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Cineastentreff Kino Film Neue Platten - Musik News

Neue Platten

Pogo in Mainz

Pogo in Mainz

Pogo in Mainz

(tsch) Was haben die Simpsons mit Punk zu tun - außer ihren Frisuren vielleicht? Was treibt gemütliche "Noschtalgiker" aus dem Ländle dazu, bei 35 Grad Hitze in Südostasien die Punkröhren raushängen zu lassen? Und wie sprang die DDR damals mit ihren Punkern um? Das ZDF beantwortet diese Fragen in der vierteiligen Reihe "Für immer Punk", mit der sie den 30. Geburtstag der Kulturrevolution feiert. Und das ausgerechnet jetzt, wo doch gerade erst Karl Moik, der ehemalige "Musikantenstadl"-Chef, in einem Interview die Absetzung von Kollegen wie Marianne und Michael im Zweiten beklagte: "Die TV-Chefs wollen uns Alte rauskehren - egal, ob das Publikum will oder nicht." Und jetzt machen die Mainzer auch noch Pogo statt Polka! Wenn auch nur im Nachtprogramm, als "kleines Fernsehspiel" - fernab des Methusalem-Komplotts.

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Gogol Bordello Super Taranta!

Gogol Bordello Super Taranta!

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Gogol Bordello Super Taranta!

Eine Gypsy-Punk-Band, die Gogol Bordello heißt, aus neun Leuten besteht und ihre CD "Super Taranta!" nennt, muss man eigentlich liebhaben, bevor man den ersten Ton von ihr gehört hat. Vor allem, wenn man weiß, dass Gogol Bordello die derzeit sowieso angesagten Gypsy-Töne aus ihrer östlichen Heimat (sie sind Wahl-New Yorker) schon seit 1999 mit Two Step, Polka, Punk und Metal, Reggae, Dub und - auf "Super Taranta!" - nun auch noch mit Tarantella verquirlen. Auf der Bühne liefern sie nicht nur eine wilde Show, sondern auch noch Cabaret und Kostümorgien. Irgendwer hatte sie einmal als "The Clash, die einen Kampf mit The Pogues in Osteuropa ausfechten" bezeichnet, und das passt wahrhaftig.

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Better Motörhead Than Dead

Better Motörhead Than Dead

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Better Motörhead Than Dead

Eisenbahnschaffner, Raumfahrer, Flugkapitän, Fußballprofi ... Fragt man kleine Jungs, was sie einmal werden wollen, kommt meistens etwas in der Art als Antwort. Ist halt eine komische Welt, in der wir leben. Wäre sie eine bessere, würden die Kids davon träumen, so zu werden wie Lemmy von Motörhead. Jahrzehntelang lang ungestraft auf die Kacke hauen, bis der Arzt kommt (und danach trotzdem weitermachen), beruflich erfolgreich sein, ohne sich dafür krumm zu biegen, immer aufrechten Blickes in den Spiegel schauen können (auch wenn man sich da doppelt sieht), das ist ein Karriereplan, von dem es sich zu träumen lohnt. Nun ja. Weil die Welt eben so ist, wie sie ist, ist Mr. Kilmister einzigartig. Und das hat dann auch wieder was für sich. Die Doppel-Live-CD "Better Motörhead Than Dead - Live At Hammersmith" gibt Anlass, genau diesen Sonderstatus wieder einmal ein bisschen zu feiern: "49 % Motherfucker, 51 % Son Of A Bitch", so lautet die Aufschrift auf einen abfotografierten Aufkleber, der auf dem Albumcover zu finden ist. Keine schlechte Jobbeschreibung ... Aber gut, aus Kindermunde will man so was jetzt auch nicht unbedingt hören.

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U.N.K.L.E. War Stories

U.N.K.L.E. War Stories

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U.N.K.L.E. War Stories

Es ist eine Weile her, aber kann nicht oft genug betont werden: James Lavelle leistete mit U.N.K.L.E. in den 90er-Jahren Großes. Das Album "Psyence Fiction" verband auf visionäre Art Elektronik und Indie, zwei Genres, die sich noch damals mit einem Grundefühl irgendwo zwischen Ablehnung und Wurschtigkeit entgegenstanden. Nun haben sie in den letzten Jahren diverse Male und an vielen Orten der Welt geheiratet - insofern ist das mit den Visionen auf jeden Fall Geschichte. Was aber festzustellen bleibt: "War Stories", das dritte Album von U.N.K.L.E., leistet solide Wertarbeit, die aber streckenweise arg am etwas übertriebenen Hang zu Rockismen und Rumgemucke leidet.

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Stirb langsam 4.0

Stirb langsam 4.0

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Marco Beltrami Stirb langsam 4.0 OST

Dass Bruce Willis faltenzerfurcht nach zwölf Jahren noch einmal in die Polizeiuniform des John McClane steigt, ist hinreichend diskutiert worden und steht in den Filmforen direkt neben den Streitgesprächen, ob Sylvester Stallone als schwammiger Rentner-Boxer eigentlich noch einmal in den Ring steigen durfte, und wieso Harrison Ford nächstes Jahr den Indiana Jones spielen darf - oder ob man ihn besser vorher entmündigt.

Natürlich ist der Soundtrack zu "Stirb langsam 4.0" von Marco Beltrami, der die Nachfolge des früheren "Die Hard"-Komponisten Michael Kamen antritt, genauso von gestern wie der Actionheld. Dramatisch und actionreich, spannungsgeladen und voller Orchestercluster, die sich mit minimalistischen Pizzicati abwechseln. Und auch sonst liefert Beltrami nichts Neues. Der Kompositionsplan ist durch die Actionszenen vorgeschrieben, wird brav eingehalten und verspricht Dutzendware.

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