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In "Mein bester Freund" ist D. Auteuil sozialer Analphabet

Herrlich rührend, doch nie pathetisch

Selbst in der Kirche nach einem Trauergottesdienst denkt François nur ans Geschäft: "Das Leben geht weiter", sagt er der trauernden Witwe und erkundigt sich sogleich, ob man bei einer wertvollen Kommode aus dem Besitz der Familie nicht ins Geschäft kommen könnte. Klar, dass Regisseur Patrice Leconte diesen Antiquitätenhändler nicht ungeschoren davon kommen lässt. In der Komödie "Mein bester Freund" schickt er Daniel Auteuil auf einen originellen Selbstfindungstrip, der so herzlich und charmant ist, dass das Pathos keine Chance hat. Das Erste hat sich die Erstausstrahlung dieser französischen Kinoperle aus dem Jahr 2006 für den Ehrentag des Hauptdarstellers aufbewahrt. Daniel Auteuil feiert am 24. Januar, dem Tag der Ausstrahlung, seinen 60. Geburtstag.

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Kevin Bacon ist der

Kevin Bacon ist der "Hollow Man"

Horror-Action-Drama von Paul Verhoeven

War da nicht eben was? Oder war es nur ein Luftzug? Niemand ist im Raum! - Sicher? - Die Wissenschaftlerin Linda McKay (Elisabeth Shue) hat keine ruhige Minute mehr, denn ihr Chef und Ex-Freund Sebastian Caine (Kevin Bacon) ist der "Hollow Man" (2000) - und damit nicht nur für Linda eine unsichtbare Gefahr. Bei seinem Horror-Action-Mix, den ProSieben nun wiederholt, entpuppt sich Regisseur Paul Verhoeven einmal mehr als Voyeur, der es liebt, die Menschen bis auf den Grund ihrer Seele zu entblättern. Und das nicht nur verbal.

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Gut gemachter Hollywood-Kitsch:

Gut gemachter Hollywood-Kitsch: "Forrest Gump"

Der Film gewann ganze 6 Oscars

Tom Hanks gehört zu jenen Darstellern, die sich bei ihren Arbeiten gerne auf alte Bekannte verlassen. Die gute Zusammenarbeit macht sich bezahlt. Aktuellstes Beispiel: Ron Howard. Mit ihm drehte Hanks 1995 den Kassenschlager "Apollo 13", "The Da Vinci Code - Sakrileg" (2006) und 2009 dessen Fortsetzung "Illuminati". Auch mit Erfolgsregisseur Steven Spielberg arbeitete Hanks mehrfach. Und nicht zuletzt verbindet ihn mit Robert Zemeckis eine langjährige Freundschaft. Man hat einander viel zu verdanken, zuvorderst die Oscars, die beide für ihre Arbeit an "Forrest Gump" (1994) - nun mal wieder bei SAT.1 zu sehen - erhielten. Es folgten "Cast Away" (2000) und "Der Polarexpress" (2004).

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Perfekte Optik und viel Kitsch: Michael Bays

Perfekte Optik und viel Kitsch: Michael Bays "Pearl Harbor"

Josh Hartnett und Ben Affleck kämpfen um Kate Beckinsale

Im Waffenlärm schweigen bekanntlich die Gesetze. Aber die Töne der Liebe klingen lauter als je zuvor. Zumindest wollte das "Pearl Harbor" (2001) so. Völlig egal, welche dreistellige Millionensumme dieser Film letztlich gekostet hat - er erzählt zunächst nichts anderes als eine simple Dreiecksgeschichte, wie es sie so schon unzählige Male im Kino gegeben hat. Einzig der Rahmen hebt sich von üblichen Liebesschmonzetten ab. In seinen rund dreistündigen Film, den vox nun wiederholt, packte Regisseur Michael Bay ("Transformers") große Gefühle, jede Menge Action und beinahe unerträgliches Pathos.

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"Du und Ich": überzuckerter Gute-Laune-Film

Amouröse Turbulenzen auf Französisch

Am Anfang war eine Fotografie. Fasziniert von einem Ausstellungsstück des Fotokünstlers William Eggleston, das zwei Schwestern auf einem Sofa zeigt, begann Julie Lopes Curval, eine Geschichte um die Schönheiten zu fantasieren - das gibt zumindest die Regisseurin der ARTE-Erstausstrahlung "Du & Ich" (2006) selbst zu Protokoll. Die Sache mit der Fotografie ließ sie dabei nicht los, inszenierte Curval ihren kitschig überhöhten Romantikkunstfilm doch über Strecken mit den Mitteln eines stilisierten Fotoromans. Der mit der späteren Oscarpreisträgerin Marion Cotillard (2007 für "La vie en rose") und Depardieu-Tochter Julie prominent besetzte Film geriet zum herzensguten, aber auch hoffnungslos überzuckerten Feelgoodmovie. Ein wenig "Amélie"-Flair hat er schon, aber doch nicht ganz dieselbe Klasse.

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