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Neil Young - Heart of Gold

Neil Young: Heart of Gold

(tsch) Er besang das "Cinnamon Girl", den "Sugar Mountain" und natürlich das "Heart of Gold". Feierte 1969 beim Woodstock Festival an der Seite von David Crosby, Stephen Stills und Graham Nash und wurde im Laufe der Jahrzehnte ohne Zweifel zur Legende. Doch Neil Young begeistert nicht nur mit seiner folkigen Musik, sondern arbeitet auch im Filmgeschäft mit - als Regisseur (unter dem Pseudonym Bernard Shakey), Autor, Darsteller, Produzent oder Kameramann, und er komponiert Soundtracks. Keine Frage: Es war an der Zeit, dass dem Multitalent mit "Neil Young: Heart of Gold" ein ureigener Dokumentarfilm gewidmet wurde.

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Regisseur des Werks ist kein Geringerer als Jonathan Demme, der bereits für grandiose Filme wie "Das Schweigen der Lämmer", "Philadelphia" und "Der Manchurian Kandidat" verantwortlich zeichnete. Diesmal jedoch sollte kein Thriller entstehen, kein Drama, auch kein Krimi, sondern ein intimes Porträt. Das Porträt eines Musik-Urgesteins, das sich ständig neu erfindet, das sich niemals in eine Schublade stecken lässt, das bis heute Omas, Mütter und Töchter begeistert.

Nicht das erste Mal arbeiteten die beiden alternden Ausnahmetalente zusammen: Nach "Philadelphia" und den "Complex Sessions" (Musikvideo über Neil Young) kooperierte der US-amerikanische Oscar-Preisträger Demme zum bereits dritten Mal mit dem Kanadier Neil Young. Man merkt, dass sich die beiden schon vor der Produktion kannten. Denn das, was da in "Neil Young: Heart of Gold" gezeigt wird, wirkt authentisch und einfach schön anzusehen.

Nachdem im Film Weggefährten und Freunde Youngs, wie die Countrysängerin Emmylou Harris, Ehefrau Pegi, Keyboarder Spooner Oldham und der Gitarrist Ben Keith zu Wort gekommen sind und rückblickend über den außergewöhnlichen Musiker geplaudert haben, startet die Premiere der "Prairie Wind"-Tournee. Lässig und voller Freude sitzt Neil Young dabei auf dem Hocker in der Mitte der Bühne mit seiner Gitarre in der Hand und präsentiert emotionale, folk-rockige Songs aus vergangenen sowie jetzigen Tagen.

Mit Ellen Kuras' Kameraführung ("Dave Chappelle's Block Party"), der Farbgebung der Aufnahmen und dem absichtlich nicht überladen dargestellten Konzert ist der Dokumentarfilm sowohl musikalisch als auch optisch ein Leckerbissen nicht nur für Neil-Young-Anhänger. Das applaudierende Publikum bleibt dabei stets im Hintergrund, wichtig war dem Regisseur einzig der Künstler. Und natürlich dessen Musik.

Julia Schöppner

Credits:
V:UIP, USA 2006, R: Jonathan Demme, D: Neil Young, Emmylou Harris, Grant Boatwright u.a.

Laufzeit: 103 Min.


Seit über 40 Jahren macht Neil Young schon Musik. Eine Legende? Gewiss!
Seit über 40 Jahren macht Neil Young schon Musik. Eine Legende? Gewiss! (UIP)

Auch Emmylou Harris, eine bekannte Country-Größe, äußert sich in "Neil Young: Heart of Gold" zu Wort.
Auch Emmylou Harris, eine bekannte Country-Größe, äußert sich in "Neil Young: Heart of Gold" zu Wort. (UIP)

Ein Konzert der Extraklasse, von links: Emmylou Harris, Neil Young und Pegi Young.
Ein Konzert der Extraklasse, von links: Emmylou Harris, Neil Young und Pegi Young. (UIP)

Datum: 13.08.2006

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Diskussion: "Neil Young - Heart of Gold"

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