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Lyrik

Ulrich Koch: Uhren zogen mich auf

Ulrich Koch: Uhren zogen mich auf

Das Vergängliche im Rückblick

Ulrich Kochs Gedichte verströmen eine Atmosphäre von frühem Morgen, vom Blick durch beschlagene Fenster des Jetzt zurück in etwas, das sich dem Verstehen immer wieder entzieht; dabei ist es stets kalt, aber mit Sonnenschein in einer schwer bestimmbaren Zeit, die manchmal nach Frühling, manchmal nach Herbstanfang duftet. Umso bezeichnender der doppelbödige Titel seines neuen, soeben im Leipziger Poetenladen Verlag erschienenen Gedichtbands „Uhren zogen mich auf“.

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Schirin Nowrousian: Ast & Aus Paris heute

Schirin Nowrousian: Ast & Aus Paris heute

Das Spiel mit der Sprache

2008 veröffentlichte die Bremer Dichterin und Dramaturgin Schirin Nowrousian bei fairpoint recordings in Dublin ihren Debütband „Ziryabs Gnu“ – mit dem Hinweis, dabei handele es sich um den dritten und abschließenden Teil der „Trilogik des Griffes“. Zugegeben, das ist ungewöhnlich und mutig (vielleicht übermütig), das eigene Ouvre nicht nur mit einer Trilogie zu beginnen, sondern das auch noch in umgekehrter Reihenfolge. Nun sind im Sujet Verlag mit „Ast“ und „Aus Paris heute…“ Teil eins und zwei erschienen.

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Persische Lyrik: eine Einladung

Persische Lyrik: eine Einladung

Umfassende Anthologie von Reza Saberi

Reza Saberi gehört zu den aktivsten Köpfen, wenn es darum geht, iranische Lyrik im englischsprachigen Raum zu dokumentieren und bekannt zu machen. Neben einer kompletten Übersetzung des „Diwan“ von Hafez, seiner zweisprachigen Anthologie „A Thousand Years of Persian Rubaiyat“ (über 1500 Vierzeiler von 106 Dichtern!) sowie eigenen Romanen und Gedichtbänden, gehört „An Invitation to Persian Poetry“ sicher zu seinen bedeutendsten Werken. Soeben ist bei Ketap Corp. in Los Angeles die überarbeitete und erweiterte Second Edition erschienen.

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Crauss: Lakritzvergiftung

Crauss: Lakritzvergiftung

Saftige Variationen

„Juicy transversions“ lautet der Untertitel dieses Bandes und man kaut ein wenig an der korrekten Übertragung ins Deutsche herum: Während „juicy“ mit all seinen Bedeutungsfacetten von saftig bis schlüpfrig einen breiten Verständnishorizont offeriert, beißt man sich an „transversions“ eher die Zähne aus: Übersetzungen ist zu eng gefasst, Übertragungen sind es auch nicht, es handelt sich wohl eher um Variationen, die das Gedicht in der Originalsprache zum Anlass eigener Transfer-Versionen nehmen.

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Magdalena Jagelke: Todesmär

Magdalena Jagelke: Todesmär

Mit dem Tod das Leben begründen

„Mir gefällt die komprimierte Form sehr, ein Wagnis, hier gelingt es. [Die Texte] sind lebensbejahend, weil sie ständig das Ende im Blick haben“, schreibt Ulrich Koch über Magdalena Jagelkes Lyrikdebüt „Todesmär“, das soeben im Stralsunder Mückenschwein Verlag erschienen ist (Fadenheftung, 24 Seiten, 7 Euro). Der schmale Band ist emotional ergreifend und sprachlich faszinierend.

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