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Prosa

Yazgülü Aldogan: Die Begleitung

Yazgülü Aldogan: Die Begleitung

Vom Leben und Sterben der Liebe

Wie funktioniert sie eigentlich, die traute Zweisamkeit, wie übersteht man die Kriege und erlangt Harmonie? Das Thema, das die Istanbuler Journalistin Yazgülü Aldogan ins Zentrum ihres Debütromans stellt, ist so alt wie die Menschheit, und eine immer höhere Singlerate, der Boom von Partnervermittlungen, Paartherapien und ähnlichen Wirtschaftszweigen ist Beweis genug, dass die Kernfragen des amourösen Dilemmas bis heute nicht geklärt sind…

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Alper Canigüz: Söhne und siechende Seelen

Alper Canigüz: Söhne und siechende Seelen

Portrait des Künstlers in jungen Jahren

„Wie auch immer – war das Leben nicht in jedem Fall eine Geschichte mit bösem Ende?“ Aber sicher. Und dieser Satz kommt aus dem Mund des Ich-Erzählers Alper Kamu, des Protagonisten in Alper Canigüz‘ Roman „Söhne und siechende Seelen“. Er ist gerade fünf Jahre alt geworden. Und das ist nur ein Teil des Dramas… Canigüz zeichnet einen charmanten Satansbraten, wie ihn die Literatur noch nicht gesehen hat…

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Behzat C.: Kippen, Bier und Mord

Behzat C.: Kippen, Bier und Mord

Emrah Serbes hat eine Kultfigur geschaffen

Der kettenrauchende, fluchende, dem Raki zugeneigte Behzat Ç ist Leiter der Mordkommission in der türkischen Hauptstadt Ankara. Ein abgefuckter Typ, der seine Fälle gerne auf unkonventionelle Art löst und sich einem Disziplinarverfahren nach dem anderen stellen muss. Eine Mischung aus Horst Schimanski und Jack Bauer mit einer gehörigen Portion türkischem Temperament. Dem jungen Autor Emrah Serbes ist hiermit eine Kultfigur gelungen, der inzwischen auch eine gleichnamige Fernsehserie und ein Kinofilm gewidmet wurde, beide in der Türkei höchst erfolgreich. Die herrlich politisch unkorrekte Art und der schonungslose Blick auf die türkischen Behörden hat Serbes und dem produzierenden Sender Star TV schon so manchen Rüffel eingebracht von einer Regierung, der die Kunst- und Pressefreiheit nach wie vor ein Dorn im Auge ist. Der erste der Romane um Behzat Ç, „jede berührung hinerlässt eine spur“, ist auf Deutsch im Berliner Binooki Verlag erschienen (320 Seiten, 15,90 Euro).

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Eugene Green: Der Wiederaufbau

Eugene Green: Der Wiederaufbau

Einer jener seltenen literarischen Glücksfälle

„Der Wiederaufbau“ ist ein Roman von solch beeindruckender Eleganz und Tiefe, dass man kaum glauben kann, dass es sich dabei um ein Debüt handelt. Ein vielschichtiges Spiel um Erinnerung und Identität, angesiedelt zwischen dem von Nazis besetzten Prag, München im Revoltejahr 1968 und dem heutigen Paris; zugleich ein Roman über Europa und die tiefe Zäsur des Zweiten Weltkriegs, deren Wunden bis heute nicht verheilt sind. Ein Glücksfall für die Literatur und ein Glück auch, dass das Werk des französischen Filmemachers und Autors Eugène Green nun erstmals auf Deutsch vorliegt – übertragen von Schirin Nowrousian.

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Amin Zaoui: Das Zimmer der unkeuschen Jungfrau

Amin Zaoui: Das Zimmer der unkeuschen Jungfrau

Verwirrspiel um Identität und Religion

Es ist das erste Buch des algerischen Romanciers, das nun auf Deutsch erscheint: „Das Zimmer der unkeuschen Jungfrau“. Wer eine kitschig-erotische Liebesgeschichte vermutet, ist hier fehl am Platz. Zaouis Roman ist literarischer Hardcore im besten Sinne: Ein beklemmendes Verwirrspiel um Identität und Religion um einen jungen Mann, der sich Ende der Achtziger den Islamisten anschließt und pünktlich zum 11. September 2001 in seine Heimatstadt zurückehrt.

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