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Flightplan

Flightplan - Ohne jede Spur

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Flugparanoia ist seit vier Jahren ein brisantes Thema. Eines, in das es sich hineinfühlen lässt und das bei vielen, die schon einmal an Bord eines Langstreckenfliegers saßen, eine Gänsehaut hinterlässt. Freilich ist es demzufolge Erfolg versprechend, wenn sich ein Kinofilm genau diesen Angstzustand, der seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 latent ist, zunutze macht und ihn aufs Äußerste ausweidet: Das eigene Kind verschwindet auf einem Flug von Berlin nach New York. Was soll die Mutter tun? In seinem Hollywood-Debüt "Flightplan - Ohne jede Spur" kombiniert der deutsche Regisseur Robert Schwentke ("Tattoo") Terrorpanik mit der existenziellen Angst einer Mutter, ihr Kind zu verlieren. Und er hatte Erfolg damit: 90 Millionen Dollar US-Einspielergebnis und fast zwei Millionen deutsche Kinozuschauer. Nun folgt die DVD-Auswertung des Films.

Jodie Foster wählte dieses Szenario für ihr Comeback in einer Hauptrolle. Als amerikanische Luftfahrt-Ingenieurin arbeitet sie in Berlin, kehrt aber nach dem überraschenden Tod ihres Mannes, der von einem Dach stürzte, zur Überführung seines Leichnams mit ihrer Tochter zurück in die USA. Der Flug wird nicht lange dauern, vielleicht fünf oder sechs Stunden, und doch nickt sie kurz ein.

Als sie erwacht, ist ihre Tochter verschwunden. Niemand will sie gesehen haben. Ihr Gepäck ist fort. Selbst Flugkapitän und Crew schenken ihr keinen Glauben, nachdem eine Rückfrage am Berliner Flughafen ergeben hat, dass sie allein eingecheckt hat. Auch eine Durchsuchung des doppelstöckigen Flugzeugs hellt die Situation nicht auf. Zwölf Kilometer über der Erde beginnt ein Nervenkrieg. Ist die Frau, die gerade ihren Mann verloren hat, traumatisiert? Ist auch das Kind bei dem Unglück gestorben?

Allein unglaubwürdige Indizien sprechen für die Aussage der Mutter: Der Teddybär ihrer Tochter sei doch dabei. Und außerdem müsste das Flughafenpersonal sie beide beim Einchecken gesehen haben. Ein Air-Marshall soll die als psychisch krank eingestufte Mutter fortan beobachten. Doch sie nimmt den Kampf gegen die unbekannten Entführer auf. Es ist schwer, Robert Schwentkes Film hinreichend zu analysieren, ohne zu viel zu verraten. Es bleibt nur darauf hinzuweisen, dass es sich bei "Flightplan" nicht allein um einen Psycho-Thriller, sondern um einen Kriminalfilm handelt.

Der Look des Films unterstützt auch im Heimkino die Paranoia. Das Bild ist sauber transferiert und extrem scharf. Die bläuliche Farbgebung sorgt für ein unangenehmes Frösteln. Beim Sound steckt der Teufel in den Details. Vor allem in den ruhigen Szenen entwickelt der 5.1-Mix mit bedrohlichen Hintergrundgeräuschen eine beängstigende Atmosphäre. Obwohl der erste Blick in den umfangreich scheinenden Bonusteil etwas anderes verheißt: Die Extras sind etwas mager. Die Hintergrundinfos sind kurz und oberflächlich, der Regisseur kommt nicht richtig zu Wort, und die Konstruktions-Doku ist zu gewöhnlich.

Claas Nielsen

bewertungsbox

bildformat 2,35:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (5.1), Englisch (5.1), Türkisch (5.1)
untertitel Deutsch, Englisch, Türkisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Arabisch
extras Making Of; Die Story; Treffen mit dem Regisseur; Casting; Special Effects; Konstruktion des Fliegers
laufzeit 94 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 20 Euro
bewertung bild gut
bewertung ton gut
bewertung extras befriedigend

Credits:
(USA 2005, R: Robert Schwentke, D: Jodie Foster, Peter Sarsgaard, SeanBean u.a.)


Jodie Foster meldet sich unter der Regie von Hollywood-Debütant Robert Schwentke mit einem intensiven Psycho-Thriller zurück: "Flightplan - Ohne jede Spur" erscheint jetzt auf DVD.
Jodie Foster meldet sich unter der Regie von Hollywood-Debütant Robert Schwentke mit einem intensiven Psycho-Thriller zurück: "Flightplan - Ohne jede Spur" erscheint jetzt auf DVD. (Buena Vista)

Kyle (Jodie Foster) und ihre Tochter Julia (Marlene Lawston) freuen sich auf die Heimreise.
Kyle (Jodie Foster) und ihre Tochter Julia (Marlene Lawston) freuen sich auf die Heimreise. (Buena Vista)

Gene Carson (Peter Sarsgaard) weiß nicht so recht, ob er Kyle (Jodie Foster) glauben kann.
Gene Carson (Peter Sarsgaard) weiß nicht so recht, ob er Kyle (Jodie Foster) glauben kann. (Buena Vista)

Datum: 12.04.2006

Diskussion: "Flightplan"

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Artikel ID 167337

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