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Cineastentreff Kino Film Inside - Film-News, Portraits und Interviews

Inside - Film-News, Portraits und Interviews

Uwe Kockisch

Uwe Kockisch

Der stets das Gute will ...

(tsch) "Ich mag den", sagt Uwe Kockisch über Guido Brunetti. Das ist ein Glück, schließlich muss der Schauspieler etwa drei Monate im Jahr mit dem Kommissar verbringen, seine Spaghetti essen, seine Frau küssen und seine Fälle aufklären: Seit 2003 gibt Kockisch in den ARD-Verfilmungen der "Donna Leon"-Krimis den eigensinnigen Kriminalbeamten aus Venedig und deckt die dunklen Geheimnisse der Stadt auf. Dabei hatte Kockisch kein leichtes Erbe, denn die Rolle des Kommissars war mit Joachim Król jahrelang ausgesprochen prominent besetzt. Seitdem ist viel Wasser den Canale Grande hinuntergeflossen, und Kommissario Brunettis neues Gesicht wird von den Zuschauern längst akzeptiert - die Quote stimmt nach wie vor. Im letzten Jahr wollten zwischen sechs und sieben Millionen Zuschauer sehen, welche Leichen in Venedigs feuchten Kellern schlummern. Im Herbst zeigt das Erste mit "Beweise, dass es böse ist" (13. Oktober) und "Verschwiegene Kanäle" (10. November) erneut zwei Filme aus der Reihe.

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Nina Hoss

Nina Hoss

Es gibt keinen Grund zu bleiben

Die Interaktion von verschiedenen Kulturkreisen wird insbesondere im Medium Film gerne verwendet, um Spannung, Fremdartigkeit oder Machtlosigkeit zu inszenieren. Was Kultur bedeutet, liegt dabei im Auge des Betrachters, der von innen meist unreflektiert auf seine eigene, oder von außen reflektierend auf eine andere Gesellschaft blickt. Das Liebesdrama "Die weiße Massai" (Kinostart: 15.09.), in dem die "Weiße", Carola (Nina Hoss), auf den "Schwarzen", den Krieger Lemalian (Jacky Ido), trifft, geht mit diesem Thema erfrischend ausgewogen um. Carola folgt dem Massai-Krieger in sein kenianisches Dorf, um mit ihm ein neues Leben zu beginnen, doch sie scheitert am fremden Umfeld und vor allem an sich selbst. Die 30-jährige Hauptdarstellerin Nina Hoss ("Das Mädchen Rosemarie"), die an Originalschauplätzen in Kenia drehte, bilanziert, dass beim Film nicht nur die Kulturen auf der Leinwand, sondern auch in der Realität aufeinander prallten.

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Mario Adorf

Mario Adorf

Stars gibt es bei uns nicht mehr

(tsch) Lange umgab ihn die Aura des Bösewichts vom Dienst. Auch die Rolle des (viersprachigen) "Weltmanns" stand ihm nicht besonders. Doch jetzt, im Alter, ragt Mario Adorf aus den Niederungen der deutschen Schauspielergilde hervor wie der berühmte Fels in der Brandung. Auf 200 Filme blickt der jüngst beim Münchner Filmfest mit Standing Ovations Geehrte zurück. Und die Ernte zeigt: Es waren ziemlich gute Rollen dabei - die arme Triebbestie in Siodmaks "Nachts, wenn der Teufel kam" (1956) in seinem ersten großen Film, das Sägewerkbesitzer-Untier in Tom Toelles "Via Mala", die Titelrolle des Kaufhausbesitzers in Dieter Wedels wunderbarem Mehrteiler "Der große Bellheim". Auch der Pate im "Schattenmann" vom selben Regisseur. Große Charaktere, die Kino- und TV-Historie geworden sind. Adorf kann zwar die Bösen, die Untiere, die hirnlosen Gewalttätigen spielen. Aber er kann darüber hinaus auch wunderbar komisch sein. Nicht bloß als rheinischer Klebstofffabrikant Haffenloher in Dietls "Kir Royal", auch in Matti Geschonnecks "Comeback für Freddy Baker" war er genial - als jung gebliebener Schlagersänger, der im Alter sein Comeback feiert und ziemlich gut ankommt bei den Mädels.

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Sam Shepard

Sam Shepard

Porträt des Schauspielers

Dieser Mann ist ein Mysterium. Volker Schlöndorff nannte ihn einen intellektuellen Einzelgänger. Er gilt in der brodelnden Theaterszene der amerikanischen Ostküste als Cowboy unter den Theaterautoren. Er sieht aus wie ein Rancher, ein Präsident oder ein ranghoher Militäroffizier: Hat er alles schon gespielt.

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Esther Schweins

Esther Schweins

Mein Leben ist kein Planspiel

(tsch) Mit Esther Schweins zu telefonieren fühlt sich an, als säße man in einer Kneipe irgendwo in Berlin. Dort lebt die Schauspielerin mit dem roten Haar, dort raucht sie ihre Zigaretten und philosophiert über das Leben. Gut möglich aber auch, dass das alles ein großer Irrtum ist. Denn vielleicht beherrscht die Frau ihr Handwerk einfach so souverän, dass man ihr blindlings folgt in die Rolle, die sie sich gerade ausgesucht hat, denn "vorstellen", so sagt sie, könne sie sich viel. Wie dem auch sei, im Moment sprechen wir mit einer nachdenklichen Esther Schweins über Sozialkritik im Theater. In der Verfilmung von Maxim Gorkis "Nachtasyl", zu sehen am Mittwoch, 19. Oktober, 22.40 Uhr, bei ARTE, spielt sie die Rolle der Walli - eine Frau mit hartem Herzen und existenziellen Problemen.

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