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Neue Platten
Ramblin' Jack Elliott - I Stand Alone

Ramblin' Jack Elliott - I Stand Alone

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Ein unterschätzter Jack Elliot mit einem überschätzten Album

Man weiß wenig über die Legenden der Country-Musik. Natürlich, am großen Mann Johnny Cash kam man in den letzten Jahren nicht vorbei, weitere Namen mit Mainstream-Appeal sind eigentlich nur Willie Nelson, Wailon Jennings und der große und wie Cash verstorbene Townes van Zandt. Seltsam, dass Ramblin' Jack Elliott in diesem Kontext so selten erwähnt wird. Er tourte mit Woodie Guthrie und war für Bob Dylan Vaterfigur. Mick Jagger kaufte seine erste Gitarre, nachdem er ihn an einem Londoner Bahnhof spielen sah, Paul McCartney lernte anhand seines "San Francisco Bay Blues" das Gitarrenspiel. Mit "I Stand Alone" erscheint jetzt das 23. Studioalbum des heute 75-Jährigen. Mit dabei: Flea, sonst Bassist bei den Red Hot Chili Peppers, Lucinda Williams und Corin Tucker von Sleater-Kinney.

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Shinedown - Us And Them

Shinedown - Us And Them

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Shinedown machen professionellen Stadionrock - hymnisch - manchmal zu pathetisch.

Heiteres Beruferaten: Was ist das? Hat zwei Wochen Urlaub in 23 Monaten, danach fängt die Arbeit erst richtig an? Musiker. Jawoll. Bei Shinedown, Jacksonville, Florida, USA. Bevor die Gewerkschaftler weit greifende Maßnahmen einfädeln: Für Brent Smith, Sprachrohr von Shinedown ist das kein Problem. Seine Meinung zu den unverschämten Arbeitszeiten der letzten zwei Jahre: "Es ist eine fantastische Gabe, Musik machen zu können. Es ist nicht mein Job, es ist mir ein Vergnügen!"

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Die Demokratisierung der Musik

Die Demokratisierung der Musik

Mehr Musiker als man denkt promoten ihre Songs nicht mehr über eine Plattenfirma, sondern stellen sie im Internet auf Myspace kostenlos zur Verfügung

Da setzte sich Jarvis Cocker, Kopf der Popband Pulp, also am Abend nach dem Benefizspektakel Live 8 hin und schrieb einen Song. Das ist nichts Besonderes und wäre vor zehn Jahren wohl ganz ähnlich passiert. Dann wäre das Lied irgendwann veröffentlicht worden, der Fan wäre in den Laden gegangen und hätte es gekauft. Heute sieht die Sache anders aus. Jarvis Cocker, immerhin Verkäufer von geschätzt 15 Millionen Platten, baut eine myspace-Seite. Da kann man sich das Lied anhören. Eine Plattenfirma hängt nicht mit drin. Gnarls Barkley taten Ähnliches: Sie stellten ihr Album "St. Elsewhere", das später weltweit in die Spitzenregionen der Charts schoss, schon vor seiner Veröffentlichung bei myspace online - als kostenlosen Download. Das sind keine Einzelfälle: Längst ist die größte Internet-Community der Welt zum wichtigsten Multiplikator geworden, den es für Musik gibt.

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Amy Millan - Honey From The Tombs

Amy Millan - Honey From The Tombs

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Amy Millan - Amerikanischer Folkrock aus Kanada mit einem hauch von Western-Stimmung

"Sometimes I feel like my only friend is a whiskeyglass", singt Amy Millan auf "Baby, I", dem wohl schönsten Track ihrer Debüt-Solo-CD "Honey From The Tombs". Das ist eine Coverversion und natürlich ausgemachter Unsinn. Amy Millan, das weiß der Musikliebhaber, hat viele Freunde. Broken Social Scene und Stars sind die Bands, in denen die Kanadierin Mitglied ist, im Dunstkreis bewegen sich Künstler wie Leslie Feist oder Jason Collet. Alle waren sie in den letzten Monaten viel in Europa unterwegs, es erschien 2005 und 2006 eine ganze Hand voll Platten aus jener Szene. Alleine geht Amy Millan sozusagen einen dritten Weg - dem ästhetischen Pop von Stars und der lauten Euphorie von Broken Social Scene setzt sie sehr amerikanischen Folkrock entgegen.

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Thom Yorke - The Eraser

Thom Yorke - The Eraser

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Thom Yorke mit seinem Soloalbum "The Eraser": genau gleich anders wie bei Radiohead mindestens genauso gut

Natürlich ist da immer noch diese Stimme. Warm, variabel, wandernd. Und die ist so ein Faden, der mit einem kaum sichtbaren Knoten am letzten Radiohead-Album befestigt zu sein scheint. Ansonsten ist das Arbeitsprinzip auf Thom Yorkes Soloalbum "The Eraser" eines, das sich von dem seiner Band nicht so arg unterscheidet: Alles bleibt anders. Und deshalb klingt alles völlig anders. Wo Radiohead auf "Hail To The Thief" zuletzt wieder eine gewisse Offenheit zeigten, agiert Yorke alleine verschachtelt, verkauzt. Aber: Er hat für dieses Album zum Teil verblüffend gut funktionierende Popsongs geschrieben, die sich nach und nach aus einem Abstraktionsmeer heraus kristallisieren.

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