|
| ||||||||||||||||||||||||||||||||
| |||||||||||||||||||||||||||||||||
The Streets The Hardest Way To Make An Easy LivingAnzeige Da hat also jemand seine Perspektive gewechselt. Eigentlich war Mike Skinner, besser bekannt unter dem Namen The Streets, ja immer so etwas wie der Working Class Hero des britischen Pop. Was als eher Club-affines Grime-Projekt begann, mauserte sich mit dem zweiten Album zu einem Soziogramm britischer Alltagskultur im allgemeinen und deren Trinkgewohnheiten im Besonderen. Jetzt hat der Mann ein paar 100.000 Platten verkauft und rappt über das Leben da oben - freilich immer noch mit dem, was man wohl Augenzwinkern nennen würde, könnte man Augenzwinkern hören. "This time I've dried my eyes - but my fuckin' nose bleeds", singt er im Opener "Pranging Out", was man nicht nur als Eigenreferenz, sondern durchaus auch als Zugeständnis an dieses weiße Pulver verstehen könnte. Und in "When You Wasn't Famous" stellt er eine eigentlich nachvollziehbare Theorie auf: Wenn man berühmt ist, ist es zwar leichter, normale Mädchen kennen zu lernen. Aber wenn man mal jemanden aus der gleichen Umgebung kennen lernen möchte, ist es wieder total schwierig. Verdammt noch mal. Auch musikalisch klotzt Skinner. Weg mit den unbeholfenen Grime-Beats mit Synkopen-Gestolpere für die Disko-Jünger, her mit dem Blick nach Amerika. "War Of The Sexes" beginnt mit fetten Elektro-Samples, in "The Hardest Way To Make An Easy Living" werden die Background-Vocals hochgepitcht - so etwas wie das Allheilmittel im R'n'B. "All Goes Out The Window", wohl heftigster Kandidat für die zweite Single-Auskopplung, kommt mit warmen Soul-Chören und perfekter Harmonielehre, "When You Wasn't Famous" besitzt eine bisher bei Skinner noch nie aufgetretene Eingängigkeit, was vielleicht am Einsatz eines Marimbas (!) liegt. "The Hardest Way To Make An Easy Living" ist trotzdem nie zu glatt, nie zu sauber. Trotz hörbarer Einflüsse aus den US-Spielarten schwarzer Musik bleibt Skinner in der guten Hälfte des Mainstreams. Er schreibt Songs, nach denen sich andere die Fingler lecken würden, schafft es, Gewitztes und Pathetisches zu verbinden. Dabei hält er ein beängstigend hohes Qualitätslevel. Tanz-Platte des Jahres, definitiv. Jochen Overbeck |
|
| Ramones - It's Alive 1974 - 1996 | |
| Als die Ramones sich Anfang der 70er-Jahre gründeten, gab es das Wort Punkrock noch nicht einmal. Ihre schnellen Gitarrensongs wurden ähnlich wie die der Stooges oder der New York Dolls anfangs etwas ratlos ... | |
| Joy Division - Unknown Pleasures Collectors Edition (und andere) | |
| Es steht natürlich außer Zweifel, dass "Unknown Pleasures" eines der wichtigsten Alben der Popgeschichte ist. Von Placebo bis zu Interpol, von The Smiths bis Nine Inch Nails - viele Größen der Pop- und ... | |
| The Hives - The Black And White Album | |
| Bescheidenheit war noch nie eine Tugend der Hives. Während ihrer zahllosen Gigs bezeichnen sie sich gerne als beste Band der Welt. Ihr fünfter Longplayer "The Black And White Album" zeugt jedoch fast von ... | |
| Die Ärzte - Jazz ist anders | |
| Mit einem satte 26 Tracks umfassenden Doppelalbum setzten die Ärzte vor gut vier Jahren ein Fanal: "Geräusch" war schon eine massive Ansage, die die Semi-Anarcho-Lebensfreude der Band auf den Punkt brachte, ... | |
| Einstürzende Neubauten - Alles wieder offen | |
| 27 Jahre existieren die Einstürzenden Neubauten. 27 Jahre - gibt es überhaupt CD-Käufer, die älter sind? Über Absatzprobleme nachzudenken, wäre fehl am Platz. Denn Supporter dieser Band gaben vorab Geld, ... | |
| The Beautiful Girls - Ziggurats | |
| Dass die Beautiful Girls ganz gehörige Oberarmmuskeln haben, hört der Musikfreund gleich beim Drum-Intro des ersten Tracks: Da donnert es gewaltig. Analoger Surfer-Ska-Rock mit Hemdsärmeln ist hier angesagt. ... |
![]() Konzert-DVD im Stream ![]() Gentleman am 27.04. ab 20.00 Uhr als » Musikstream |