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Ran an die Braut

Ran an die Braut

Kirsten Dunst in einer schrägen Teenie-Komödie

Frauen können so grausam sein: Als College-Boy vom weiblichen Geschlecht bitter enttäuscht, beschloss Autor R. Lee Fleming Jr. ("Eine wie keine") anno 2000, seinen Liebeskummer von einst zumindest in ein Drehbuch zu verwandeln und der Sache ein Happy End zu verleihen - was ihm damals verwehrt blieb. Das Ergebnis ist die Teenie-Komödie "Ran an die Braut" - ein reichlich schräger Mix aus Trickfilm- und Märchenelementen, Sprechblasen und Musical-Szenen im MTV-Style. vox zeigt den Film nun als Wiederholung.

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So weit die Füße tragen

So weit die Füße tragen

Sehr echt wirkendes, manchmal zwar arg pathetisches, aber insgesamt sehenswertes Heimkehrer-Drama

Es war ein teures Wagnis: Ein aufrechter deutscher Held, der sich gegen teuflisch böse Russen durchsetzt - und das auch noch vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs, im Stile des ganz großen Hollywood-Gefühlskinos umgesetzt. Ängstlichkeit und Opportunismus durfte man Regisseur Hardy Martins wahrlich nicht vorwerfen, als er im Dezember 2001 "So weit die Füße tragen" in die Kinos brachte. Wohl aber konnte er sich von vorneherein auf Vorhalte gefasst machen, längst ad acta gelegte Feindbilder neu belebt und einen schweren, ja für die Wohlstandskinder-Generation wohl unbehaglich authentischen Stoff mit allerlei Tränendrüsen-Pathos beladen zu haben. Und tatsächlich hagelte es reichlich Presse-Schelte für den allerdings überaus ambitionierten, unglaublich intensiv inszenierten Film, der auch in der gekürzten Fernsehfassung sehenswert ist.

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Hannibal

Hannibal

Ridley Scott setzt die Hannibal-Lecter-Story mit einem originellen, am Ende brutalen Killer-Thriller fort

Ridley Scott hätte durchaus einen großen Fehler machen können. Schließlich gehört "Das Schweigen der Lämmer" zu den erfolgreichsten Filmen der 90er-Jahre. Doch der Regisseur erlag nicht der Verführung, mit der Fortsetzung dem Original nahe zu kommen. Er schuf zehn Jahre später mit "Hannibal" (2001) einen eigenständigen Film, der sich in Erzählweise, Bildsprache und Ästhetik wesentlich von seinem Vorgänger unterscheidet. Während gerade der vierte Teil der Lecter-Reihe, "Hannibal Rising - Wie alles begann" (Regie: Peter Webber, "Das Mädchen mit dem Perlenohrring"), im Kino erklärt, warum Hannibal zum Monster wurde, wiederholt RTL die erste Fortsetzung das abgründigen Psycho-Duells zwischen Lecter und der FBI-Agentin Clarice Starling.

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Mulholland Drive

Mulholland Drive

Wirres Mystery-Drama, das den Zuschauer ständig rätseln lässt, wer was warum tut

Mit David Lynch ging's zurück auf den Highway der Albträume: Nach dem heiteren Roadmovie "Straight Story" ließ der Kultregisseur wieder seine bizarren Filmwelten aufleben. Bei "Mulholland Drive" (2001) führte das Unterbewusstsein Regie, und die Logik sollte in der realen Welt vor dem Kino zurückbleiben. Über das Glücksversprechen, die Machtverstrickungen, das gnadenlose Starsystem der Traumfabrik Hollywood, schrieben viele kluge Leute - Lynch verließ jedoch die rationale Ebene und bezog auf raffinierte Weise den Zuschauer mit ein. Das ZDF zeigt nun den Film, für den der Regisseur unter anderem bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet wurde.

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The Others

The Others

Spuk-Spektakel mit Nicole Kidman in einem ihrer besten Filme

"Keine Hinweise auf den überraschenden Schluss", bat der Verleih zum Kinostart - zu Recht. "The Others" (2001), nun als Wiederholung bei Sat.1 zu sehen, gehört zu jenen Filmen, bei denen es anders kommt, als man denkt. Trotz dieser Vorwarnung und der in die Geschichte eingestreuten Indizien triumphiert das Multitalent Alejandro Amenábar am Ende über jeden noch so gewitzten Zuschauer. Das brachte ihm sogar den Ruf ein, ein zweiter M. Night Shyamalan ("Das Mädchen aus dem Wasser") zu sein. Nur: Amenábar ist besser.

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