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Der rosarote Panther
Christophe Beck OST The Pink PantherAnzeige
Wer liebt sie nicht, die Melodie des Kinofilms "The Pink Panther", die sich im Kinderprogramm auch durch die Zeichentrickfilme "Der rosarote Panther" zieht? Natürlich ist es gänzlich unverständlich, warum man in Hollywood die grandiosen Verfilmung(en) mit Peter Sellers als vertrotteltem Inspektor Clouseau wieder besser machen wollte. Dieser berühmten Geschichte um den Raub des legendären Riesendiamanten "Pink Panther" und den Ermittlungen des völlig unfähigen Polizisten Clouseau war nichts hinzuzufügen. Genauso wenig dem grandiosen Soundtrack, dem "Pink-Panther"-Theme von Henry Mancini. Dieses schleichend-chromatische Thema ist eines der berühmtesten Stückchen Filmmusik aller Zeiten und toppt in der jüngeren Generation vermutlich sogar "Spiel mir das Lied vom Tod". Nun hat der Kanadier Christophe Beck, Absolvent von Yale und der Thornton School Of Music, das einzig Richtige getan: Statt - wie so viele in Hollywood - zu glauben, er könne es besser, verneigte er sich vor Mancini. Er nutzte als Basis glücklicherweise geradezu durchgängig das Mancini-Thema und verarbeitete es kunstvoll. Er ging sogar soweit, sich den Original-Saxofonisten Plas Johnson ins Studio zu holen, um den weichen Ton so echt wie möglich hinzukriegen. Der Soundtrack könnte auch heißen: "Mancinis Pink-Panther-Theme und 22 Ideen, was man daraus machen kann". Voller Spielfreude variiert Beck den berühmten Saxofon-Lauf in vielerlei Arten, packt ihn in jagende Verfolgungsszenen, witzige Fagott-Spielereien, funky Disco-Mixes, Pariser Walzer samt Akkordeon, Bongo-unterstützte 70er-Jazz-Coolness mit Vibraphon, Pizzicato-Tupfer, die wie Katzenpfoten über ein heißes Blechdach huschen, in Musical-Melodien, die an Leonard Bernstein erinnern oder donnernde Orchestergewitter, die eines James-Bond-Films würdig wären. Für den Emmy-Gewinner Christophe Beck, Komponist von "Buffy" oder "Im Dutzend billiger", kein Problem. Natürlich hangelt er sich auch an alten Vorbildern entlang, aber welcher Filmkomponist tut das nicht? Er jedenfalls beherrscht sein Handwerk meisterhaft, und Enrico Nicola Mancini (er hätte am 16. April seinen 82. Geburtstag gefeiert), dem auch grandiose Filmvertonungen wie "Frühstück bei Tiffany's" zu verdanken sind, tanzt vermutlich vor Freude auf der Wolke, auf die er 1994 geholt wurde, um das himmlische Orchester zu dirigieren. Kati Hofacker |
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