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The Devil´s Rejects

The Devil's Rejects

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Achtung, anschnallen: Rob Zombie ist zurück und immer noch nichts für schwache Gemüter. Der langhaarige Rockerbarde, der sowohl mit den White Zombies als auch solo millionenfach Platten verkaufte und bei den Grammy-Nominierungen Dauergast war, hat seinen ersten Spielfilm ("Haus der 1000 Leichen", 2003) fortgesetzt. Der Regisseur mit dem so passenden Namen bittet in "The Devil's Rejects" (2005) erneut zu einer surrealen Achterbahnfahrt in einem blutgetränkten Kuriositätenkabinett. Jetzt erscheint der Film als Director's Cut auf einer opulent ausgestatteten Doppel-DVD. Die FSK-Prüfstelle hat das Splattermärchen entgegen schlimmster Befürchtungen mit dem Prädikat "Keine Jugendfreigabe" versehen und damit eine Indizierung verhindert.

Schon bei "Haus der 1000 Leichen", der Rob Zombie im Genre einen Achtungserfolg bescherte, ging es um möglichst erschreckende Wunden, schnelle Schockeffekte und den grausamen Siegeszug der Familie Firefly. An deren Ranch beginnt die im Grunde vollkommen eigenständige Fortsetzung.

Sheriff John Quincey Wydell (William Forsythe) führt eine Kolonie von Polizisten und Scharfschützen an, die das Haus der mörderischen Brut zwar durchlöchert, aber in der ersten Szene keinen weiteren Schaden anrichtet, abgesehen von deren Teilung. So wird Mutter Firefly (Leslie Easterbrook, erbärmlich und unberechenbar) ins Gefängnis gesteckt, während Otis (Bill Moseley) und seine Schwester Baby (Sheri Moon Zombie) durch einen unterirdischen Tunnel entkommen.

Wer möchte, kann schon jetzt unlogische Abfolgen und Vorgehensweisen bemängeln, wird sich damit jedoch den Spaß an der Sache verderben. Für Leute mit friedhofsschwarzem Humor sind sie gemacht, die Bremsspuren in der Hose, die Schlachterszenen, die fies lachende Grausamkeit, verkörpert von Sid Haig, dem Clown, den kein Kind je zu Gesicht bekommen sollte. Zusammen mit seinen Kindern Otis und Baby zieht er wieder eine blutige Spur hinter sich her, keineswegs verunsichert von der Tatsache, dass die Mama in der Gefängniszelle gerade zu Tode gequält wird.

Ohne mit Kunstblut zu sparen, erzählen Hackebeilchen und Küchenmesser in einer Art realem Puppentheater des Grauens schöne Schauermärchen, die mal schwarz-weiß, mal in Negativfarben ein herrliches Zeugnis von amerikanischem Surrealismus abgeben. Hervorragende Licht- und Soundeffekte verlangen ob ihrer ganzen Wucht und Geschwindigkeit Höchstleistungen vom Transfer. Die dreckige Optik des Films wird mit all den schnellen Schnitten und surrealen Farbwelten in Kinoqualität wiedergegeben. Der Sound überzeugt mit Wucht und Dynamik. In der deutschen Fassung wurde der DVD eine DTS-ES-Spur spendiert, mit der die Wirksamkeit der Effekte gegenüber der bereits ausgezeichneten 5.1-EX-Variante noch einmal gesteigert wird.

Für das Bonusmaterial wurden keine Mühen gescheut. Neben zwei klasse Audiokommentaren vom Regisseur und den Darstellern auf der Filmdisc überzeugt die Zusatz-DVD mit einer Fülle von Extras. Allein das zweieinhalbstündige Making Of setzt Maßstäbe. Trotz der Länge ist es jederzeit unterhaltsam, informativ und nie langweilig. Entfallene und verpatzte Szenen sowie ein Menge netter und kurzer Featurettes runden das ausgezeichnete Paket ab.

Vera Seeberg

bewertungsbox

bildformat 1,85:1 (anamorph)
sprachen Deutsch (DTS ES / 5.1 EX); Englisch (5.1 EX)
untertitel Deutsch
extras Audiokommentare von Regisseur und Darstellern; Entfallene Szenen; 30 Days in Hell: Making Of; Verpatzte Szenen; Featurettes: The Morris Green Show, Mary The Monkey Girl Commercial, Spaulding Christmas
laufzeit 106 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 20 Euro
bewertung bild gut
bewertung ton sehr gut
bewertung extras sehr gut

Credits:
(USA 2005, R: Rob Zombie, D: Sheri Moon Zombie, Bill Moseley, Sid Haig u.a.)


Mit "The Devil's Rejects" erscheint jetzt die Horror-Splatter-Fortsetzung von Rob Zombies "Haus der 1000 Leichen" auf einer sehr gut ausgestatteten Doppel-DVD.
Mit "The Devil's Rejects" erscheint jetzt die Horror-Splatter-Fortsetzung von Rob Zombies "Haus der 1000 Leichen" auf einer sehr gut ausgestatteten Doppel-DVD. (Sunfilm)

Der knallharte Otis (Bill Moseley) und die zuckersüße Baby (Sheri Moon Zombie) wissen sich zu wehren.
Der knallharte Otis (Bill Moseley) und die zuckersüße Baby (Sheri Moon Zombie) wissen sich zu wehren. (Sunfilm)

Sheriff John Quincey Wydell (William Forsythe) sucht die blutrünstige Familie Firefly.
Sheriff John Quincey Wydell (William Forsythe) sucht die blutrünstige Familie Firefly. (Sunfilm)

Datum: 05.05.2006

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