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My Name Is Joe
My Name is Joe
"Mein Name ist Joe. Ich bin Alkoholiker." Mit diesen ernüchternden Worten beginnt ein Film, der die graue Realität in einem Glasgower Elendsviertel schonungslos vor Augen führt. Dort leben Menschen, die es in ihrem Leben zu nichts gebracht haben. Zu den Verlierern gehört auch der Held des Films: Joe (Peter Mullan), ein alkoholkranker Ex-Dealer. Mit aller Kraft wehrt er sich gegen seine Sucht und das soziale Elend. Dabei behält er aber seinen Humor. Denn Joe überlebt gerade deshalb, weil er in jeder Situation den passenden Spruch auf Lager hat. Ken Loach (wurde am 17. Juni 70), der gerade in Cannes mit der Goldenen Palme für sein irisches Widerstandsdrama "The Wind That Shakes The Barley" ausgezeichnet wurde, zeigt diesen Joe mit den von ihm gewohnten grimmigen Mut zur Realität: "My Name is Joe" (1998) ist ein Außenseiterdrama, das dunkle Flecken in der makellosen Fassade der modernen Gesellschaft aufdeckt und nun auf einer nur leidlich ausgestatteten DVD erscheint. Der 37-jährige Joe ist ohne Arbeit, mittellos und alkoholkrank. Was ihm bleibt, sagt er einmal in der Runde der anonymen Alkoholiker, sei nur noch sein Name. Damit untertreibt er aber. Denn für die Fußballmannschaft, in der er Ghettokinder trainiert, aber auch für die Sozialhelferin Sarah (Louise Goodall) ist er mehr als ein Suchtkranker: Den kleinen Fußballern gibt er die Hoffnung auf ein geordnetes Leben (und bekommt selber Ordnung in seins), und für Sarah bedeutet er die lang ersehnte große Liebe. Doch trotz der aufmunternden Arbeit mit den Straßenkindern und der Leidenschaft für Sarah kommt Joe von seiner Vergangenheit nicht los. Drogen, Gewalt, städtische Bürokraten und die Launigkeit Sarahs bringen das Gleichgewicht ins Wanken, das Joe sich so hart erkämpft hat. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Druck von außen zu stark wird, um weiter standhaft zu bleiben. Ken Loach will mit seinem Film provozieren. Daher verzichtet er auf ein erlösendes Happy-End und zeigt, was wahrscheinlicher ist: die Rückfälligkeit eines Helden, der an der Übermacht einer feindseligen Welt scheitert. Peter Mullan verleiht seiner Figur jenen eigentümlichen Humor, der den Zuschauer bei aller Trostlosigkeit des Films dennoch lächeln lässt. Die DVD ist auf der technischen Seite ordentlich, enttäuscht aber mit dem Bonusmaterial. Der Blick in die Extras offenbart lediglich ein paar Texttafeln mit Infos über Regisseur und Produktion. Die Bilder sind klar und scharf Bildern und trumpfen mit genauer Wiedergabe der tristen Farben auf. Der Sound ist etwas schwach gemixt und bedient vor allem die Frontboxen. Andreas Fischer bewertungsbox
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Credits: |
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