Cute Lepers machen auf "Smart Accessoires" klassischen Punk

Power-Punk-Pop a la Ramones
Ihr Debütalbum "Can't Stand Modern Music" ergatterte den Preis für das beste Punk-Album bei den Independent Music Awards 2008 - einer Art "Grammy" für Indie-Rock und -Pop. Auf den Lorbeeren haben sich die Cute Lepers zum Glück nicht ausgeruht, denn ihr neuer Longplayer "Smart Accessories" legt noch einen drauf: Die Songs klingen vielschichtiger, das Tempo wird variiert und ein paar niedliche Backgroundsängerinnen sowie eine kleine Schar unaufdringlicher Bläser geben dem Album die Legitimation zur nächsten ernsthaften Entwicklungsstufe.
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"Stronger With Each Tear" ist nicht Mary J. Bliges beste Platte

Eine atemberaubende Stimme in einem Mix aus HipHop und Soul
Kleine Diamantohrringe, perfektes Make-up und eine klassisch toupierte Kurzhaarfrisur: So, wie sich Mary J. Blige im Booklet ihres neunten Studioalbums "Stronger With Each Tear" präsentiert, könnte sie glatt als First Lady durchgehen. Wären da nicht die Tattoos auf der kaffeebraunen Haut der 38-Jährigen. Sie versteckt sie nicht. Sie gehören zu ihr wie ihre Kindheit in der Bronx, ihre lang zurückliegende Drogenvergangenheit und ihre fantastische Stimme. Und sie erinnern daran, dass Mary J. Blige das wohl stabilste Bindeglied ist, das HipHop und Soul zusammenhält. Nach wie vor.
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Alicia Keys macht auf "Element Of Freedom" Pop statt Soul

Reich ausgestattet und fett produziert
Natürlich ist von der Intimität alter Tage nicht mehr viel übrig geblieben. Die Klavierläufe, die Songs wie "Falling" ausmachten und deren Verhaftung im Soul der 70er-Jahre, all das ist eigentlich schon seit dem letzten Studioalbum "As I Am" passé. Und "The Element Of Freedom" geht, was den Aufwand in Sachen Produktionsarbeit betrifft, noch einen Schritt weiter. Wie so oft kann man diesen Paradigmenwechsel zweifach lesen: Einmal ist die Öffnung zum Pop eine Erhöhung der eigenen Allgemeingültigkeit und eine Emanzipation aus dem so oft als rein schwarze Musikrichtung wahrgenommenen Soul. Andererseits verwischt die Glätte die Konturen, die gute Stücke nun einmal brauchen, manchmal doch sehr auf
Alicia Keys' viertem Album.
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Charlotte Gainsbourg machte "IRM" mit Beck zusammen

Und das hört man in jedem Song
Mit ihrem Namen kann man sich's leisten: Für ihr letztes Album "5.55" verpflichtete Charlotte Gainsbourg keine Geringeren als Nigel Godrich (Produzent, Radiohead), Air (Songwriting), Neil Hannon (The Divine Comedy, Text) und
Jarvis Cocker (Ex-Pulp, ebenfalls Text). Mit den beiden Letztgenannten also Großmeister des geschliffenen britischen Witzes, mit den Beteiligten insgesamt Könner in Sachen geschmackvoll-zeitloser Popmusik. Für "IRM" begab sie sich jetzt in die Hände eines einzelnen Mannes - in jene von Stil-Chameleon Beck. Was das Album durchgängig spannender macht als seinen Vorgänger, die Einzelergebnisse aber auch schwankender.
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Mittelmaß: "This Is War" von "30 Seconds To Mars"

Tibetanische Mönchschöre zieren diesmal den Emo-Rock
Eine Kriegserklärung sieht dann doch anders aus. Die pompöse Band von Jared Leto driftet auch auf dem dritten Album "This Is War" vorhersehbar zwischen Turnhallen-Rock und vorsichtigen Elektronikspielereien - und verlässt sich auf die wogende Welle der Fans.
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