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Neue Platten
Diana Krall - The Best Of

Diana Krall - The Best Of

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Wohltönender Soft-Jazz

Ein bisschen litt der Ruf Diana Kralls immer darunter, dass sie einer ganz bestimmten Form der Kunst folgte. Und diese Form der Kunst war eben eine, die in den letzten Jahren etwas überstrapaziert wurde und deren Prinzip - vielleicht späte Rache am Patriarchat der Popmusik - oft kopiert wurde. Frau, dazu Jazz. Mal näher am Pop, mal weiter weg. Norah Jones fällt einem da noch ein, natürlich Katie Melua. Eine Etage tiefer Lisa Bassenge, näher am Pop Joss Stone. Diese Veröffentlichungsflut von singenden und mehr oder weniger jazzenden Ladys und die Tatsache, dass bevorzugt sterile Coffeeshops und Hotellobbys diesen eigentlich so organischen Sound in ihre Anlagen packten, hielten so manchen von einer Beschäftigung damit ab. Zu Unrecht, wie die schlicht betitelte Sammlung "The Best Of" von Diana Krall zeigt.

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50 Cent - Curtis

50 Cent - Curtis

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HipHop zu allen Stilrichtungen

Es ist ein hehrer Anspruch, mit dem 50 Cent auf dem schlicht "Curtis" betiteltem neuen Album arbeitet: Er möchte zurück zu seinen Wurzeln. Bedeutet: Nicht daran denken, dass er der HipHop-Act ist, der in den letzten Jahren mit Abstand an meisten Platten verkaufte und nebenher ("Get Rich Or Die Tryin'") auch noch zum Filmstar wurde. Nicht daran denken, dass sein aktuelles Leben eines ist, das sich zumindest nach außen hin vor allem durch Luxus definiert. Diese nicht ganz überzeugende "Back To The Roots"-Haltung wird freilich durch eine geradezu absurd großartige Gästeliste aufgewertet, sodass "Curtis" letztendlich eine ziemlich vielseitige Feature-Platte geworden ist, die 50 Cents musikalisches Profil nicht unbedingt schärft, aber zeigt, dass er auch ohne Scheuklappen arbeiten kann.

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Kanye West - Graduation

Kanye West - Graduation

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Weit vorne im Hip Hop Feld

Ein bisschen unangenehm ist es dann doch, wenn die beiden Big Shots eines Genres meinen, ihre Alben genau zeitgleich veröffentlichen zu müssen. Da ist diese Startlinie. Und da stehen 50 Cent mit "Curtis" und Kanye West mit "Graduation", beide sicher nicht entspannt im Wissen, dass auch der andere das Rennen zumindest um die amerikanischen Longplay-Charts sehr gerne für sich entscheiden möchte. Fifty buttert mit allerhand Feature-Gästen rein - und war angeblich auch mit Kanye im Studio, was ganz offenbar zu keinerlei greifbaren Ergebnissen führte. West seinerseits verzichtet auf die große Feature-Schlacht, beziehungsweise er lässt sie eher im erwarteten Conscious-Bereich oder sogar im Understatement stattfinden. Mit dabei sind Mos Def, DJ Premier, Lil' Wayne, T-Pain und Dwele. Stattdessen liegt der Schwerpunkt auf der Musik, die wie schon zuletzt auf "Late Registration" als organisches, aber extrem eingängiges Sample-Brett daherkommt.

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U2 - Popmart: Live From Mexico City

U2 - Popmart: Live From Mexico City

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Für Fans ein Muss

Für U2 waren die 90er-Jahre das Jahrzehnt, in dem sie aufhörten, Musik zu machen. Beziehungsweise: das Jahrzehnt, in dem sie sich weigerten, da irgendeine Art der Ausschließlichkeit zu manifestieren und stattdessen lieber sich selbst zu einem Gesamtkunstwerk deklarierten, das eine neue Spielart der Popkultur war. Da gehörte neben den tatsächlichen Songs so vieles dazu: Politik, das frühe Bewusstsein, dass mit dem Fall der Mauer und dem Einzug digitaler Massenmedien die Welt eine globalere werden würde, aber auch die Akzeptanz ihrer selbst als Ikonen des ausgehenden Jahrtausends. Jetzt erscheint mit "Popmart - Live From Mexico City" einer der wichtigsten Konzertmitschnitte jener Zeit als DVD.

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Joachim Witt - Auf ewig: Meisterwerke

Joachim Witt - Auf ewig: Meisterwerke

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Die 16 besten Songs des deutschen Popgenies

Ich bin dieser Träumer da draußen am Meer, und mich packt diese Wehmut manchmal so schwer", singt Witt in "Wem gehört das Sternenlicht?" Dann raunzt er wieder: "Ich spreng den Tag und fütter die Nacht!" ("Ich spreng den Tag!") und fragt wütend: "Wo versteckt sich Gott?", auf den Knien ("Eisenherz") schmachtend fleht er: "Eine Welt ohne Dich, ist eine Welt aus Hass und Schmerz", um schließlich zur Erkenntnis zu gelangen, "Es ist das Herz, das zerbricht, wenn man von ihm spricht". Ja, der einstige NDW-"Herbergsvater" Joachim Witt packt seit einigen Jahren schon, genauer gesagt, seit ihm mit der dreiteiligen "Bayreuth"-Werkreihe und zuvorderst mit der 1998 veröffentlichten Single "Die Flut" der ganz große Comeback-Wurf gelang, die schwere Gefühlskeule aus. Romantik, Bombast, Wucht, Pathos, wohin das Ohr hört. Die komplett neu eingespielte Compilation "Auf Ewig - Meisterwerke" wirft nun ein glänzendes Licht auf das Schaffen eines der größten, aber wohl auch verkanntesten Popgenies unserer Zeit.

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