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Prosa

Rampenfieber – März 2009

Rampenfieber – März 2009

Neues im Theater Trier – präsentiert von Tim Olrik Stöneberg

Trier ist die älteste Stadt Deutschlands. Trier ist ein Dorf, sagen die Trierer, und das ist nicht falsch. Trier ist klein. Man findet sich schnell zurecht. Und Trier ist eine Kulturstadt. Nicht „Kulturhauptstadt“, aber all das Elite-Gedöns wäre hier auch fehl am Platze.

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Stephen King: Die Arena

Stephen King: Die Arena

Wir alle unterstützen das Team

Stephen King ist Kult, Stephen King hat 400 Millionen Bücher in 40 Sprachen verkauft und sich einen Ruf als moderner Edgar Allan Poe erarbeitet – dennoch enttäuschte er in den letzten Jahren so manches Mal. Sein neues Monumentalwerk „Under The Dome“ (dem der Heyne-Verlag den denkbar dämlichen Titel „Die Arena“ verpasst hat) lässt all die Patzer auf einen Schlag vergessen…

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Morgenende - Ein lyrisches Gegenwartspanorama

Morgenende - Ein lyrisches Gegenwartspanorama

„Morgenende“ - Ein lyrisches Gegenwartspanorama

Unter dem verheißungsvollen Titel „Morgenende“ legt der Kölner Lyriker, Filmemacher und Journalist Gerrit Wustmann seinen zweiten Gedichtband vor. Dass die Lyrik als literarische Gattung in Deutschland seit Jahren trotz „bella triste“, „lauter niemand“ und Co nur noch ein Nischendasein fristet und von der breiten Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird, scheint für den jungen Autor eher Antrieb denn Hindernis zu sein. „Ereignisse wie das internationale Lyrikfestival in Dubai, zu dem auch deutsche Autoren geladen sind, sollten wieder eine kulturelle Vorbildfunktion haben“, sagt er. „Während hierzulande marode Banken und Wirtschaftsbetriebe mit Steuermitteln vollgepumpt werden, werden die Kulturetats seit Jahren erheblich beschnitten.“

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Vollidiot

Eine Komödie von Tobi Baumann nach einem Drehbuch von Tommy Jaud, Autor des gleichnamigen Romanbestsellers, das Cineastentreff-Mitarbeiter Rudolf Hruby in einer ausführlichgen Besprechung vorstellt Am 19.04.2007 bringt Senator die Verfilmung des Romans „Vollidiot“ in die Kinos. Der erfahrene Comedian Tommy Jaud landete damit vor drei Jahren einen Riesenhit in den Buchläden und ist derzeit auch mit seinem Nachfolger „Resturlaub“ sehr erfolgreich. Wieso „Vollidiot“? Nun, es geht um einen männlichen Single, der auf der Suche nach der Traumfrau von einem Fettnäpfchen ins andere tapst und dabei aber stets der Größte zu sein glaubt. Für die Hauptrolle konnte Senator Pro7-Comedian Oliver Pocher verpflichten. In weiteren Rollen werden unter anderem Anke Engelke und „Hui Buh“-Schönheit Ellenie Salvo González als das ultimative Latina-Dreamgirl zu sehen sein. Cineastentreff.de-Mitarbeiter Rudolf Hruby hat „Vollidiot“ gelesen. Hier seine Buchkritik:

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Wolf Haas: Das Wetter vor 15 Jahren

Eine Kritik des aufsehenerregenden Romans "Das Wetter vor 15 Jahren", das der österreichische Krimispezialist Wolf Haas 2006 im Verlag Hoffmann und Campe veröffentlichte Von Christine Nouikat Hut ab, Herr Haas! Der Leser hat einen (in seiner Erwartung spannenden, detektivischen) Roman gekauft, laut Titel „Das Wetter vor 15 Jahren“, den er aber dann gar nicht bekommt, zumindest nicht in der gewohnten Form, und ist Ihnen darob kein bisschen böse. Denn er bekommt drei Geschichten in einer und spart Zeit und Geld. Die eine Geschichte – zum Totkugeln – spielt sich vor den Augen des Lesers ab, zwischen Herrn Haas und einer Literaturkritikerin, die sich beide zwecks Besprechung des mehr oder weniger erfolgreich veröffentlichten Romans an fünf Tagen zusammengesetzt haben; die andere Geschichte ist die Entstehungsgeschichte des unsichtbaren Romans und umfasst die Recherche-Plackerei des Autors, der sich eine Wetten, dass-Sendung angeschaut, die Story gerochen und ihr ins Ruhrgebiet hinterhergereist ist, um am Ende wieder in Österreich zu landen und sich den Kopf darüber zu zerbrechen, wie aus dem Rohstoff ein gescheiter Roman wird, dessen oberstes Prinzip die Wahrheitstreue ist (zwinker, zwinker!); die dritte ist der Roman, über den geredet wird und den der Leser häppchenweise bekommt, wenn auch eher nach Literaturkenner-Art, also nicht einfach als Inhaltsangabe, die sich an die Chronologie der Ereignisse hält, sondern kompliziert – als metapoetische Plauderei, die sich immer auf der Suche nach Themen, affinen Motiven, möglichen Deutungen und Parallelismen befindet und die gar köstlich garniert wird mit allerlei gegenseitigen Sticheleien und Komplimentierungen der beiden Interviewpartner. Es gibt Null Rücksicht auf den Leser, der sich das ganze literaturwissenschaftliche Brimborium reinziehen muss, wenn er wissen will, wie’s weiterging. Er will. Denn die Story des entfleuchten Romans ist auch spannend, fängt genau am Ende an, und dann wird ein bisschen hin- und hergehüpft zwischen weit zurückliegenden Ereignissen – der Kindheit der Hauptperson –, der Zeit, die ohne Einmischung des Autors vergangen ist und der Zeit, in der der Autor sich höchstpersönlich am Ort des Geschehens aufhält, wo ihm bei Ansicht der Braut die totale Identifizierung mit seiner Hauptperson widerfährt, was dem scharfen Verstand der Literaturkritikerin natürlich nicht entgangen ist – grandios, diese schöne Umkehrung der traditionellen auktorialen Zustände! Aber – das ist doch alles von A bis Z reinste Fiktion! Ein bisschen schwindlig kann einem schon werden bei diesem Roman!

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