|
Anzeige |
Kevin Spacey
Probier's mal mit GelassenheitSchauspieler Kevin Spacey (tsch) Irgendwann, so schien es zumindest, war er da. Einfach so. Aus dem Nichts aufgetaucht, mysteriös wie Kayser Soze. Seine Rolle als Verbal Kint in Bryan Singers unglaublichem Thriller "Die üblichen Verdächtigen" (1995) katapultierte Kevin Spacey ins Rampenlicht. Und zwar mit einem gehörigen Knall und dem Oscar als Bester Nebendarsteller - 2000 bekam Spacey seinen zweiten Academy Award für die Rolle seines Lebens in "American Beauty". Dabei war die Sache mit der Schauspielerei erstens gar nicht geplant und zweitens hatte sich der Aufstieg des Herrn mit dem charaktervollsten Durchschnittsgesicht der jüngeren Filmgeschichte schon länger angekündigt. Anzeige
Nachdem Spacey zuletzt eher abseits des großen Hollywood-Kinos agierte, kämpft er demnächst, erneut unter der Regie von Bryan Singer, in "Superman Returns" als Lex Luthor gegen den Titelheld (Kinostart: 17.08.) und in der Free-TV-Premiere von "K-Pax" (Samstag, 12.08., 20.15 Uhr, RTL) gegen allzu starre Fesseln von Logik und Realität. Beide Rollen scheinen auf das Wesen von Spaceys Karriere zugeschnitten. Das 1959 geborene jüngste von drei Kindern einer gutbürgerlichen Familie war selten der Strahlemann, der Held, der Sieger. Seine Rollen hatten Charakter, wenn da auch oftmals eine Sicherung durchbrannte. Oder es zumindest so scheint. In "K-Pax" zum Beispiel spielt Spacey den mysteriösen Prot - einen Mann, der behauptet, von einem anderen Planeten zu stammen und natürlich in der Psychiatrie landet. Aber Prot tut nichts Böses und was er sagt, ist durchweg weise. Kevin Spacey weckt mit minimalen Mitteln, mit kaum wahrnehmbaren Gesichtsregungen, die Sehnsucht, mit ihm gehen zu können auf diesen fremden Planeten. Er etabliert seine Charaktere - den wahnsinnigen Mörder in "Sieben", den desillusionierten Familienvater in "American Beauty", den bestechlichen Cop in "L.A. Confidential" - immer mit einer geradezu enigmatischen Gelassenheit, er ist urplötzlich präsent und niemand weiß, wann er eigentlich durch die Tür gekommen ist. Als Teenager hatte sich auch Spacey nicht immer unter Kontrolle, was ihn letztendlich zur Schauspielerei brachte. Er brannte das Baumhaus seiner Schwester ab, seine Eltern steckten ihn daraufhin in eine Militärakademie, von der der impulsive Sohnemann aber auch bald wieder flog. Nur ein paar Tage nachdem er eine Auszeichnung für besonderen Einsatz erhielt, warf Spacey einem Klassenkameraden einen Reifen an den Kopf. Danach kanalisierte er seine überschüssigen Energien in der Theatergruppe einer öffentlichen High School (erste Hauptrolle: Major von Trapp im Erfolgs-Musical "Meine Lieder - meine Träume"). Aus dem Privatleben ist außer diesen Jugendepisoden nicht viel bekannt, Kevin Spacey hat sich als Teenager ausgetobt und überlässt die Skandale anderen. Seine bescheidene und irgendwie einleuchtende Erklärung dafür: "Das ist keine blödsinnige Geheimiskrämerei, um mich interessanter zu machen. Je weniger die Zuschauer über mich wissen, umso einfacher kann ich sie von meiner Rolle überzeugen. Die Leute glauben leichter, dass der Typ da auf der Leinwand echt ist." Sein Handwerk gelernt hat Kevin Spacey in nur zwei Jahren und auf Anraten von High-School-Kumpel Val Kilmer, der ihm eine Schauspielschule empfahl. Anfang der 80-er Jahre verschlug es Spacey nach New York, zunächst in eine kleine Shakespeare-Company, aber schon 1982 spielte er auf dem Broadway in Henrik Ibsens "Gespenster", und ein paar Jahre später stand Spacey zusammen mit Jack Lemmon auf der Bühne. "Von ihm habe ich gelernt, was Bescheidenheit heißt, und dass man zugleich ein guter Schauspieler und ein guter Mensch sein kann", sagte Spacey einmal über sein größtes Idol. Das hat ihn geprägt, seine Oscars holte er in Begleitung