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Lyrik

Marcus Roloff: im toten winkel des goldenen schnitts

Marcus Roloff: im toten winkel des goldenen schnitts

Steiler Einstieg, viele Klammern, stimmungsvolles Ende

Anthologien stehen bei einigen Menschen im Verdacht, ein Sammelbecken der Masse statt Klasse zu sein; immer wieder die gebetsmühlenartig geäußerte Kritik, Anthologien mit Gedichten oder kurzer Prosa dienten nicht den in ihnen vertretenen Autoren und nur bedingt dem Leser, sondern ausschließlich den herausgebenden Verlagen – lieber 80 veröffentlichte Autoren statt 50, schließlich steht hinter vielen Autorinnen und Autoren eine stolze Mutter, die sämtliche Veröffentlichungen des Nachwuchses sammelt. Einige gehen sogar so weit, Anthologien aus diesem Grund die Daseinsberechtigung abzusprechen. Ich selbst kann diese Ansicht nicht teilen, ganz im Gegenteil. Mir dienen Lyrikanthologien und Literaturzeitschriften seit jeher als Fundgrube für Texte, interessante Autoren und Verlage – mal ganz davon abgesehen, dass Anthologien und Zeitschriften gerade jüngeren Autoren die wichtige Möglichkeit bieten, mit ersten Texten an die Öffentlichkeit zu treten und auf sich aufmerksam zu machen; die Zahl der Autoren, die als erste Veröffentlichung einen vollständigen Lyrikband vorgelegt haben, dürfte übersichtlich sein...

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Realpoesie?

Realpoesie?

Zum 20. GEDICHT-Jubiläum

Seit nunmehr zwanzig Jahren gibt Anton G. Leitner seine Jahresschrift „Das Gedicht“ heraus, und es ist ihm gelungen, ein unabhängiges und inzwischen auch kommerziell erfolgreiches Magazin zu etablieren. Das ist keine Selbstverständlichkeit, fristet die Lyrik doch in Deutschland ein Nischendasein, Gedichtbände haben in der Regel winzige Auflagen, viele Dichter und auch Herausgeber und Verlage sind auf Fördermittel angewiesen. Die Jubiläumsausgabe wurde von einer beachtlichen Medienkampagne begleitet, die Geburtstagsveranstaltung in München, an der sechzig Dichter teilnahmen, wird im Januar im Fernsehen ausgestrahlt. Ein für deutsche Verhältnisse singuläres Ereignis. Und wie in jedem Jahr löst auch diese Leitner-Aktion eine heftige Debatte aus – wenn auch lediglich innerhalb der Lyrikszene selbst.

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Iradj Janatie Ataie: Gläserne Nacht

Iradj Janatie Ataie: Gläserne Nacht

Aus dem Persischen von Farhad Ahmadkhan

Iradj Janatie Ataie ist der wohl berühmteste und einflussreichte Songwriter Irans. Seine Texte für Musiker wie Googoosh, Dariush Eghbali, Ebi oder Bijan Mortazavi wurden auch über den persischen Kulturkreis hinaus bekannt; seine erfolgreichste Zeit erlebte er in den Siebziger Jahren. Heute lebt er als Dichter und Autor von Theaterstücken in London. In der Sammlung „Gläserne Nacht“ (Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2012) macht Übersetzer Farhad Ahmadkhan Ataies Werk erstmals einem deutschsprachigen Publikum zugänglich.

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Farhad Ahmadkhan: Atemtanz

Farhad Ahmadkhan: Atemtanz

Gedichte

Im Jahr 2000 kam der Germanist und Lyriker Farhad Ahmadkhan mittels eines DAAD-Stipendiums nach Deutschland und er ist bis heute geblieben. Nach mehreren Veröffentlichungen in deutschen und iranischen Literaturzeitschriften erscheint dieser Tage mit „Atemtanz“ sein Debütband im kleinen Vinscript Verlag.

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Lütfiye Güzel: Herzterroristin

Lütfiye Güzel: Herzterroristin

Die Rückkehr des Social Beat?

Der Social Beat – zumindest die deutsche Variante – ist immer mal wieder für tot erklärt worden. Vielleicht hat er nie wirklich gelebt. Selbst seine wenigen nach wie vor aktiven Vertreter bringen kaum mehr als plumpe Haudrauflyrik zustande. Aber die wenigen Ausnahmen von der Regel überzeugen dafür umso mehr. Die Duisburger Dichterin Lütfiye Güzel eröffnet nun mit ihrem Debüt „herzterroristin“ (Dialog Edition, Duisburg 2012) ein neues Kapitel.

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