer" (1998) spielte sie ein junges Mädchen, das nach dem Verlust eines Beines neue Hoffnung schöpft. Demnächst riskiert Johansson - rein fiktional, versteht sich - sogar Kopf und Kragen: Regisseur Phillip Noyce setzt sie als "Mary Queen of Scots" in Szene. Die lebenslustige Regentin, bekannt auch aus dem Schiller-Drama, landet bekanntlich auf dem Schafott.

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Christina Ricci ist

Christina Ricci ist "Verflucht"

Banaler Horrorfilm von Wes Craven

Die Lobby der Werwölfe wächst stetig. Zuerst präsentierte J.K. Rowling mit Professor Lupin in "Harry Potter" ein äußerst handzahmes Exemplar. Stephenie Meyer legte mit der "Twilight"-Saga nach ("New Moon" läuft derzeit im Kino). Ihr heulender Gestaltwandler Jacob mutierte gar zum Teenie-Schwarm. Bei "Scream"-Regisseur Wes Craven ("Nightmare") fielen die Tierchen etwas weniger putzig aus. Er versuchte sich 2005 an der Legende vom Wolf im Manne, der bei Vollmond seine haarigen Seiten entdeckt. Mit dem wenig besinnlichen Werk "Verflucht", das ProSieben nun an Heiligabend wiederholt, schuf der Horror-Meister allerdings nur einen halbherzigen Genre-Mix, der weder komisch noch grausig ist.

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Coole Charles-Dickens-Adaption:

Coole Charles-Dickens-Adaption: "Die Geister, die ich rief ..."

Über Bill Murray kann man hier viel lachen

Natürlich gibt es immer gute Gründe, den Flimmerkasten abends mal auszulassen. An Heiligabend allemal. Wer aber selbst zum Fest der Liebe partout nicht auf die Primetime-Unterhaltung verzichten mag, hat auch dieses Jahr eher die Qual als die Wahl: besinnliche Volkstümelei im ZDF ("Weihnachten mit Marianne und Michael"), aufgewärmte Katastrophenunterhaltung bei RTL ("Die Jahrhundertlawine") oder lieber eine verträgliche Dosis Misanthropie? Wobei: Im Vergleich der "Weihnachts-Ekel" (ARD) zieht Fritz Wepper im Ersten dann doch klar den Kürzeren: Bill Murrays Meisterleistung in "Die Geister, die ich rief ..." (1988) ist umwerfend komisch, hoch moralisch, politisch korrekt und absolut familientauglich. Bei SAT.1 grüßt die wunderbare Charles-Dickens-Adaption von Action-Regisseur Richard Donner ("Lethal Weapon") zur Adventszeit so regelmäßig wie einst Murrays berühmtes Murmeltier.

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