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Neue Platten
Adam Green - Sixes And Seven

Adam Green - Sixes And Seven

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Musik voller Selbstironie: Geschmackssache, aber auf jeden Fall interessant

Adam Green nimmt sich nicht allzu ernst. Daran hat sich auch beim fünften Album nichts geändert. Der New Yorker Musiker bleibt sich in all seiner Schrulligkeit und Unvergleichbarkeit treu. "Sixes And Seven" einzuordnen, ist genauso schwer wie bei den früheren Alben "Friends Of Mine", "Gemstones" oder "Jacket Full Of Danger". Musik ist für ihn ein Laden an der nächsten Straßenecke, in dem er sich auch diesmal wieder die Taschen vollmachte, sich an den unterschiedlichsten Stilrichtungen bediente. Und zu Hause wurde ein bekömmliches Süppchen daraus gekocht, das die Geschmacksknospen mit seiner Vielfalt herausfordert wie eine seltene Chilischote.

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Snoop Dogg - Ego Trippin

Snoop Dogg - Ego Trippin

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Zurück zu alten Werten: klassischer HipHop, wie man ihn aus den 90ern kennt

"Wenn ich und er zusammen arbeiten, ist es so, als würden Michael Jackson und Quincy Jones am 'Thriller'-Album arbeiten." Das sagt Snoop Dogg über HipHop-Grandeigneur Teddy Riley, der gemeinsam mit DJ Quik, ebenfalls Urgestein aus vergangenen Tagen, Hauptverantwortlicher für den Sound seines neuen Studioalbums "Ego Trippin" verantwortlich zeichnete. Das ist natürlich ziemlicher Unsinn, denn "Ego Trippin" mag eine mehr als ordentliche Platte sein, hat aber wirklich nichts Bahnbrechendes an sich. Die solide Platte, die ihren Namen nicht ganz zu Recht trägt - mit Raphael Saadiq, Too $hort, Mistah F.A.B. und Charlie Wilson gibt's dann doch einige Features - ist wie schon das letzte Album "Tha Blue Carpet Treatment" Shizzle-freie und klassische HipHop-Angelegenheit, für die nicht nur, wie vorher angekündigt, Snoop selbst, sondern eine ganze Armada an Produzenten verantwortlich zeichnete.

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Kelis - The Hits

Kelis - The Hits

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Das Beste der Ausnahme-Rapdiva

Wirklich erfolgreich ist Kelis nicht. Zumindest nicht in den Staaten. Diesseits des Atlantiks für ihre Andersartigkeit gefeiert, schaffte es die New Yorkerin in ihrer Heimat nicht zur Topsängerin. Ihr zweites Album, "Wanderland", fiel sogar derart aus dem Rahmen, dass die Platte im Land der unbegrenzten Möglichkeiten unmöglich erscheinen könne, fanden die Plattenbosse. Aber was soll's - wer die Spargelspitzen nicht mag, isst eben den Rest. Derzeit arbeitet Kelis, mittlerweile mit Rapper Nas verheiratet, an einer Schuhkollektion und einem Kochbuch. Über ein nächstes Album ist bisher nichts bekannt - vorerst muss wohl die Best-of-Zusammenstellung "The Hits" genügen.

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Lupe Fiasco - The Cool

Lupe Fiasco - The Cool

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Originelle Beats, schöne Melodien, hochwertige Raptechnik, doch leider etwas zu moralisch

Gold hätte schon drin sein müssen. Aber Lupe Fiascos Debüt "Food and Liquor" schrammte knapp an einer Edelmetallplakette vorbei. Von einem Lupe Fiasko kann trotzdem nicht die Rede sein: Das Grammy-Komitee spendierte einen Preis und drei Nominierungen, die komplette Conscious-HipHop-Riege verneigte sich, die Szene jubelte. "The Cool", in den Staaten bereits seit Dezember im Handel, sollte richtig machen, was zuvor schief ging. Und noch mehr schaffen: Vollmundig versprach der ehrgeizige Lyricist, der sich als gläubiger Moslem vom Alkohol fernhält und Groupies links liegen lässt, ein Konzeptalbum, das als Kritik an der Hood-Realität zu verstehen wäre. Doch die Verkaufszahlen sind enttäuschend, und die Deutung der Platte erfordert reichlich Fantasie. Dennoch: "The Cool" ist cool.

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MOK - Geldwäsche

MOK - Geldwäsche

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Ohne einen Funken Kreativität: HipHop, wie er nicht sein sollte

Neukölln ist nicht South Central - aber womöglich schon bald. Losgetreten vom Übergriff zweier Jugendlicher auf einen Rentner in der Münchner U-Bahn rollt das Thema Jugendkriminalität gerade wie eine Lawine durch die Medien. Von reuelosen Serientätern war da die Rede, von solchen, wie man sie aus Filmen wie "Menace II Society" kennt und aus dem Gangstarap. Von solchen, wie MOK. Gut, der Berliner türkischer Abstammung ist kein Jugendlicher mehr, aber er hat ja auch schon eine fünfeinhalbjährige Haftstrafe wegen Bandenkriminalität und Körperverletzung verbüßt. Während in Polittalks diskutiert wird, wie das Sozialnetz solche Serientäter auffangen könnte, kriegen sie bei Aggro Berlin und auf MTV ein Forum. Genau wie MOK, der mit "Geldwäsche" ganz nach oben will.

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