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Marie Serneholt - Enjoy The Ride

Marie Serneholt Enjoy The Ride

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Die Fünf ist ihre magische Zahl: Der Vorname Marie hat fünf Buchstaben, in fünf Jahren verkaufte sie mit der Band A*Teens fünf Millionen CDs und zwei Mal fünf Songs sind auf ihrem Debütalbum "Enjoy The Ride" zu finden. Zehn Songs, die Marie Serneholt sich von Jörgen Elofsson produzieren und (mit)schreiben ließ. Elofsson ist für Multi-Platin-Abverkauf von Künstlern wie Britney Spears, Céline Dion oder Westlife verantwortlich. Und wer ist Marie? Eine bildschöne, schwedische Blondine, die fünf Jahre lang mit drei anderen Teenagern in der erfolgreichen ABBA-meets-Disco-Coverband A*Teens sang. Und da sie eben die hübscheste und wohl talentierteste der Vier ist, kann sie allem Anschein nach auch alleine einen erfolgreichen Solopfad einschlagen.

Vergleiche mit einer Britney Spears treffen sie kaum, sie weiß um ihre Qualitäten. Der Titeltrack "Enjoy The Ride" ist allerdings schon recht stark an Britneys Sound angelehnt, doch durch seine orientalischen Zitate wurde es ein recht witziges, tanzbares Stückchen Pop. Marie haucht gern ins Mikro, ihre Stimme klingt nett, ist aber kaum von anderen Durchschnitts-Stimmen zu unterscheiden. Am Charisma muss sie arbeiten - vielleicht hat sie es auch einfach nicht.

Als Person hingegen ist die Pop-Prinzessin sehr wohl charismatisch und müsste so manchem Mann schlaflose Nächte bereiten. Frauen auch - weil sie krampfhaft überlegen, wie sie so aussehen könnten wie Marie. Vielleicht ein bisschen zu den sexy Beats der Single "That´s The Way My Heart Goes" tanzen, dem ein Ohrwurm-psychologisch gut gewähltes "Damdidamdidei" kaum peinlich erscheint. So sind sie halt, die Charterfolge: Ein wenig anti-intellektuell, aber sie gehen in die Beine.

"Ich brauch' ein Haus, ich brauch' ein Zimmer, ich brauch' ein Bett, in dem ich schlafen kann, einen Kaffee und ein Waschbecken!" Da sage noch einer, es ist peinlich, auf Deutsch zu singen - so einen Text bringt echt nur der Engländer, der in diesem Fall ein Schwede ist ("I Need A House") und auf internationales Unverständnis baut, zustande. Balladen mit klitzekleinen Country-Anleihen und viel Gefühl gibt die hübsche Marie auch zum Besten. Eine schön gemachte CD, die es so schon öfters gab, aber durch die Sympathiepunkte für die Sängerin an Wert gewinnt. Und wer richtig gute Laune haben will, sollte sich "I Love Making Love In The Morning" anhören - platter Text, riesige Melodie!

Nina Becker


Datum: 10.06.2006

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