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Neue Platten
Das neue Album von Boys Noize verdient den Titel

Das neue Album von Boys Noize verdient den Titel "Power"

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Kompromisslos hartes Elektro

Was für ein Doppeldecker: Als Boys Noize aus Hamburg und die Kanadier MSTRKRFT beim diesjährigen Frequency-Festival in St. Pölten direkt hintereinander die Bühne rockten, flippte auch das gitarrensozialisierte Publikum aus - obwohl Alex Rhida aka Boys Noize ein heftiges Brett hinlegte, das näher an Trance und hartem Techno war als am etablierten New Rave der Justice-Bauart. Einzuordnen ist das sicher auch unter Bockigkeit, denn das Paradoxe ist ja: Das Standing, das Boys Noize im Mainstream besitzt, kommt keinesfalls von einer musikalischen Öffnung Richtung Pop oder Rock. Der Mann, der früher als Kid Alex ("Fame") agierte, konstruierte auf seinem Debüt "Oi Oi Oi" reine Rave-Hymnen. Auch "Power" ist eher eine Track-Sammlung als ein Album im klassischen Sinne.

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Nena liefert den besten

Nena liefert den besten "Made in Germany"-Pop ab

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Überraschend frisch und vielseitig

Seit 27 Jahren ist Nena im Musikgeschäft unterwegs, in den Achtzigern war sie mit "Nur geträumt" oder "99 Luftballons" ganz oben. Sie ist das Gesicht der Neuen Deutschen Welle. Und dieses Gesicht, das sich zum Unmut vieler Frauen einfach nicht verändert, ist den Deutschen ans Herz gewachsen. Anstatt sich auf ihrem Für-immer-Promi-Bonus auszuruhen, liefert die vierfache Mutter - die in Kürze sogar Großmutter wird - mit "Made In Germany" ein erstaunliches Album ab, das sie mit ihrem alten Nena-Bandkumpel Fahrenkrog-Petersen und Ex-Spliff-Mitglied Reinhold Heil aufnahm.

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Tokio Hotel werden mit

Tokio Hotel werden mit "Humanoid" wieder absahnen

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Gut gemachte Emorockpophymnen für 13-Jährige

Klar: Allein die bloße Erwähnung ihres Bandnamens reicht immer noch aus. Und auch jeglicher Nachrichtenfetzen, der von den Zwillingen Bill und Tom Kaulitz überliefert wird, versetzt die Fans weiterhin in Ekstase. Aber man wird das Gefühl nicht los, dass das Kreischpotenzial von Tokio Hotel, der Wirbel, der um die Magdeburger seit ihrem 2005er-Debüt "Schrei" herrschte, doch leicht nachgelassen hat. Zumindest in Deutschland. Denn im Rest der Welt stehen Tokio Hotel - nach überraschenden Achtungserfolgen - sicher noch am Anfang ihrer auch anderswo schon viel umjubelten Karriere. Angesichts dieser Tatsachen reagiert das Quartett mit "Humanoid" genau richtig: Tokio Hotel scheren sich nicht um nationale Fan-Befindlichkeiten, sondern versuchen, sich als internationale Rockband zu profilieren.

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Barbra Streisand Love Is The Answer

Barbra Streisand Love Is The Answer

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Barbra Streisand Love Is The Answer

Sie gewann in ihrer Karriere bereits 13 Grammys und - auch das darf an dieser Stelle erwähnt werden - 1969 einen Oscar für ihre Hauptrolle in "Funny Girl". Und man könnte meinen, dass Barbra Streisand als Künstlerin alles erreicht hat, eigentlich keine Alben mehr machen müsste. Aber die US-Diva will sich auch mit inzwischen 67 Jahren nicht aufs Altenteil zurückziehen. Und veröffentlicht jetzt einen Doppel-Longplayer mit Interpretationen großer, aber wenig abgenutzter Jazzstandards. "Love Is The Answer" meint die unverbesserliche Romantikerin - eine scheinbar simple Wahrheit, die aber in Streisands Versionen wunderbar zum Klingen gebracht wird.

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Alice In Chains - Black Gives Way To Blue

Alice In Chains - Black Gives Way To Blue

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Alice In Chains - Black Gives Way To Blue

Wie war das noch gleich? "We're tired of the 90ies / But we're tied to the 90ies", sangen Travis anno 1997 und treffen damit den Nagel auf den Kopf. Schon gegen Ende der 90er-Jahre konnten viele das Jahrzehnt nicht mehr ertragen. Aber man kommt ja nicht so einfach davon los. Das gilt auch für "Black Gives Way To Blue", das klingt, als wären Alice In Chains 1997 in einen DeLorean aus "Zurück in die Zukunft" gestiegen und direkt ins Jahr 2009 gezischt.

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