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Lyrik

Bernd Jaeger: Friede

Bernd Jaeger: Friede

Auf der Suche nach dem verlorenen Frieden

Bernd Jaeger aus Bremen gehört zu den stilleren Vertretern der deutschen Lyrikszene. Obwohl er seit 2006 mit dem Künstlerhilfe-Stipendium des Bundes in Anerkennung seines Gesamtwerkes gewürdigt wird, ist er kaum präsent, wird wenig wahrgenommen. Schade eigentlich. Denn sein enormes literarisches Schaffen, das seit Jahren im Bremer Sujet Verlag erscheint, lohnt durchaus mehr als nur einen Blick. Mit „Friede“ ist soeben sei elfter Lyrikband erschienen, nach seinen umfassenden Zyklen „Meister Mensch“ und „Gesang der offenen Herzen“.

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Hartwig Mauritz: Rumor der Frösche

Hartwig Mauritz: Rumor der Frösche

Wissenschaft und Technik im Einklang mit der eigenen Biografie

Auf der Toilette sitzend durchstöbere ich eines meiner Bücherregale und ziehe nach längerer Zeit mal wieder Helge Schneiders 1992 erschienene Autobiografie "Guten Tach. Auf Wiedersehn." hervor. Schneider war da erst 37 Jahre alt, also ein bisschen jung vielleicht (auch wenn heutzutage minderjährige Musiker bereits den zweiten Teil ihrer Autobiografie auf den Markt bringen), aber der damals unter "Die singende Herrentorte" firmierende Künstler fand auf dem Umschlag des Buches eine (für seine Verhältnisse) schlüssige Begründung für das Buch: „Die Idee zu dem Buch kam mir, weil ich dachte, hier, das Buch zur Person. Es gibt das Buch zum Film, die Seife zur Schallplatte, den Film zum Auto, das Getränk zum Buch usw., und viele machen so was“. Heute, zwanzig Jahre später, boomen Biografien und vor allem Autobiografien noch immer. Nahezu jeder Prominente findet einen Anlass (einen runden Geburtstag, eine medienwirksame Rolle, schlimmstenfalls das vierte Best-of-Album, bestenfalls der Golden Globe oder Oscar), um über sein Leben zu schreiben oder schreiben zu lassen.

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Eine Hinrichtung irgendwo

Eine Hinrichtung irgendwo

Neue Gedichte von Urs Böke

Es gibt Paare, die gehören einfach zusammen, der eine ist ohne den anderen schlicht und ergreifend nicht denkbar. Hat man den einen im Kopf, denkt man automatisch auch an den anderen: bei Miss Marple und Mr. Stringer ist das so, ebenso bei Cheech und Chong, Spirou und Fantasio, Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir und Stephan Derrick und Harry Klein.

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Kerstin Hensel: Das gefallene Fest

Kerstin Hensel: Das gefallene Fest

Emotionale Schwarzfahrten

In der 2011 von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen begründeten Reihe „Neue Lyrik“ präsentieren die Herausgeber Jayne-Ann Igel und Jan Kuhlbrodt etablierte und debütierende Dichter in wechselnder Reihe vor. Schon die ersten Bände, die im Leipziger Poetenladen Verlag erschienen, haben Gewicht. Thilo Krause erhielt für sein beachtliches Debüt „Und das ist alles genug“ prompt den Eidgenössischen Literaturpreis; neben Krause veröffentlichte auch Michael Fiedler hier seinen ersten eigenen Band; Anne Dorns „Wetterleuchten“ wurde höchst positiv besprochen und ging rasch in die zweite Auflage. Nun folgt mit Kerstin Hensels „Das gefallene Fest“ das vierte Buch (96 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, 16,80 Euro).

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Helmfried von Lüttichau: was mach ich wenn ich glücklich bin

Helmfried von Lüttichau: was mach ich wenn ich glücklich bin

Der dichtende Schauspieler, der schauspielernde Dichter

Es kommt ja nicht selten vor, dass Schauspieler sich als Buchautoren versuchen, manch einer macht gar Ausflüge in die Lyrik, und zumeist gehen diese Versuche reichlich schief, entern aufgrund der Namensprominenz aber dennoch die Bestsellerlisten. Helmfried von Lüttichau ist eine höchst angenehme Ausnahme. Seine Gedichte sind stilistisch geschliffen und überraschen mit Wortwitz und Wortspiel. „was mach ich wenn ich glücklich bin“ ist soeben im Fixpoetry Verlag erschienen, illustriert wurde der edle Hardcover-Band von Anja Nolte.

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