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Neue Platten
Vaile: Red Rain

Vaile: Red Rain

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Sie verdreht den Männerm die Köpfe, ob beim Singen oder Schauspielern

Wie groß der Unterschied zwischen einem singenden Soapstar und einem schauspielernden Sänger ist, präsentiert diese Blondine eindrucksvoll: Als Jessy verdreht sie in der ARD-Vorabendserie "Marienhof" Männern den Kopf, als Vaile versorgt sie Fans mit rockigen Klängen. Auf ihrem zweiten Album "Red Rain" schlägt die 25-Jährige laute Töne an und vermengt sie mit zarten Streichinstrumenten. Sie pendelt zwischen ruhigen Balladen und krachenden Rocksongs hin- und her, singt von der Liebe zur Natur, der Wildnis und sich selbst.

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Ben Harper: Both Sides Of The Gun

Ben Harper: Both Sides Of The Gun

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Ein Album, das Spaß macht - Den meisten sogar ohne Drogen

Unter Musikkennern ist es seit langem kein Geheimnis, dass Ben Harper der bessere Lenny Kravitz ist. Beide sind talentierte und etablierte schwarze Musiker, denen das Wort "Retro" ganz groß auf der Stirn geschrieben steht. Blues, Folk, Funk, Gospel, Soul und den Rock'n'Roll der Siebziger Jahre - diese Jungs mögen die tradierte Variante der amerikanischen Musikkultur so sehr, dass sie erst gar nicht versuchen, vorzugaukeln, das Rad neu erfunden zu haben. Ben Harper jedoch bietet seit seinem Debüt 1993 meistens die beseelteren Songs und Arrangements. Und er kommt dabei sogar ohne medialen Massenflirt und sonnenbebrilltes Jet-Set-Gehabe aus. Nach dem letzten sehr schönen Album mit dem legendären Gospelchor Blind Boys Of Alabama - plus einem Live-Album mit den alten Knaben - ist der Mann aus Los Angeles nun zurück mit einem "weltlichen" Werk.

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Prince - 3121

Prince - 3121

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Prince - 3121

Schön, dass Prince, wenn man es mal ganz grob betrachtet, da weiter macht, wo er mit "Musicology" aufhörte. "3121" ist eine Platte für den Tanzboden, ein schlurfig-schwüles Funkmonster, das vielleicht kreativ nicht mehr Maßstäbe setzt, aber die alten auf allerhöchstem Niveau zementiert und gleichzeitig immer aufmerksam, immer offen gegenüber anderen Stilmitteln ist. So findet sich in dieser Platte neben Funk und Soul auch Pop, fast harter Rock und eine gar nicht zu unterschätzende Prise Latin.

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Lila Downs: La Cantina

Lila Downs: La Cantina

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Starkes Album mit viel Mexikanischem Feuer und Impulsiven Emotionen

2005 gewann sie den Latin Grammy für das beste Folk-Album, ihre Lieder kennt man aus dem mit Oscars prämierten Film "Frida", in dem Salma Hayek die Malerin Frida Kahlo spielte. Lila Downs steht für Tradition mit emotionalem Tiefgang, vermischt mexikanische Volksmusik - die übrigens durch Einsatz von Akkordeon an manchen Stellen recht alpenländisch klingt - mit Jazz, HipHop und Gospel. In ihrer mexikanischen "La Cantina" hat Lila, die als Markenzeichen zwei geflochtene Zöpfe trägt und auf Fotos statt eines Lachens lieber ernst in die Weiten der Welt blickt, eine Musik-Melange gezaubert, die so klingt, wie man mexikanische Tradition immer hören wollte. Durch ihre facettenreiche Stimme und dieser großen Portion Melancholie im Gesang ist diese CD eine Hommage an wirklich tiefe Gefühle und Heimatstolz.

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The Wood Brothers: Ways Not To Lose

The Wood Brothers: Ways Not To Lose

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Ein Album für musikalische Opfer und Täter

Seit propagiert wird, "Folk Is The New Black", seit hippe Helden wie Jack Johnson zu kerniger Gitarre alte Zeiten beschwören und sogar der iPod mit Jazz von Wynton Marsalis beworben wird, ist ursprüngliche Musik aus dem Süden oder den Hinterhöfen der USA wieder das Must der Saison. Die Generation Golf überspringend, von der Generation Z über die Generation X zu der ganz jungen Generation Echo Boomer (Jahrgang 1975 - 1991) wandernd, ist handgemachte, publikumsgetestete, analoge Musik wieder ganz da. Die Wood Brothers und ihre CD "Ways Not To Lose" sind ein Tipp für die nach echten Saiten hungernden iPods der jugendlichen Echo-Boomer, die nicht nur nach Werbevorgaben leben möchten, sondern selbst einmal als Entdecker tätig werden wollen.

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