logo
Werbung;

Lyrik

Sara Ehsan: Deutschland Mon Amour

Sara Ehsan: Deutschland Mon Amour

Lyrikdebut mit fatalistischem Charme

Die junge Dichterin Sara Ehsan, geboren in Sharoud (Iran), seit 1986 in Deutschland, vergleicht das Leben mit einem „sich / Kratzen an einer / Hauswand.“ Genau das tut sie auch in ihrem Lyrikdebüt „Deutschland Mon Amour“, das soeben im Bremer Sujet Verlag erschienen ist, illustriert von dem in Griechenland aufgewachsenen Künstler Hannes Haus: Sie kratzt und reibt am Leben und nimmt den zum geflügelten Wort genommen Culture Clash mit bissigem Augenzwinkern aufs Korn. Es sind Gedichte, deren fatalistischem Charme man sich nur schwer entziehen kann…

» weiter lesen
Werbung;

Iran: Neun Gärten der Liebe

Iran: Neun Gärten der Liebe

Zeitgenössische persische Liebesgedichte

Während die Lyrik in Deutschland über viele Epochen hinweg Zeit hatte, sich Schritt für Schritt zu entwickeln und die einzelnen Phasen sich mitunter kaum voneinander abgrenzen lassen, weil sie mehr oder weniger fließend ineinander übergingen, machte die iranische Lyrik in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen beachtlichen Sprung. Jahrhundertelang war die Dichtung den klassischen Formen verschrieben, bis eine kleine Gruppe Dichter um Nima Yushidj zu Beginn der 20er Jahre begann, die Dichtung zu modernisieren. Eine beachtliche Auswahl an Liebesgedichten der wichtigsten Vertreter iranischer Lyrik im letzten Jahrhundert haben Gorji Marzban, Mehrzad Hamzelo und Rudolf Kraus in der Anthologie „Neun Gärten der Liebe. Zeitgenössische persische Liebesgedichte“ (Edition Roesner, Wien 2011) gesammelt.

» weiter lesen
The Poetry of Iranian Women

The Poetry of Iranian Women

Eine Anthologie von Sheema Kalbasi

Mit “The Poetry of Iranian Women – A Contemporary Anthology” hat Sheema Kalbasi eine Arbeit gestemmt, die längst überfällig war: Ihr ist ein umfangreicher Überblick über die Dichtung iranischer Frauen gelungen, über Generations- und Ländergrenzen hinweg. Auch wenn dieses Kompendium längst nicht vollständig ist (was kaum zu bewältigen wäre) gibt es doch einen tiefen Einblick in die stilistische und inhaltliche Vielfalt von Lyrikerinnen, die ein Thema gemeinsam haben: die Emigration – sei es nun die innere oder die äußere. Nicht zuletzt präsentiert sie ein Panorama starker und selbstbewusster Stimmen, die gehört werden wollen.

» weiter lesen
Kai Pohl / Clemens Schittko: da kapo mit CS-Gas

Kai Pohl / Clemens Schittko: da kapo mit CS-Gas

Politische Lyrik in Zeiten der Hartz-Gesetze

Direkte politische Lyrik gilt mitunter als verpönt – das ist nicht ganz unbegründet. Viel Plattes und Plakatives hat der Social Beat hervorgebracht, und bis heute gibt es Autoren, deren Politlyrik vor allem in Verse gebrochene Meinungsprosa ist. Da kann man zustimmend nicken oder verständnislos den Kopf schütteln und das war es dann. Inhaltliche oder sprachliche Originalität sucht man meist vergeblich. Dabei gibt es heute eine Fülle an wirklich überzeugender Politlyrik. Tom Schulz hat das gezeigt in seiner Anthologie „alles außer Tiernahrung“, weitere vielfältige Beispiele hat jüngst Anton G. Leitner in „Gedichte für Zeitgenossen“ vorgelegt. Nun kommt mit „da kapo und CS-Gas“ ein Band von Pohl und Schittko, der das Plakative und Direkte augenzwinkernd und doppelbödig verarbeitet, mit Wortspielen soziale Missstände ergründet und Klischees der Lyrikszene bissig und angriffslustig seziert.

» weiter lesen
Gedichte für Zeitgenossen – Lyrik aus 50 Jahren

Gedichte für Zeitgenossen – Lyrik aus 50 Jahren

Herausgegeben von Anton G. Leitner

Alle paar Monate wieder kommt irgendwer daher und behauptet, die politische Lyrik seit tot. In seiner neuen Anthologie beweist Anton G. Leitner, dass sie keinesfalls tot ist – und es auch in den letzten fünfzig Jahren zu keinem Zeitpunkt war. Fast jedes der Gedichte in dieser kleinen lyrischen Zeitreise, die unter dem Titel „Gedichte für Zeitgenossen – Lyrik aus 50 Jahren“ nun bei dtv erschienen ist, hat eine politische Note.

» weiter lesen
     

 
Werbung;