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Neue Platten

Arctic Monkeys - Favourite Worst Nightmare

Arctic Monkeys - Favourite Worst Nightmare

0 Sterne = unerträglich - 1 Stern = schlecht - 2 Sterne = mittelmässig - 3 Sterne = gut - 4 Sterne = überwältigend

Haut einen nicht um - aber unterhaltend ist´s auf jeden Fall

Man kann eigentlich aus dieser Position heraus nicht gewinnen. Die Arctic Monkeys schafften es mit "Whatever People Say I Am, That's What I'm Not" vergangenes Jahr an die Spitze der britischen Charts, eh klar - aber eben in einer Geschwindigkeit, die der Platte den Titel "fastest selling debut in British chart history" verlieh. Die Songs, die sie um die wirklich unglaublich gute Hymne "I Bet You Look Good On The Dancefloor" strickten, waren kleine Geschichten aus dem tristen Teenager-Alltag in der britischen Provinz und in Sachen Selbstverständnis näher am HipHop eines Mike Skinner als an den öden Rocksongs der restlichen Generation NME. Das zweite Album entzieht sich geschickt dem zwanghaften Vergleich mit dem Debüt - indem es inhaltlich mittelbarer ist und musikalisch variabler, aber auch ein Stückchen sperriger.

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No Angels - Destiny

No Angels - Destiny

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Gute Stimmen, durchschnittliche Songs

Was man schon sagen sollte: Die No Angels sind mit "Destiny" Interpretinnen geblieben, das Comeback führte nicht zu einem gemeinsamen Kreativitätsschub: Die vier, Anfang des Jahrtausends mit Songs wie "Daylight" mega-erfolgreich, verlassen sich auf die "supergenialen Songwriter" und wollen sich mit Stücken aus eigener Feder zurückhalten. "Ich fand es eigentlich mal wieder angenehm, nicht die ganze Verantwortung zu tragen," sagt Nadja, "und mich als Sängerin voll ausleben zu können." Klar, das kann man so machen, und klar: Die Stimmen sind super, noch einmal besser als früher. Eine Casting-Band ist das nicht mehr. Trotzdem: "Destiny" ist keine besonders spannende Platte.

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Nine Inch Nails - Year Zero

Nine Inch Nails - Year Zero

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Innovativ, überraschend, irrwitzig

Na, das ging jetzt aber mal wirklich schnell! Brauchte Trent Reznor von "The Fragile" zu "With Theeth" noch gut und gerne sechs Jahre Zeit, sind's jetzt grad mal eineinhalb seit dem letzten Release. Ob's daran liegt, dass er es endlich geschafft hat, die Finger vom Alkohol zu lassen? Man weiß es nicht genau, aber die Vermutung liegt doch recht nahe. Mit großem Tamtam kündigte sich "Year Zero" jedenfalls schon etwas länger an: da gab es Verschwörungstheorien im Netz, es wurden absichtlich USB-Sticks mit Auskopplungen aus dem Album auf diversen Toiletten dieses Planeten hinterlassen, usw. Und hat's was geholfen? Wenigstens bei der Antwort auf diese Frage ist alles beim Alten geblieben: Das kann man jetzt noch nicht so genau sagen.

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Avril Lavigne - The Best Damn Thing

Avril Lavigne - The Best Damn Thing

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Seelenloser Radiopop

Frau Lavigne ist erwachsen geworden, das ist eine Tatsache, die schon ein Blick in ihre Biografie verrät. 22 ist sie mittlerweile und darf damit auch in den USA so ziemlich alles, auf das sie gerade Lust hat. Das ist sehr schön für sie und auch für uns - denn von Reimen wie "He was a sk8ter boi (sic!), she said see ya later boi" werden wir 2007 endgültig verschont. Kein Wunder, ihr Boy, Derrick Whibley von Sum41, ist mittlerweile ihr Ehemann. Traute Familienidylle? Schon möglich. Trotzdem, auf "The Best Damn Thing" müht sich Avril Lavinge, ein bisschen vom alten Image zu bewahren. Die Fahne der Rebellin hochzuhalten. Nein, sie möchte nicht die Vorzeige-Jungdame sein, die man im CD-Regal zweischen Jessica Simpson und Hilary Duff einordnet, aber eben auch nicht bei den Erwachsenen mitspielen. "The Best Damn Thing" zeigt, dass so ein Spagat schwierig ist.

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Vollidiot

Vollidiot

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Allzu bekannte Uralt-Hits neben schwachen Cover-Versionen

Es gibt Dinge, die tut man einfach nicht. Man pinkelt nicht ins Schwimmbecken, man schmeisst seinen Müll nicht aus dem Auto. Man spuckt in der U-Bahn nicht auf den Boden, und man zündet sich nicht im Muse um eine Zigarette an. Man schlägt keine Kinder, auch dann nicht, wenn sie nerven, man stellt sich mit seinem Auto nicht auf den Behindertenparkplatz. Diese Liste sollte um einen wichtigen Punkt erweitert werden: Man covert nicht Songs, denen nichts hinzuzufügen ist, vor allem infantilisiert man sie nicht. Und genau das tun Nena, Stefan Remmler und Oliver Pocher auf dem Soundtrack zu "Vollidiot".

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