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Neue Platten

The Lemonheads - It's A Shame About Ray (Deluxe Edition)

The Lemonheads - It's A Shame About Ray (Deluxe Edition)

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Ehrlicher Alternative-Rock aus den Neunzigern mit Bonus-DVD

Sie stand damals tatsächlich in der Auslage des Schallplattenladens der süddeutschen Kleinstadt, zwischen Tom Petty und BAP. Nein, wirklich schön war das Cover nicht, eher anders. "So Alternative", sagte der etwas mürrische Verkäufer und ließ sich erst nach dezidiertem Nachfragen dazu bewegen, das - einzige - Exemplar aus dem Fenster zu holen und zum Anhören freizugeben. Und dann stellte der Schreiber dieser Zeilen plötzlich fest: Es gibt eine Alternative jenseits des marktdominierenden Grunge-Rocks. "It's A Shame About Ray" wurde gekauft und zeigte: Melodien sind ja gar nicht böse! Jetzt erscheint das beste Album der Lemonheads als Deluxe-Edition.

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Madonna - Hard Candy

Madonna - Hard Candy

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Überproduziert und überraschungsarm

Natürlich hat niemand von Madonna erwartet, dass sie eine Singer- / Songwriter-Platte veröffentlichen würde. Und natürlich würde niemand einen Rückschritt Richtung Mittelmaß, Richtung Mirwais-Kollaboration und "American Life" (2003) begrüßen. Trotzdem ist "Hard Candy" eine Enttäuschung. Zwar ließ sich Madonna immer schon von den Bescheidwissern des Genres produzieren. Doch nachdem Stuart Price ihr zuletzt die "Confessions On A Dancefloor" (2005) durchaus glaubwürdig, teilweise sogar herrlich hinmischte, ist "Hard Candy" ausgesprochen überraschungsarm und damit symptomatisch für Pop im Jahre 2008.

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Portishead - Third

Portishead - Third

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Vielfältiger und doch unverwechselbar: ein großartiges Comeback nach 10 Jahren Pause

Das immer etwas künstlich wirkende Wort Triphop, das wurde damals eigentlich für genau zwei Bands erfunden: Einmal für Massive Attack, deren Überhit "Teardrops" Ende des vergangenen Jahrtausends wirklich in jedem besseren Plattenregal landete. Die anderen waren Portishead. Ihr Debütalbum "Dummy" erschien 1994 - und war sicher eines der besten Alben des Jahres. Songs wie "Sour Times" oder "Glory Box" waren kleine, cineastisch anmutende Versprechen, die sich aufbauten wie Wolkentürme. Geoff Barrow und Adrian Utley schuffen sphärisch-cineastische Soundscapes, die perfekter Untergrund für die getragen-traurigen Zeilen von Beth Gibbons waren. 13 Jahre später - in der Zwischenzeit erschien ein weiteres Studio- sowie ein Live-Album - steht mit "Third" der Nachfolger in den Regalen.

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Tito & Tarantula - Back Into The Darkness

Tito & Tarantula - Back Into The Darkness

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Die gewohnt gute raue Mischung aus Rock, Mariachi, Blues und Grunge

Irgendwie glaubt man es ihm gerne, wenn Tito - ja, der mit Tarantula - singt "I'm A Monster". Und ansonsten muss man sagen: Hut ab, Tito, denn auch nach dramatischen Besetzungswechseln hat das neue Album "Back Into The Darkness" alles, was ein gutes Nummer-eins-Südstaaten-Metal-Mariachi-Blues-Rock-Grunge-Album braucht. Und noch viel viel mehr!

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The Duke Spirit - Neptune

The Duke Spirit - Neptune

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Hart und doch ungeheuer zart und melodisch: sehr spezielle Gitarrenmusik aus England

Wer sich allzu planen Zuschreibungsmustern entzieht, läuft schnell Gefahr in einer auf Trends und Strömungen fokussierten Musiköffentlichkeit durchs Wahrnehmungsraster zu rutschen. Es gibt nicht wenige gute Gründe, The Duke Spirit für eine der aufregendsten britischen Gitarrenbands der Gegenwart zu halten. Nach einer Hand voll glorioser Singles und dem Album-Debüt 2004 schickt sich das Quintett um Sängerin Liela Moss mit "Neptune" an, die verdienten Lorbeeren im zweiten Streich einzufahren.

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