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Marie Serneholt

Barbies Freundin

Sänger Marie Serneholt

(tsch) Sie ist blond, schön, langbeinig, kann tanzen und singen. Und was in der Birne hat sie auch. Dazu kommt: Sie ist nett! Die ehemalige Sängerin der A*Teens (Teenager, die ABBA-Songs im Discostil neu aufnahmen), Marie Serneholt, ist wirklich so etwas wie ein Superbabe. Eine Mischung aus ABBA-Agnetha, Britney Spears und Barbie, die mit ihrer ehemaligen Band in fünf Jahren immerhin über fünf Millionen CDs verkaufte. Die smarte Schwedin hat sich mit ihrem Album "Enjoy The Ride" auf den Weg gemacht, alleine dieses Ziel zu erreichen. Sie bringt alles mit, was so manche Pop-Queen vom Thron fegen könnte ...

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teleschau: Die A*Teens verdanken ihren Erfolg auch der Gruppe ABBA. Hast Du jemals einen der vier Legenden getroffen?

Marie Serneholt: Ach, ich wünschte, das wäre mir gelungen! Ich war immer in der Nähe, wenn Mitglieder von ABBA bei Preisverleihungen oder Shows waren, bei denen wir auch vorbeischauten. Am nächsten war ich aber dran, als ich einmal Björns Haus passierte, das war's dann auch schon. Aber, wer weiß, vielleicht klappt es ja noch. Immerhin dachten viele damals, dass wir die echten Kinder von ABBA waren. Ich klärte die Leute schnell auf, dass wir andere Eltern haben. Ich glaube, sie waren dann fast ein wenig enttäuscht.

teleschau: Die A*Teens gibt es schon länger nicht mehr ...

Marie Serneholt: Seit Ende 2004 sind die A*Teens auf Eis gelegt. Wir waren wirklich ausgebrannt und mussten einfach mal eine Pause einlegen. Wir hatten so viele Auftritte, waren fast 300 Tage im Jahr unterwegs, und das über mehrere Jahre. Also, für alle, die sich über eine reißerische Geschichte freuen würden: Es gab kein Drama, keinen Streit. Wir waren schlicht überarbeitet. Ich zog mich dann erst einmal aus der Musik zurück, modelte ein bisschen, war Synchronsprecherin für Filme wie "Robots" oder "Herbie - fully loaded" und sprach in einem Barbie-Film die Freundin von Barbie. Das hat großen Spaß gemacht.

teleschau: Was machen die anderen Drei jetzt?

Marie Serneholt: Dhani brachte vor eineinhalb Jahren eine Single heraus. Derzeit hat sie allerdings keine Plattenfirma, ist aber auf der Suche nach einer neuen. Amit studiert, Sara arbeitete in einem Restaurant und in einem Klamottengeschäft - sie alle wollen langsam herausfinden, was sie eigentlich tun wollen.

teleschau: Also nie wieder A*Teens?

Marie Serneholt: Die A*Teens machen einfach eine Pause. Das bedeutet nicht, dass es ausgeschlossen ist, dass wir wieder eine CD zusammen aufnehmen.

teleschau: Wie hast Du Deinen Produzenten Jörgen Elofsson, der mit Leuten wie Britney Spears, Céline Dion oder Westlife arbeitet, kennen gelernt?

Marie Serneholt: Ich war ihm wohl schon 1999 auf der Bühne aufgefallen. Das erfuhr ich aber erst neulich von ihm. Kennen gelernt haben wir uns vor zwei Jahren, als uns ein Musikmanager miteinander bekannt machte. Allerdings verloren wir uns wieder aus den Augen, da wir beide beruflich recht eingespannt waren. Und vor einem Jahr hatte ich dann beschlossen, ihn anzurufen - vielleicht konnte er mir ja helfen, ein Popalbum mit starken Melodien aufzunehmen. Ich weihte ihn in meine Träume und meine Ziele ein, und er wollte mit mir einen Song machen. Danach war klar, dass wir auch ein ganzes Album gemeinsam produzieren werden. Im April 2005 ging es dann los.

teleschau: Das Video zur Single "That's The Way My Heart Goes" ist sehr aufwändig ...

Marie Serneholt: Hey, das haben wir in nur zwei Tagen abgedreht. Allerdings in 50 Stunden nonstop, ich erlaubte mir nur eine Stunde Schlaf auf der Studiocouch. Der Schlafentzug war zwar ein bisschen unangenehm, aber ich war so glücklich, mein erstes eigenes Video zu drehen, dass mich das Adrenalin fit gehalten hat. Es gab ein recht hohes Budget für dieses Video, obwohl es dieser Tage recht ungewöhnlich ist, auf dem besten Filmmaterial mit den besten Leuten filmen zu können. Dafür bin ich sehr dankbar und auch unheimlich stolz.

teleschau: Hast Du jemals überlegt, auf Schwedisch zu singen?

Marie Serneholt: (lacht schallend) Nein, echt nicht! Auf Schwedisch zu singen, klingt so seltsam. Es gibt Songs, die sind schon niedlich, aber Englisch ist eben die bessere Sing-Sprache, und die werde ich auch beibehalten. Klar, würde ich mich spätestens dann von dem Vorurteil lösen können, Britney Spears nachzueifern. Aber ich bin immer noch ich, und ich denke, dass ich sehr wohl meinen eigenen Stil habe, da muss man nur mal in mein Album reinhören.

teleschau: "Talentiert, schön, schlau - eine wahre Pop-Prinzessin!" Solche Dinge werden über Dich gesagt. Wie gehst Du mit so viel Lob um?

Marie Serneholt: Das macht mich sehr glücklich. So etwas ist für mich nicht selbstverständlich, und ich bin dann eher verlegen, als dass es mich stolz macht. Ich sauge das alles auf, und irgendwann werde ich es vielleicht auch glauben können.

Nina Becker


"Barbies Freundin" Marie Serneholt kommt mit eigener Platte.
"Barbies Freundin" Marie Serneholt kommt mit eigener Platte. (Sony BMG)

Die ehemalige Sängerin der A*Teens begibt sich auf Solopfade: Marie Serneholt.
Die ehemalige Sängerin der A*Teens begibt sich auf Solopfade: Marie Serneholt. (Sony BMG)

Marie Serneholt wollte nie in ihrer Muttersprache singen: "Auf Schwedisch zu singen, klingt so seltsam."
Marie Serneholt wollte nie in ihrer Muttersprache singen: "Auf Schwedisch zu singen, klingt so seltsam." (Sony BMG)

Datum: 10.06.2006

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