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Audrey Hepburn

Legenden - Audrey Hepburn

(tsch) "Ich bin nicht Holly, Lullamy bin ich auch nicht. Ich weiß nicht, wer ich bin." - Wer ist diese Audrey Hepburn, die als süßer Fratz Sabrina fragte, wie man eine Million klaut und in Rom ein Herz und eine Krone fand? Sie ist nicht zu fassen, nicht in einfache Worte, nicht in schnelle Klischees. Aber eines ist sicher, Audrey Hepburn ist eine Legende. Ihre Geschichte ist der Auftakt einer neuen Staffel "Legenden", in der die ARD bis 5. September sieben Porträts von Persönlichkeiten aus Showbiz, Sport und Politik zeichnet.

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Seit 1998 produziert das Erste die 45-minütigen Porträts über Menschen "die so bekannt sind, dass jeder Passant eine Vorstellung, oft auch ein Klischee, spontan zur Hand hat", wie ARD-Chefredakteur Hartmann von der Tann das Konzept der Sendung beschreibt. 29 Menschen wurden bereits vorgestellt, Persönlichkeiten aus Film (Charlie Chaplin) und Musik (Maria Callas) genauso wie Sportler (Diego Armando Maradona) und Politiker (John F. Kennedy).

Sechs neue Porträts kommen in diesem Sommer hinzu. Der Schwerpunkt der sechsten Staffel liegt auf deutschen Film- und Fernsehlegenden. Neben Hans Albers (Montag, 8. August, 21.45 Uhr), Heinz Erhardt (Montag, 15. August, 21.45 Uhr) und Hildegard Knef (Montag, 22. August, 21.45 Uhr) werden Freddie Mercury (Montag, 29. August, 21.45 Uhr) und Nelson Mandela (Mittwoch, 31. August, 21.45 Uhr) gewürdigt. Die siebte Dokumentation zum Abschluss der Staffel am Montag, 5. September, ist eine Wiederholung aus dem Jahr 2003. Franz Beckenbauer wird 60, und das Erste präsentiert den Kaiser noch einmal in all seinen Facetten. Es sind nicht nur die positiven Seiten, die in "Legenden" gezeigt werden. Menschen haben nun mal Ecken und Kanten. "Ein Leben ohne Bruch", hat Hartmann von der Tann dann auch erkannt, "interessiert niemanden".

Die Geschichten gehen weiter als die Bilder, die man von Albers, Mandela, Knef und Co. im Kopf hat. Ganz so, wie es Audrey Hepburn, die zum Start der Staffel (Montag, 1. August, 21.45 Uhr) porträtiert wird, in ihrem berühmtesten Film beschrieb. "Kein Mensch gehört einem Menschen. Ich werde mich von keinem einsperren lassen. Ich bin nicht Holly, Lullamy bin ich auch nicht. Ich weiß nicht, wer ich bin. Wir sind einfach niemand, wir gehören zu niemandem und niemand gehört zu uns", bricht es am Schluss von "Frühstück bei Tiffany" (1960), im Taxi durch das verregnete New York fahrend, aus ihrem Charakter Holly Golightly heraus.

Diese Dialogzeilen von Regisseur Blake Edwards waren ihr auf den zierlichen Leib geschrieben: Audrey Hepburn war immer auf der Suche, wurde früh in die Schublade des süßen Fratzes gesteckt, aus der sie sich nie ganz befreien konnte. Dabei hat es die Hepburn sehr wohl verstanden, elegant zwischen naiver Kindlichkeit und fatalem Frausein zu balancieren, hat ihr eigenes Selbstverständnis gefunden und es irgendwann auch leben dürfen. Sie hatte, anders als Holly Golightlys Kater, sehr wohl einen Namen. Das war allerdings erst, nachdem sie sich aus dem Filmgeschäft weitestgehend zurückzog, abgeschieden in der Schweiz lebte und sich als Botschafterin für UNICEF engagierte.

Andreas Fischer


1953 hatte Audrey Hepburn als Prinzessin in Rom ihren ersten Welterfolg: Für ihre Rolle in "Ein Herz und eine Krone" wurde sie mit dem Oscar geehrt.
1953 hatte Audrey Hepburn als Prinzessin in Rom ihren ersten Welterfolg: Für ihre Rolle in "Ein Herz und eine Krone" wurde sie mit dem Oscar geehrt. (SWR / John Kobal Foundation / Getty Images)

Audrey Hepburns Lieblingsdesigner Hubert de Givenchy entwarf auch die berühmte Garderobe für "Frühstück bei Tiffany".
Audrey Hepburns Lieblingsdesigner Hubert de Givenchy entwarf auch die berühmte Garderobe für "Frühstück bei Tiffany". (SWR / Hulton Archiv / Getty Images)

Nachdem sich Audrey Hepburn aus dem Filmgeschäft zurückzog, engagierte sie sich als UNICEF-Botschafterin.
Nachdem sich Audrey Hepburn aus dem Filmgeschäft zurückzog, engagierte sie sich als UNICEF-Botschafterin. (SWR / Time Life Pictures / Getty Images)

Datum: 31.07.2005

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Artikel ID 156444

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