seiner Mutter ab, deren Mädchennamen er auch übernahm. Und Spacey blieb trotz des Hollywood-Erfolges der Bühne treu, spielte Ende der 90-er Jahre für 225 Pfund pro Woche in London (bekam im selben Jahr allerdings auch 4,5 Millionen Dollar für "Verhandlungssache") und leitet dort heute das "Old Vic Theatre" als künstlerischer Direktor. Ein Job, der nicht immer leicht ist, der Rückschläge quasi eingebaut hat. Aber Spacey hat nie nach dem einfachen Weg gesucht. "Man muss wissen, was man will und verstehen, warum man es will. Wenn ich zurückblicke, was seit 'American Beauty' passierte, dann kann ich sagen: Besser ging's nicht. Ich wollte nicht ständig versuchen, mich zu übertreffen, im Gespräch zu bleiben, darauf zu achten, in den 'richtigen" Filmen aufzutauchen. Das hat mich einen Scheiß interessiert. Ich will etwas erreichen, das größer ist als ich." Bobby Darin zum Beispiel hat er mit seinem persönlichen Ehrgeiz, seiner Hingabe, seinem (finanziellen) Engagement ein Denkmal gesetzt. Der Entertainer, ein Kindheitsidol Spaceys, war lange in die Abstellkammer der Vergessenheit verbannt, obwohl er Welthits wie "Splish Splash" und "Beyond The Sea" schrieb. "In Amerika hat sich für meine Idee niemand interessiert," erinnert sich Spacey, nachdem er mit "Beyond The Sea" (2004) das vielleicht beste Musiker-Biopic der daran nicht armen letzten Jahre ablieferte. Spacey schrieb das Drehbuch, gab sein Geld, führte Regie, spielte, sang und tanzte die Hauptrolle. Gedreht wurde letztendlich in Babelsberg, Sanssouci und Berlin. "Ehrlich gesagt - auch wenn man mich sicher eher als Schauspieler kennt - in meinen Herzen bin ich Sänger und Tänzer und dieser Film ist mein Statement." Es ist das Statement eines Künstlers, der seinen eigenen Weg geht und dafür auch gerne Hindernisse in Kauf nimmt. Für "Superman Returns" hatte Spacey nur wenig Zeit, aber er wollte die Rolle spielen. Unbedingt. "Seine Verpflichtungen in London waren etwas hinderlich", sagte Regisseur Bryan Singer. Dennoch hat Spacey dem Superman-Bösewicht ein Gesicht gegeben, ein neues, ein bisher nicht da gewesenes. Lex Luthor in der Ausgabe 2006 ist düsterer als sonst, nicht mehr einfach nur böse, sondern intelligent, nachdenklich, auf seine Weise charaktervoll. Und er hat eine Glatze. Eine echte. Andreas Fischer |
| Elektra | |
| Gut möglich, dass Sie dieser Elektra schon einmal begegnet sind. Eine Kriegerin, sinnlich und dunkel, mit perfektem Körper und erstaunlichen Kampftechniken, eine melancholische Heldin, von Trauer und Rachegelüsten ... | |
| Sin City | |
| Im Grunde ist "Sin City" ein Liebesfilm. Eine Hommage an die Emotionen und das, was sie bewirken können. Wobei Frauen hier nur die Katalysatoren, die Auslöser sind. "Sin City" ist ein Film von Männern, ... | |
| Die Daltons gegen Lucky Luke | |
| Auf dem Papier sind sie die Größten. Erweckt die Filmindustrie sie jedoch auf der Leinwand in Realverfilmungen zum Leben, beginnen häufig die Probleme. Ob "Constantine", "Clever & Smart", "Batman" oder ... | |
| Batman Begins | |
| Gerade noch im Kino und schon bald auf DVD: Das Action-Abenteuer "Batman Begins" von Regisseur Christopher Nolan und mit Christian Bale als heldenhafte Fledermaus erscheint am 14. Oktober als Zwei-Disc-Special-Edition ... | |
| Sin City kommt Mitte Dezember als Doppel-DVD | |
| Elf Tage vor Weihnachten, am 13. Dezember, will Buena Vista Entertainment Frank Millers "Sin City" in einem ganz besonderen 2-DVD-Set auf den Markt werfen. Erste Details über Inhalt und Ausstattung wurden ... | |
| Batman Begins, mit Christian Bale | |
| Blaue Blumen müssen gefunden, Berge bezwungen, die Waffen beherrscht werden. Dazu gibt's verbale Predigten des geheimnisvollen Mentors Ducard (Liam Neeson). Und dann wird aus Bruce Wayne endlich die Fledermaus. ... |
| Anzeige |
|
| Anzeige |