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Sympathy For The Devil

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Einer der Gründer der Nouvelle Vague begleitet eine der angesagtesten und kreativsten Rockbands ihrer Zeit. Jean-Luc Godard trifft auf die Rolling Stones und damit cineastische Rebellion gegen das "Kino der Väter" auf Rock'n'Roller, die ja per Definition rebellisch sind. Dennoch stand der Film, der dabei entstehen sollte, unter keinem guten Stern. Godard überwarf sich mit den Produzenten. Künstlerische Differenzen überschatteten die Produktion des Films (1968), der auf der einen Seite des DVD-Covers "Sympathy For The Devil" heißt und auf der anderen "One + One".

Die enthält zwei Schnittfassungen des von Godard gefilmten Materials, der für den Film die Rolling Stones bei der Entstehung des Songs "Sympathy For The Devil" beobachtete. Für viele ist das intime Porträt eines kreativen Prozesses, bei dem aus einer einfachen Melodie ein mitreißender Song wird, der Dreh- und Angelpunkt von Godards bis dato teuerstem Projekt. Allerdings hatte sich der Filmemacher gegen die immensen Produktionskosten gesträubt, wollte auf 16-Millimeter-Material drehen und nicht auf 35 Millimeter, mit einem kleinen flexiblen Team arbeiten und den Song der Rolling Stones, die 1968 - in diesem Jahr veröffentlichten sie das Album "Beggar's Banquet" - auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität waren, als Untermalung eines politischen Statements seiner marxistischen Phase verwenden. Dafür ließ er in abstrakten Vignetten Parolen an Wände malen, fiktive Interviews führen und das Wesen der Pornographie erkunden.

Die Produzenten sträubten sich dagegen, der Film wurde also in zwei Fassungen und mit zwei Titeln im Kino gezeigt. "Sympathy For The Devil" enthält am am Ende den kompletten Titelsong, dessen Geburt Godard mit 13 Kameras verfolgte. Das wollte der Regisseur allerdings nicht, ihm war der Prozess wichtig, der als Metapher für die Entstehung der kommenden Revolution stehen sollte. Allerdings waren die 68-er Proteste und Unruhen, an denen Godard übrigens aktiv teilgenommen und deswegen die Dreharbeiten des Films öfter unterbrochen hatte, schnell verpufft. Godards Version "One + One" weist als Director's Cut die große Seltenheit auf, kürzer zu sein als die von den Produzenten in die Kinos gebrachte.

Im Extrateil der technisch ordentlichen DVD erzählt die Dokumentation "Voices" von den Querelen bei den Dreharbeiten. Richard Mordaunt beobachtete für den Dokumentarfilm im Dokumentarfilm Jena-Luc Godard bei der Arbeit und kombiniert diese Bilder mit Aufnahmen von den politischen Unruhen im Mai 1968 und nachträglich erzählten Fakten.

Andreas Fischer

bewertungsbox

bildformat 1,78:1 (anamorph)
sprachen Englisch (2.0)
untertitel Deutsch
extras Director's Cut "One + One"; Dokumentarfilm "Voices" über Godard bei den Dreharbeiten; Bildergalerie; Promogalerie; Biografien
laufzeit 196 Min.
tonsystem Dolby Digital
regionalcode Regionalcode 2
preis ca. 10 Euro
bewertung bild gut
bewertung ton gut
bewertung extras sehr gut

Credits:
(GB 1968, R: Jean-Luc Godard)


Jean-Luc Godard begleitete den kreativen Prozess der Rolling Stones: "Sympathy For The Devil" erzählt meisterhaft von der Entstehung eines Songs. Auf er DVD gibt es den Dokumentarfilm sowohl in der Kinoversion als auch im Director's Cut "One + One" zu sehen.
Jean-Luc Godard begleitete den kreativen Prozess der Rolling Stones: "Sympathy For The Devil" erzählt meisterhaft von der Entstehung eines Songs. Auf er DVD gibt es den Dokumentarfilm sowohl in der Kinoversion als auch im Director's Cut "One + One" zu sehen. (Warner)

Für einen guten Song braucht man: Mick Jagger, eine Gitarre und ein bisschen Geduld.
Für einen guten Song braucht man: Mick Jagger, eine Gitarre und ein bisschen Geduld. (Warner)

Jean-Luc Godard (Mitte) war durch seine Nähe zum Geschehen nicht nur Beobachter, sondern auch Teil des Entwicklungsprozesses von "Sympathy For The Devil".
Jean-Luc Godard (Mitte) war durch seine Nähe zum Geschehen nicht nur Beobachter, sondern auch Teil des Entwicklungsprozesses von "Sympathy For The Devil". (Warner)

Datum: 04.07.2006

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Diskussion: "Sympathy For The Devil"

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