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Lyrik

Marianne Rieter: Fortsetzung folgt

Marianne Rieter: Fortsetzung folgt

Lyrik-Debüt in leisen Tönen

Umso öfter und eingehender ich mich mit der Lyrik beschäftige, desto deutlicher wird mir, welche Funktionen sie in meinem von Zeitplan und ständiger Geräuschkulisse geprägten Alltag einzunehmen bereit und in der Lage ist – so ist sie nicht nur ein zwischen Ausschuss-Sitzung und Hausaufgabenkontrolle angesiedelter Ruhepol in Fünfminutengestalt, sie ist auch Fluchtmöglichkeit in andere (Gedanken)Welten. Unendliche Weiten, auch ohne dass es in den Gedichten um ferne Galaxien und unbekannte Lebensformen gehen muss. Und letztendlich befriedigt die Lyriklektüre natürlich auch meine Natur als Jäger und (vor allem) Sammler, denn wo sonst ließen sich zwischen zwei Buchdeckeln so viele Assoziationen, Verknüpfungen und Wortneuschöpfungen finden wie in einem Gedichtband – was sonst könnte so ausdauernd widerhallen wie ein Gedicht?

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Martina Hefter: Nach den Diskotheken

Martina Hefter: Nach den Diskotheken

alpiner full contact zwischen Körper und Geist

Die zeitgenössische Lyrik steht bei vielen Menschen im Verdacht, ihren Sinn und Zweck, im Grunde ihre Berechtigung, aus der Absonderung von realitätsferner, hermetisch in sich geschlossener und möglichst unverständlicher (muss dann wohl Kunst sein) Worthülsen zu ziehen; verkopft, fernab jeder Lesbarkeit, nix für den Nachttisch. Heftige Vorwürfe, die sich – wie man leider zugeben muss – nur allzu oft als zutreffend erweisen und schon so manchen Leser in die Verzweiflung getrieben und auf die lebenslange Lyrikflucht geschickt haben.

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Auf den Straßen eine Pest

Auf den Straßen eine Pest

Junge Nigerianische Lyrik

„Lyrik ist die reinste Destillation unserer Handlungen, Gedanken, Gefühle und Visionen. Sie leiht unserer Orientierung die Farben zur Portraitmalerei.“ So leitet Uche Nduka, der Herausgeber dieser Sammlung junger nigerianischer Lyrik, sein Vorwort ein und macht damit klar, wozu er uns einlädt: zu einem kleinen Probiertrunk, zu einer angedeuteten Reise durch das nigerianische Land von den nördlichen Zungen der Sahara, die da „ausgedörrt in den brüllenden, erdscharfen Winden“ sich hinüberschiebt in das bergige, felsige mittlere Land, bis hinunter zu den Lagunen und Mangrovensümpfen der Küste. Nigeria im Jahr 1996 - ein Land des Terrors, wo politische Morde und eine Justiz der Willkür jedes Vertrauen in eine bessere Zukunft auf kleinste materielle Fortschritte zurückbiegen und die notwendigen, großen sozialen Umwälzungen im Sumpf der Tyrannei versinken. Hier wurden zahllose Regierungen aus dem Amt geputscht, gewissenlose Militärs etablierten nach Belieben Diktaturen, die als Handlanger der internationalen Erdölkonzerne sich an den fließenden Staatseinnahmen betranken, ohne das Volk zu säugen.

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Kein Thema

Kein Thema

Gedichte zum Jahreswechsel

Pünktlich zum Jahresende geben Julietta Fix und Frank Milatzcki eine Anthologie heraus, die sich zwischen den Jahren wunderbar lesen lässt – schlank, aufs Wesentliche konzentriert, mit einem kenntnisreich gewählten kleinen Durchschnitt der heutigen Lyrikszene – und einem bezeichnenden Titel: KEIN THEMA.

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Salem Khalfani: Nachtschwimmer

Salem Khalfani: Nachtschwimmer

Gedichte: Das Wort im Wort

Mit „Nachtschwimmer“ legt der 1963 in Iran geborene Literaturwissenschaftler Salem Khalfani seinen ersten Gedichtband in deutscher Sprache vor, nachdem zuvor bereits seine Novelle „Das valencianische Wasser“ erschienen war. Seine sanften Poeme sind Ausflüge ins Reich der Gegensätze.

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