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Prosa

Marc Degens: Unsere Popmoderne

Marc Degens: Unsere Popmoderne

Niemand hat die Absicht, eine andere Wirklichkeit zu errichten!

Nicht nur im sportlichen Bereich, auch bei den Künsten, und so auch bei der Literatur, haben die Götter vor den Erfolg den Schweiß gesetzt – Opfer bringen, so heißt die Marschroute, und kaum einer hat das in den vergangenen zwei Jahren so konsequent in die Tat umgesetzt wie Marc Degens. Der satt.org-Redakteur und Herausgeber der SuKuLTuR-Lesehefte lebte für 26 Monate von der Zivilisation isoliert, ging ins freiwillige Exil in ein armenisches, nur per Hubschrauber zu erreichendes Bergdorf, um sich dort der Meditation und der exzessiven Lektüre zu widmen. Aus Zeitgründen verzichtete er dabei auf regelmäßige Mahlzeiten und schränkte Schlaf und Körperpflege ein. Gute 320 Bücher hat er in der Zeit nach eigenen Angaben konsumiert, so muss man es wohl nennen, und dabei eigene literarische Ambitionen ruhen lassen. Nun aber ist er zurück, und der Verbrecher Verlag sicherte sich die geballten Eindrücke Degens und brachte ihn dazu, sein temporäres Schreibgelübde zu brechen und mit "Unsere Popmoderne" eine Textsammlung vorzulegen, die eine Auswahl von über 30 Schlüsselstellen und Anfängen jener gelesenen Literatur präsentiert, jeweils flankiert von erläuternden Einlassungen zu Autor und Werk.

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Bernhard Kathan: Hungerkünstler

Bernhard Kathan: Hungerkünstler

Gastbeitrag von Frank Milautzcki

„Einem Poeten steht Schlankheit an; er gewähre einen durchgeistigten Anblick. Schon aus beträchtlicher Entfernung soll man ihm ansehen können, daß er sich verhältnismäßig mehr mit tagelangem Denken als mit stundenlangem materiellem Schwelgen abgibt.“ so beschrieb Robert Walser in seinem „Poetenleben“ (1917) ironisch das seinerzeit gesellschaftlich gepflegte Klischee des hungerleidenden Dichters, das sich leider auch allzu oft verwirklichte.

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Im Haus der Briefe

Im Haus der Briefe

Autoren schreiben Ernst Jünger

Kein Zweifel, über Ernst Jünger gibt es noch viel zu schreiben - und zu lesen. Im Schwung der Neuerscheinungen und -auflagen aus der letzten Zeit, wählt die Publikation aus der Reihe Marbacher Schriften eine besonders interessante Perspektive. In zweiundfünfzig Briefen verschiedener Autoren entdeckt man viele, teils bemerkenswerte Knoten im intellektuellen Netzwerk der deutschen Nachkriegsgeschichte.

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Klaus Modick: Vierundzwanzig Türen

Klaus Modick: Vierundzwanzig Türen

Ein origineller Erzählteppich

Eichborn hat Klaus Modicks großartigen Roman in einem schön illustrierten Hardcover neu herausgegeben. Mit seinem originellen Stil webt Modick verschiedene Ebenen zu einem Erzählteppich, in dessen Lektüre man vollkommen aufgeht und der höchst kunstvoll die eigenen Erinnerungen an 'früher' weckt.

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Inside Artzine

Inside Artzine

Kunst fernab des allgemeinen Schönheitsbegriffs

Schönheit liegt bekanntlich im Auge des Betrachters, nur selten wird dies deutlicher als im Bereich der "Schönen Künste" – der Bildenden und Darstellenden Kunst, der Musik und Literatur. In persönliche Konfrontation gerate ich zumeist im Bereich der Musik, denn während ich für gewöhnlich alleine in Museen gehe und für mich lese, bin ich wie jeder von Zeit zu Zeit gezwungen, gemeinsam mit anderen Musik zu hören; im Aufzug, im Kaufhaus. Nun ruft die Stimme von Céline Dion bei mir Ekelgefühle hervor, gleiches gilt für Phil Collins, James Blunt oder Shakira. Nun sei mal tolerant!, höre ich einige rufen. Freiheit ist immer die Freiheit des Andersdenkenden!, höre ich einige rufen. Und ja, stimmt ja alles, aber an meinem Ekel ändert es nichts. Im Gegenzug können die meisten Menschen meines Umfelds mit "meiner" Musik ebenso wenig anfangen, empfinden "Pornography" der Cure als depressiv und "Sister Ray" von Velvet Underground als uninspirierten Gitarrenlärm.

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