Der alte Robbie Williams in "Reality Killed The Video Star"

Die Wiedergeburt des großen Popstars
Erst einmal: Es ist gar nicht so, dass an "Rudebox", dem vor gut drei Jahren erschienenen siebten Studioalbum von
Robbie Williams, alles schlecht war. Immerhin fanden sich mit "She's
Madonna" und "We Are The
Pet Shop Boys" zwei Songs auf der Platte, die in Zusammenarbeit mit den
Pet Shop Boys, bekanntermaßen die beste Pop-Formation der Welt, entstanden, sodass zwischen all der Flickschusterei ab und an fein aufpolierte Momente der Erhabenheit hervorblitzten. Trotzdem ist beruhigend, dass nach dem Hören von "Reality Killed The Video Star" festzustellen ist: Williams hat sich offenbar zusammengerissen. Er hat konzentriert gearbeitet, vorher mit den richtigen Leuten telefoniert und eingesehen, dass diese Sache mit der großen Geste, mit der Riesenmelodie und der Musik, die nicht wie ein Messer, sondern wie ein Kissen ist, durchaus Sinn machen kann.
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Wenig Neues auf Skunk Anansies "Smashes & Trashes"

Jetzt nur ein Best-Of, bald ein neues Album
Den Preis für die kreativste Comeback-Begründung haben
Skunk Anansie schon mal sicher. Der Grund, den Bassist Cass der BBC nannte, ist nämlich ziemlich haarig: "Mein Hund. Er sagte es mir und ich musste anschließend alle anderen überzeugen, dass ich nicht verrückt bin." Die ausstehende Erklärung, wie ihm diese Kunststück gelang, wäre wahrscheinlich interessanter als das Album, das die Briten nun zehn Jahre nach "Post Orgasmic Chill" vorlegen. Bei "Smashes & Trashes" handelt es sich um ein Best-Of-Album, auf dem wenig Neues zu finden ist.
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Im Songwriter-Himmel: Kevin Devines "Brother's Blood"

Verträumte und unprätentiöse Americana-Musik
Er ist der Prototyp für den harmlos-netten Kumpel von nebenan: Kevin Devine. Der amerikanische Songwriter gibt sich stets ein wenig schüchtern und erscheint mit seinem roten Bartflaum wie der berühmte Strich in der Landschaft. Genauso unscheinbar liebenswert ist sein mittlerweile fünftes Album "Brother's Blood" geworden.
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Ein gutes Soul-Album: Joss Stones "Colour Me Free"

Doch etwas mehr Innovation würde man sich wünschen
Was braucht man eigentlich für ein gutes Soul-Album? Klar, eine tolle Sängerin, vielleicht gute Gastmusiker, einen schicken Laden zum Aufnehmen ... Auf "Colour Me Free", der vierten Platte der jungen englischen Soul-Sensation
Joss Stone, ist das alles jedenfalls vorhanden.
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Pixie Lotts "Turn It Up" ist zu glatt gebügelt

R&B ohne Ecken und Kanten
Sie könnte das neue All American Dream Girl sein: Pixie Lott singt, schreibt, tanzt, schauspielert und sieht selbstverständlich umwerfend aus. Lange blonde Haare im Out-of-Bed-Style umrahmen die weichen Gesichtszüge der blutjungen R&B-Sängerin. Die braunen Augen können je nach Gelegenheit lasziv, streng oder abwesend dreinblicken. Das Gesicht der 18-Jährigen scheint wie für Plattencover gemacht. Nur an einer Kleinigkeit könnte es scheitern, Pixie Lott als neue US-Sensation zu verkaufen: Sie ist Britin - ihrem Pass nach zumindest. Dem Debüt "Turn It Up" ist Lotts Herkunft jedoch kaum anzuhören.
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