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Rosenstolz, Musikgruppe
"Wir haben einfach gelebt"Band Rosenstolz (tsch) Rosenstolz sind eine der erfolgreichsten Bands im deutschen Popzirkus. Das Berliner Duo platzierte eine ganze Reihe von Alben in den Top Ten und begeisterte mit seiner Mischung aus treibendem Rock, Chanson und Schlager schon viele Tausend Zuschauer in ganz Deutschland. Jetzt erscheint mit "Das große Leben" ein neues Studioalbum, das die Band noch einmal zärtlicher als auf dem Vorgänger "Herz" zeigt. Geblieben ist die Liebe für mitskandierbare Texte, die sich ausschließlich einem widmen: Gefühlen. Anzeige
teleschau: Ihr habt eine einjährige Auszeit genommen - was habt Ihr denn genau gemacht? Peter Plate: Danach fragt jeder - als ob man eine Weltreise unternehmen müsste oder so. Nein, nach dreizehn Jahren ununterbrochener Arbeit war es einfach mal toll, zu Hause zu sein und nicht so viele wichtige Dinge zu tun. Im Café sitzen, lange ausschlafen. Alltägliches, vor allem aber: sich der Familie widmen und wieder Freundschaften pflegen, nicht nur nehmen, sondern auch geben. Wir haben einen wunderbaren Beruf, aber auf Tour hat man für manche Dinge keinen Nerv, worunter Freundschaften sehr leiden können. AnNa R: Wir haben im Prinzip einfach gelebt. Einfache Dinge erledigen, Freunde treffen, all das ist sehr wichtig. Während der Tour fällt einem nicht auf, dass man für die anderen gar nicht wirklich da ist. Da telefoniert man mit Freunden höchstens mal kurz. Dass man Menschen vernachläsigt und dass das Freundschaften zerstören kann, ist mir erst in diesem Jahr aufgefallen. teleschau. Klingt nicht so, als ob Ihr Euch gelangweilt hättet ... AnNa R: Nein, es war ein wunderbares Jahr. Und nach 13 Jahren Rosenstolz war dafür auch die Zeit gekommen. teleschau: Habt Ihr denn auch eine Pause voneinander gebraucht? AnNa R: Das war seltsam, das fiel uns erst im Nachhinein auf. Wir hatten da überhaupt nicht drüber gesprochen, überhaupt nicht drüber nachgedacht. Wir gaben unser letztes Konzert, verabschiedeten uns und wussten zum ersten Mal seit sehr langer Zeit gar nicht, wann wir uns zum nächsten Mal sehen würden. Natürlich freut man sich über Freiräume, aber wir hatten uns eigentlich nicht genervt oder so. Und deshalb war es ein sehr schönes Gefühl, als wir doch recht bald wieder gemeinsam im Studio landeten. teleschau: Wann habt Ihr mit den Aufnahmen zum neuen Album begonnen? AnNa R: Wir nahmen diesmal in Etappen auf, weil wir ja alle Zeit der Welt hatten. Letzten Januar ging's los - und alle paar Wochen setzten wir uns in einem wunderbaren Studio zusammen und schrieben an den Songs, die wir danach gleich aufnahmen. Ein schöner Arbeitsprozess, den wir wirklich sehr genossen. teleschau: Ihr habt diesmal analog aufgenommen - warum? Peter Plate: Mit digitalen Aufnahmetechniken gelangt man schnell in einen sehr bequemen Aufnahmeprozess, weil immer wieder alles überspielt werden kann. Wenn ein Refrain in die Hose geht, nimmt man halt den ersten noch einmal her. Analog arbeitet man doch deutlich konzentrierter, und mittlerweile haben wir technisch so viel Ahnung, dass wir selbst damit klarkommen. Zudem passte diese Aufnahmetechnik gut zum Klangbild des Albums - deshalb verwendeten wir auch vor allem alte Instrumente - was unseren Musikern sehr zupass kam, das macht jedem Spaß. Und da stand in dem Studio so einiges herum. teleschau: Was sind die Kernthemen des Albums? Peter Plate: Der rote Faden der Platte ist diese melancholische Stimmung. Es geht um Zweifel, die gehören schließlich zu jedem Menschen dazu. Aber insgesamt ist alles optimistisch. Es wird viel von Freundschaft erzählt, was bestimmt auch an diesem Abschnitt lag, an dem wir wieder merkten, wie wichtig das ist. Es handelt im Prinzip von Respekt - vor anderen, aber auch vor sich und den eigenen Gedanken. Ich denke, dass kommt bei der ersten Single "Ich bin ich (Wir sind wir") ganz gut raus. teleschau: Klingt nach Altersweisheit ... AnNa R: Na, es wäre doch schlimm, wenn man mit wachsender Lebenserfahrung solche Dinge nicht stärker gewichten würde. Man muss sich eingestehen dürfen, wo die eigenen Schwächen liegen und zweifeln können. Das gehört zur Persönlichkeit dazu. Tourdaten Rosenstolz: 12.04., Berlin, Columbiahalle (ausverkauft) 15.04., Frankfurt / Oder, Messehalle 16.04., Rostock, Stadthalle 17.04., Magdeburg, Bördelandhalle 20.04., Cottbus, Messehalle 21.04., Chemnitz, Stadthalle 22.04., Erfurt, Messehalle 25.04., Bielefeld, Stadthalle 26.04., Braunschweig, Stadthalle 29.04., Zwickau, Stadthalle 30.04., Kassel, Stadthalle 01.05., Frankfurt / Main, Jahrhunderthalle 04.05., Würzburg, Kongresszentrum 05.05., Nürnberg, Arena 06.05., Leipzig, Arena 14.05., Mannheim, Mozartsaal im Rosengarten 15.05., Ulm, Donauhalle 16.05., Zürich, Maag Music Hall 19.05., Freiburg, Stadthalle 20.05., Stuttgart, Schleyerhalle 23.05., Wien, Gasometer 25.05., Regensburg, Donauarena 26.05., München, Olympiahalle 29.05., Münster, Halle Münsterland 30.05., Düsseldorf, Philipshalle 31.05., Essen, Grugahalle 04.06., Kiel, Ostseehalle 05.06., Hamburg, Colorline-Arena 22.08., Schwerin, Freilichtbühne 24.08., Bremen, Open-Air am Pier 2 25.08., Hannover, Gilde Parkbühne 26.08., Dresden, Filmnächte am Elbufer 01.09., Trier, Amphitheater 02.09., Köln, Tanzbrunnen 08.09., Berlin, Kindlbühne Wuhlheide - Zusatzkonzert 09.09., Berlin, Kindlbühne Wuhlheide - Zusatzkonzert 10.09., Berlin, Kindlbühne Wuhlheide - Tourabschlusskonzert Jochen Overbeck |
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