Peter Elkas Party Of One
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Manchmal, wenn es gar nicht darum geht zu gefallen, klappt es wie von selbst. So wollte der aus Montreal stammende Peter Elkas gar nicht seine Fühler in Deutschland ausstrecken. Er wollte noch nicht mal ein Soloalbum aufnehmen. Peter Elkas war ganz glücklich als Teilzeitmusiker, und wenn es mal nicht reichte, verkaufte er eben wieder Eis. Ein ungewöhnlicher Job in Kanada, aber dieser singende Typ scheint eh einer sehr speziellen Spezies anzugehören. Er mäandert zwischen Reibeisen und Soul, und doch kommt immer wieder Wärme und Freundschaft durch. Als würde er uns seine Hand hinhalten. "Party Of One" ist ein trotziges kleines Soloalbum.Der Titel beschreibt es in jeder Hinsicht perfekt: Man kann alleine dazu tanzen, sich dazu betrinken oder einfach nur nachdenken. Mitsingen dagegen ist gar nicht so einfach, denn den Rhythmus bestimmt er selbst, wenn er sich schon zu einer Soloplatte, ohne seine Local Rabbits, überreden ließ. Es knarzt und kracht, als säße er am Lagerfeuer, und doch ist da soviel Eigenwilligkeit, dass man die zehn Songs nicht als so ein Wandergitarren-Ding abtun wird. Elkas singt von Einsamkeit, intelligenten Fragen, vom Suchen und von Pausen. Und seine Entscheidung, ohne Band aufzutreten, hat ihm gleich noch eine Erkenntnis eingebracht: Derjenige, der am schnellsten vorankommt, reist alleine. Manche Leute schaffen es, dem Erfolg seine melancholischen Momente abzutrotzen, statt sich darin zu sonnen. Da wiederum schließt sich der Kreis, weil der Horizont dieses Mannes über textliche "Die Welt ist blöd"-Banalitäten hinaus geht. Die Songs sind nicht wirklich ein unbestrittenes Meisterwerk. Aber für soviel Kauzigkeit, die einem aufs erste Mal Hören eigentlich gar nicht gefallen kann, möchte man fast die Höchstnote zücken.
Claudia Nitsche
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